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In Hamburgs Clubszene rumort es derzeit gewaltig. Nicht nur, dass die Stadt und ihre Clubs selbst durch die fehlenden Einnahmen aufgrund der COVID-19-Pandemie und des Lockdowns gewaltig zu tun haben und auch selbst die Novemberhilfen noch nicht ausgezahlt sind. Die Stadt hat inzwischen auch ihr ganz eigenes hausgemachtes Problem. Denn seit Monaten hängen an den Außenflächen der Clubs "Docks" und "Große Freiheit 36" Poster mit kritischen Statements bis hin zu durchwachsenen Verschwörungstheorien. Ursprünglich angedacht war die Aktion für alle, die das Bedürfnis haben, "eine alternative Meinung" zu äußern. Der Unkostenbeitrag für so ein A1-Plakat ist 20 Euro für vier Wochen.

Die Aktion löste vor allem viel Unmut in der Hamburger Clubszene aus. So sehr, dass sich sieben Veranstalter dazu entschlossen hatten, in einem offenen Brief an die Betreiber der Clubs zu treten und sie aufzufordern, sich von den Aussagen dort angebrachter Botschaften zu distanzieren. Gleichzeitig baten sie um eine Stellungnahme. Die folgte auch prompt am vergangenen Donnerstag, indem die Betreiber erklärten, man wolle die Plakate nicht abhängen. In einem langen Facebook-Post berufen sie sich stattdessen auf die Meinungsfreiheit: "Diese Meinungen wenden sich gegen die politischen Maßnahmen in der Corona-Politik. Das Thema Corona und der Umgang damit wird innerhalb der Belegschaft und auch der Eigentümer kritisch diskutiert. Wir sind uns aber alle einig, dass man die Meinung des Anderen tolerieren muss." Man wolle aber nun seitens der Club-Betreiber Platz schaffen für "Meinungen von Maßnahmenbefürwortern".


Zwar distanzieren sich die Betreiber auch von "Rassismus, Nationalismus, Faschismus, Extremismus und Gewalt", dennoch nehmen sie gleichzeitig möglicherweise entstehende Kollateralschäden billigend in Kauf. "Vielleicht hat ein Autor in einem anderen Kontext Äußerungen getätigt, die mit unserer Auffassung, den Auffassungen unserer Besucher oder Auffassungen unserer Geschäftspartner nicht vereinbar sind. Vielleicht kann man eine Quelle als 'rechtspopulistisch' oder 'verschwörerisch' ansehen, weil dort auch solche Inhalte möglicherweise veröffentlicht wurden. Demokratie steht für das Recht, jegliche Meinung äußern zu dürfen, solange diese nicht gesetzlich verboten ist. Wir bieten ein Forum für Meinungen, die sonst keinen Platz mehr bekommen. Wir werden die Wände nicht abbauen", so die Betreiber weiter.

In den letzten Tagen hat sich nun auch das Clubkombinat, der Verband der Party- und Clubbetreiber, zu Wort gemeldet und einen offenen Brief (Link zum offenen Brief) verfasst. Für sie reicht es nicht aus, sich einfach nur per Wort zu distanzieren. "Eine echte Distanzierung wäre, keinen Raum zu bieten, in dem Grenzen verwischt und Fakten verklärt werden. Der Schaden, der durch Eure Wandaktion an den Außenfassaden Eurer Clubs entsteht, ist groß", heißt es in dem Brief. "Ihr treibt damit eine bewusste Spaltung unserer Gesellschaft und vor allem Club und Kulturszene unmittelbar voran." Für das Clubkombinat ist es "mehr als naiv, eine offene Plattform für Corona-Kritik zu betreiben, obwohl allseits bekannt ist, wie sehr Pandemie-Leugner, Verschwörungstheoretiker, antisemitische, sowie rechtsnationale Strömungen miteinander verwoben sind und wie sehr Radikale diesen Diskurs aktiv für ihre Zwecke instrumentalisiere".

Weiter heißt es in dem Schreiben: "Niemand verbietet den Betreiber*innen und den Verfasser*innen der Inhalte, ihre Meinung frei zu äußern. Sie müssen jedoch mit den Konsequenzen leben. Die nicht nur logische Konsequenz, sondern das entschiedene Mittel ist unsere klare Distanzierung von solch relativistischen, instrumentalisierenden und falschen Aussagen, die die Plakatwand zieren. Eine weitere Konsequenz ist, dass wir jegliche Zusammenarbeit mit den betroffenen Clubs und Veranstalter*innen konsequent abbrechen und nicht im Zusammenhang mit ihnen stehen wollen."

Ob nun tatsächlich ein Rausschmiss droht, bleibt offen. Dennoch ist es sicherlich ein klares Zeichen, das hier das Clubkombinat aus Hamburg setzen möchte, und trotz der harten Worte scheint man in Hamburg eher auf eine friedliche Lösung zu hoffen: "In Ausübung unserer Funktion stehen wir weiterhin für vermittelnde Gespräche mit allen Beteiligten bereit." Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Lage in der Hansestadt entwickelt.

HearThis.At ist eine neue Cloud, von deren Name man sich nicht täuschen lassen sollte. Denn nicht nur, dass die Betreiber eigentlich aus Chemnitz stammen und nicht wie der Name vermuten lässt aus Österreich, kann man mit dieser Seite auch viel mehr als nur Musik hören bzw streamen. 

Durch Zufall stieß ich vor einigen Wochen auf die Seite HearThis.At, denn diese machte sich in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter innerhalb kurzer Zeit immer mehr Freunde unter meinen digitalen Freundschaften. Tatsächlich stieß ich auch nach kurzer Anmeldung auf viele bekannte Profilbilder aus der Soundcloud.
Nicht der einzige Vorteil, den die noch junge Seite anbietet. Denn gerade im Thema Funktionsumfang und ein sehr durchdachtes System zeigen den Markt Giganten wie man eine Cloud Nutzerfreundlich, logisch und vor allem weites gehend Bug frei gestaltet. Denn während SoundCloud sich mit seinen ständigen Veränderungen immer mehr verbugt und Mixcloud prall gefüllt, wie die Werbepause am Sonntagabend auf den Privaten ist, bietet HearThis.At ein glänzende Alternative zum Streaming und Sharen der eignen Musik, werbefrei und im Gegensatz zu Soundcloud müssen die Nutzer auch keine 9 EUR mehr für ein paar Gigabyte bezahlt werden.


Eigentlich möchte man schon fast sagen willkommen auf der Cloud 2.0, denn neben den Standardfunktionen, die die meisten Clouds anbieten, wie z.B. eigenes Profil, Streaming, Downloads, Statistiken, Tracklisting kann Hearthis.At mit ein paar echt guten Neuheiten und Problemlösungen aufwarten. Denn so ziemlich jeder Multi Cloud Nutzer kennt das Problem, neue Sets müssen mühsam auf jede einzelne Cloud geladen werden. Nicht bei HearThis.At, denn die Webseite macht ein längst schon logische Konsequenz zum Standard, nämlich das Einbinden von Streams im Profil. Selbst Podcasting via Cloud, woran Primus SoundCloud auch heute noch im Zeitalter von HTML 5 scheitert, macht sie ganz bequem dank RSS Feed möglich. Somit wird das Einbinden auf Anbietern wie iTunes für jeden eigentlich zum Kinderspiel.

Interessant für die richtigen Netzwerker ist auch die kartografische Einbindung seiner Musik und mit dem Artist Taggig verpasst man keinen Upload seiner Sounds im Netzwerk. Auch wer mit mehreren Profilen arbeitet darf sich freuen, denn diese können auf HearThis.At miteinander verbunden werden, so dass man bequem zwischen den Profilen hin und her switchen kann.

Seit kurzem steht auch eine funktionierende App für mobile Geräte bereit, das scheint nämlich auch eher die Ausnahme, mal abgesehen von Mixcloud, in Cloud-Netzwerken zu sein. Leider bisher vorerst nur Android, Apple Nutzer müssen weiterhin auf die angebotene Ersatz-App auf SoundCloud Basis zurück greifen. (Update: App für iOS gibt es mittlerweile: https://hearthis.at/soundflake)


Die Neuerfindung des Rads kann HearThis.At im Punkto Grafik zwar nicht bieten, schlicht und einfach ist diese gehalten, ein bisschen wirkt es auch sehr ähnlich gegenüber SoundCloud, dafür aber optisch auch gelungener und nicht so klobig gegenüber dem Klassenbesten.
Mitunter sind zwar manche tiefergehende Einstellungen in der Menü-Führung nicht sofort ersichtlich und in einem Fall gibt es denselben Menünamen für zwei verschiedene Einstellungen. Das überwiegt dennoch ganz stark die vielen Vorteile und Funktionen den bereits der Free Account gegenüber seinen Mitbewerbern anbietet.


Ebenfalls positiv erwähnen sollte man die Dynamik des Cloud Netzwerks, denn zwar kann HearThis.At nicht mit annähernd vielen Nutzern wie SC oder Mixcloud aufwarten aber bereits wenige Nutzer sorgen hier für ein ereignisreiches Cloud-Networking.

Wem der kostenlose Funktionsumfang nicht ausreicht, der kann sich zwischen zwei Varianten des Upgrades auf Premium entscheiden. Diese kann sich dann aber auch mit Preisen von 1,- bzw. 2,- EUR im Monat fast jeder leisten. Zahlen muss jedoch nicht der kleine Künstler, sondern die die mit der Promotion auch Geld verdienen. Denn anders als üblich wird der Upload nach Plays begrenzt, hat man also 5000 Plays als Gesamtsumme erreicht, kann man als Free Account nichts mehr hochladen. Das klingt doch beinahe nach Robin Hood, denn unbekannte Künstler können sich breitgefächert kostenlos präsentieren, während sogenannte Netzwerkgiganten hier in Zukunft zur Kasse gebeten werden, aber die können sich den Spaß wohl auch eher leisten.

Wir glauben an frei nutzbare Produkte und Dienstleistungen. Wir denken, dass jeder Künstler so viel Platz für seine Kreativität zur Verfügung haben sollte wie er benötigt. Das Wichtigste: wir wollen Musikern, Bands und DJs keinerlei Limitierungen auferlegen.
Wir bitten daher alle Artists um ihre Unterstützung, um weiterhin kostenlose Dienste anbieten zu können und bieten exklusive Features als Dankeschön an. Hilf uns für all die jungen, talentierten Musiker da draußen kostenlos zu bleiben!
 


Bleibt für HearThis.At nun letztendlich nur noch abzuwarten wie sich die Cloud aus Chemnitz entwickeln wird, denn in Funktionsumfang, Nutzerfreundlichkeit und Idee könnte die Cloud mit dem schwierigen Namen und Herz für Künstler seinen Mitbewerbern ohne Probleme die Stirn bieten.  

mehr: www.hearthis.at
  

Bereits zum zwanzigsten Mal versammelte sich am vergangenen Wochenende die Nation Of Gondwana um unter freien Himmel bei Nacht und bei Tage zwei Tage durchzufeiern und sich auszuleben.
Wie immer war auch in diesem Jahr der Sommer auf der Seite der Nation und sorgte für standesgemäß viel Hitze auf dem Festivalgelände, dass Kleidung letztendlich nur noch dort getragen wurde wo es unbedingt nötig war. Insgesamt 8000 Besucher zählte das Festival bei Grünefeld zu seinem zwanzigsten Jubiläum, und bleibt damit zum Glück für alle überschaubar und familiär. Platz ist jedenfalls genug für jeden und so kann sich jeder ausleben wie er mag ohne dabei Angst haben zu müssen, dass sich jemand daran stört.
Nicht ohne Grund ist die Nation nicht unbedingt für jeden zu empfehlen, aber für diejenigen welchen dafür umso mehr, denn letztendlich steht die Nation nicht für ein pompöses Line-Up, sondern für die Leute, deren Umgang miteinander und die vorherrschende Stimmung.

Einen tollen Rückblick über Location, Stimmung, Wetter und Laune der diesjährigen Nation Of Gondwana, bietet unser Video-Fundstück. Da möchte man wahrscheinlich beim betrachten der Bilder direkt wieder zurück oder ärgert sich, dass man in diesem Jahr nicht dabei war.
Ein schöner Zusammenschnitt von knappen 2 Minuten mit Blick auf das gesamte Festival und dass was man auf der Nation erleben kann.
Schön anzusehen wie bunt und frei dieses kleine Festival auch nach zwanzig Jahren noch immer ist. Wir gratulieren den Pyonen und bitte weiter so.


Nation of Gondwana 2014 from PowerJosl on Vimeo.

Bilanz der Sanitäter
Die Haupteinsatzzeit der Sanitäter des Deutschen Roten Kreuzes, die mit 32 Leuten und zwei Notärzten auf der Nation of Gondwana im Einsatz waren, war Sonnabendnacht ab 2 Uhr.
Neben Schnittwunden, vereinzelten Platzwunden und Verbrennungen behandelten sie vor allem Zeckenbisse und Vergiftungen durch Alkohol oder/und Drogen. Einige bekamen bei der Hitze auch Kreislaufprobleme.
Insgesamt versorgten sie bis Sonntagnachmittag 340 Leute.

Bild und Quelle Sanitäter-Bilanz: Maz-Online.De




Diesen Donnerstag ist es wieder soweit, denn jedes Jahr wird in den letzten Tagen des Monats Juni, von Donnerstag bis Sonntag in Lärz die wahrscheinlich weltweit größte bekannte Gesellschaft des Ferienkommunismus ausgerufen. Kein Wunder denn im Kulturkosmos ist es in dem Zeitraum um so einiges farbenfroher und freier als im alltäglichen Leben.
Vom 26.06. bis zum 29.06. findet also in diesem Jahr das Fusion Festival auf dem Gelände des ehemaligen Militärflugplatzes in Lärz statt.
Das zum Kulturkosmos erklärte Gelände wird damit dann auch wieder zum Treffpunkt für ausgelassenes Treiben und vieler bunter Menschen.

"Fernab des Alltags entsteht für vier Tage eine Parallelgesellschaft der ganz speziellen Art. Im kollektiven Ausnahmezustand entfaltet sich an einem Ort ohne Zeit ein Karneval der Sinne, indem sich für uns alle die Sehnsucht nach einer besseren Welt spiegelt.

Inzwischen ist der Andrang auf das Festival bereits seit einigen Jahren so groß, dass das Festival häufig schon im Dezember komplett ausverkauft ist und die häufig wenigen erhältlichen Tickets heiß begehrt. Denn wer rein darf und wer nicht entscheidet letztendlich nicht nur der frühe Entschluss sondern auch das Losglück.




Wer bis jetzt noch kein Ticket hat und gehofft hatte noch an eines zu kommen indem er sich beim Arbeitsamt des Festivals anbietet, der kann sich den Weg gleich sparen. Denn auch diese Tür ist seit Anfang Mai verschlossen.
Lediglich ab Sonntag um 10:00 Uhr früh werden in den Botschaften Tickets erhältlich sein. Die Anzahl der sogenannte Sonntagstickets ist glücklicher Weise nicht limitiert, schlagen aber dafür mit stolzen 30,- EUR zuzüglich 10,- EUR Müllpfand zu Buche.
Nachdem im letzten Jahr das Festivalgelände durch eine enorme Anzahl an Gästen ohne Ticket aus den Nähten zu platzen drohte haben sich die Organisatoren in diesem Jahr „No Ticket – No Entry“-Propaganda groß auf die Flaggen geschrieben, denn dass sich etwas ändern muss hat das vergangene Jahr sehr deutlich gezeigt.
Was sich genau hinter der groß angelegten Fahndung nach "Bändchenschummlern“ oder den „grundlegenden Veränderungen bei der Absicherung des Geländes“ verbirgt kann man leider den Informationen des Veranstalters nicht entnehmen. Bleibt also abzuwarten wie man der Lage Herr werden will oder ob es am Ende nur der erhobene Zeigefinger bleibt.



Ob die Situation nun tatsächlich auf den überwiegenden "subjektiven Egoismus" zurückzuführen ist, wie von den Organisatoren gemutmaßt wird bleibt zu bezweifeln. Denn letztendlich ist es doch viel mehr eine soziale Gruppendynamik die dort entstanden ist, schließlich schleicht sich niemand auf ein Festival um dann dort alleine zu sein und häufig sind ganze Gruppen an derartigen Schmuggelaktionen beteiligt. Stärkere Einlasskontrollen können da nur leicht an der Oberfläche kratzen und sind langfristig gesehen, wahrscheinlich keinesfalls die Lösung des Problems.

Vielleicht sollte man also nicht nur das Loch im Zaun flicken sondern vor der Entstehung die Motive verhindern und an anderen Stellen das System ebenfalls optimieren. Denn von außen betrachtet hat der Andrang auf Karten schon längst den Rahmen den das Ticketsystem hergibt gesprengt und sorgt jedes Jahr für geringer werdende Chancen auf ein Ticket. Was letztendlich einen ganzen Kreislauf in Gang setzen könnte, dass das eigentlich clevere System sich am Ende selbst uninteressant machen könnte.
Eine Verschachtelung des Systems und untereinander vernetzte, unterschiedliche Möglichkeiten die begehrten Festivalkarten zusammen mit seinen Freunden zu gewinnen könnte da weitaus mehr Abhilfe schaffen als die Schuld leichtfertig von sich wegzuschieben und auf ein erhöhtes Aufkommen an Security und strengere Kontrollen zu setzen.
Sich ohne Ticket trotzdem auf das Festival zu schleichen ist dennoch eine absolut unfaire Sache und schadet dem Festival mehr als so mancher vermutlich glaubt.




Im Gegenzug dazu macht das Line Up dieses Jahr einen durchweg positiven Eindruck, dass hat man nämlich im Vergleich zum vergangenen Jahr nochmals ordentlich aufpoliert und neben dem handelsüblichen Sternchen sowie den üblichen Verdächtigen noch so einiges aufgefahren mit Bart Skils, Christian Burkhardt, Gregor Tresher, Steve Rachmad, Victor Ruiz, Monolog, Guti, Julian Jeweil und David August. Ebenfalls mit dabei sind dieses Jahr viele der altbekannten Dauerbrenner der Fusion wie Kollektiv Turmstraße, Jennifer Cardini, Krause Duo, Extrawelt, Guillaume & The Coutu Dumonts und Chloé.




Fesitvalpendler werden auch in diesem Jahr wieder die Nachsicht haben, denn neben Müllpfand hält man auf der Fusion auch in diesem Jahr wieder an der Mautgebühr  von 10,- Euro für Busse, Wohnwagen und Autos fest, dass hatte im letzten Jahr bereits positive Auswirkungen auf den nervenden Pendelverkehr auf dem Zeltplatz. Ebenso wie im letzten Jahr wird es auch dieses Jahr wieder feste Feierpausen am Freitag, Samstag und Sonntag um die Mittagszeiten geben. Das sorgt nicht nur für die Möglichkeit die Floors in der Zeit von Müll und Glasflaschen zu befreien, sondern schafft auch allgemein für Erholung für das Festival und deren Besucher. Die in dieser Zeit sich endlich etwas ausruhen können, sich um die eigene meistens verwahrloste Hygiene zu kümmern oder sich auch einmal dem kulturellen Programm zu widmen. Außerdem ist die pralle Mittagssonne wie Kryptonit für so manch verplanten Raver, bei denen dann gerne in dieser Zeit dank der Dehydrierung mit Kreislauf zusammen bricht.
Für alle Ruhelosen besteht dennoch kein Anlass zur Sorge, denn wer mal wieder nicht genug bekommt, der findet mit Sicherheit so manches schattiges Plätzchen, bei dem es Non-Stop weiter gefeiert wird. Außerdem bietet das Fusion Festival neben Musik noch eine Reihe weiterer kultureller Möglichkeiten die man dann auch nutzen kann, wie zum Beispiel zahlreiche Workshops, leckere Fressmeilen, Theater, Kino oder man nutzt die Zeit und fährt Baden. Feierpause auf dem Fusion Festival heißt hier zum Glück nicht Festivalpause.



Einen extra Bonus gibt es in diesem Jahr für das Feuerwerk und Böllerverbot auf dem Festival.
Nicht nur, dass es viel zu häufig einfach unpassend ist und nervt, sondern bei einem heißen, trockenem Wochenende stellt sich an so einigen Floors die Frage der Waldbrandgefahr.
Also lieber aufgepassen oder am besten den Schwarzpulverkram zuhause lassen, denn „wer Böller und Raketen verkauft, fliegt sofort raus! Und wer beim Abfeuern erwischt wird, kriegt Ärger und muss das Feuerwehrauto waschen!







DJ:
Bart Skils, Christian Burkhardt, Gregor Tresher, Steve Rachmad, Victor Ruiz, SQL, Monolog, Solomun, Jennifer Cardini, Chloé, Ray Okpara, Turmspringer, Marc Schneider, Sven Dohse, Nils Nilson & Daniel Nitsch, Monkey Maffia, Krause Duo, Soukie & Windish, H.O.S.H. Mario Aureo, Jan Oberlaender, Eule:nhaupt&Molle:nhauer....

Live
Guti, Julian Jeweil, Extrawelt, David August, Kollektiv Turmstraße, Gabriel Ananda, Stimming, Kombinat 100, Max Cooper, The Micronaut, Tigerskin, Wareika, Guillaume & The Coutu Dumonts, Blomqvist, Mollono.Bass....



Mehr Informationen zum Festival, das komplette Line Up und viele weitere nützliche Dinge findet ihr auf der Webseite des Festivals:
www.fusion-festival.de


Seit ein paar Tagen kann man nun die Tickets für die Nation of Gondwana 2014 erstehen. Gut, dass man sich bei den Pyonen nicht so verrückt macht und die Tickets erst genau zur richtigen Zeit im Frühling, mit den ersten angenehmen Temperaturen veräußert. Das ist für spontane Menschen wie mich immer noch die beste Zeit, statt im Winter, während man gerade versucht sich mit der Kälte anzufreunden. Ich hoffe das bleibt auch in den kommenden Jahren so. In diesem Jahr liegen die Kosten für ein Ticket bei 60 € inklusive 5,- € Müllpfand, was zugegeben nicht gerade billig für die Tage von Samstag zu Sonntag ist. Zieht man jedoch die einzigartige Atmosphäre in Kombination mit dem bereits bestätigten Line Up in Betracht, ist der Preis noch immer gerechtfertigt. Positive Neuerung in diesem Jahr ist das Auto-Ticket in Höhe von 11.-€ , bereits im vergangenem Jahr die sogenannten „Parkplatzhocker“ ab Freitag, sagen wir „nervten“, und meiner Meinung nach der Veranstaltung und dem damit verbundenem Aufwand, sowie der Liebe, welche die Nation nun mal ausmacht, nicht gerecht werden. Immerhin fungiert der Zeltplatz bei Festivals eher zum schlafen oder um mit der Gruppe gemütlich abzuhängen und dusselig quatschen. Musik gibt es schließlich reichlich auf den beiden Floors.
Ferner bleibt zu hoffen, dass man sich auch etwas ausgedacht hat, um mehr Schatten zu spenden, was nicht nur den Gästen, sondern auch den freiwilligen Helfern einiges abnimmt, bevor diese wieder im Dauereinsatz fahren. Zu empfehlen ist definitiv am Waldsee an genügend Trinkwasser zu denken.

Stattfinden wird die Nation of Gondwana 2014 von Samstag, den 19.07., bis Sonntag 20.07.2014. Und was die Nation letztendlich so faszinierend und erwähnenswert macht ist, dass sie ein Spirit umgibt, den viele große Festivals manchmal gerne wieder hätten. Denn die Nation ist eines der letzten Festivals, bei dem es tatsächlich noch richtig familiär zugeht und man nicht ständig auf der Hut ist vor Publikum, die „nur mal eben“ zu „Electro“ schön tanzen“ wollen oder sich mit großen Augen das ganze Wochenende im Auto aufhalten. Im Gegenteil! Selten so erlebt. Man ist tatsächlich fast ständig umringt von gut gelaunten Menschen, ohne dass man sich auf der Tanzfläche gegen den übereifrigen Berlin-Feier-Touristen, bei dem alles Berlin immer so „mega-krass-geil“ abgeht, Platz erkämpfen muss. Nicht dass ich mich hier gegen Berlin-Touristen stellen möchte, eher gegen eine ganz bestimmte Art von vorher erwähntem „Phänomen“.

Auf der Nation darf man jedenfalls noch ausgelassen sein. Mal eben weil es Spaß macht im Wald „streunern“ zu gehen, gemeinsam mit lächelnden Leuten zur Musik im See zu baden oder bunt gelaunt durch die Gegend zu albern.
Eigentlich habe ich deswegen auch jedes Jahr Angst überhaupt über dieses Festival zu berichten und so die falschen Leute einzuladen. Jedoch kann ich auch nur allen, die sich nicht mit der freischaffenden, hedonistischen Freiheitskultur, ohne gesellschaftlicher Zuordnung, umgangssprachlich auch Techno-Szene, anfreunden können davon abraten, an diesem Wochenende überhaupt auf die Idee zu kommen, sich auf dem Weg zum Waldsee Grünefeld zu machen.

Für ein ordentliches Namedropping im Anlauf des gestarteten Ticketverkaufs für die Nation 2014 ist mit manchem Leckerbissen wie Joel Mull, Dixon oder auch Rødhåd gesorgt. Fehlen darf natürlich auch in diesem Jahr wieder nicht die „Berlin-Bande“ um Sportbrigade Sparwasser, Sven Dohse, Der Dritte Raum, Pilocka Krach, mrtz, Pentaklon, Farbstelzen Krachwahn, Lichtpiraten, Pyonen und und und.
Das klingt alles sehr amtlich. Nicht zu viel, nicht zu dick aufgetragen und trotzdem noch vielversprechender, als das Line Up vom vergangenem Jahr.

Zusammenfassend ein schönes Festival, bei dem man sofort bemerkt, dass alles mit Herz durchdacht und umgesetzt wird.






Welcher Otto-Normal-Soundcloud-Nutzer kennt es nicht, bzw. welcher Musiker-Account hat es nicht mindestens einmal probiert. Tagtäglich bekommt man eine Email von Soundcloud, XY hat einen Track mit dir geteilt oder XY folgt dir jetzt. Häufig hat man von der Person noch nie etwas gehört und ich geb' zu auch schon mindestens einmal der Versuchung erlegen gewesen zu sein, auf solch eine Art meinen digitalen Mitmenschen auf die Ketten zu gehen.
Doch wie nun auf sich aufmerksam machen? Eine Zeit lang litten Uploader unter wilden Kommentare auf ihren Sets, mit fast immer gleichen Wortlauten wie „cool Sound, check my Soundcloud“, ekelig wie plattgedrückte Fliegen auf der Windschutzscheibe, war man ständig damit beschäftigt diese vom eigenen Track zu kratzen. Das Teilen von Sets oder Tracks in Gruppen bringt schon lange nicht mehr viel. Andere versuchen sich, indem sie sich auf Facebook aufführen, als hätte ihr Status einen Sprung in der Rille, vielleicht ein Virus, wenn das Profil nur den Link zu einem Soundcloud Set posten kann. Wer kennt es nicht, wenn aus langjährigen digitalen Freunden Spammer werden.


Ein Beispiel, dass es auch ganz anders gehen kann, zeigen unlängst die Soundcloud-Accounts, die es verstehen zu netzwerken, nicht der Wunsch nach eigenem Ruhm, sondern die Begeisterung an der Musik macht sie dabei zu mehr als nur Trendsettern. Wie erfolgreich der neue Mix oder Track auf Soundcloud läuft, hängt häufig auch von ihren Kommentaren ab, die wie Qualitätsstempel im Dschungel der Uploads wirken, denn auch auf Soundcloud ist es schon lange schwer die Übersicht über die hochgeladenen Tracks zu behalten und so ist es ganz natürlich, dass sich auch viele an die Kommentare als Hinweis halten.
Doch wie heißt es so schon, tue Gutes, dann widerfährt dir Gutes - und so ernten diese Nutzer als Dank mehr Aufmerksamkeit, Kommentare und Soundcloud-Herzen als so mancher internationaler DJ in diesem Netzwerk. Doch solch ein Benehmen ist es auch, das den Impuls an Soundcloud ausmacht, in einem Netzwerk tauscht man sich aus, auf Soundcloud geht es nicht nur um die reine Selbstdarstellung und Ego-Aufmerksamkeitswahn, dafür haben wir schließlich Facebook.


Beispiele für diese neue Form von Advanced Soundcloud Behaviour sind Olle Susi, Schnee, Ziesel die mit großer Leidenschaft zur Musik auftretten. Vielen ist ihre offene Begeisterung mit Sicherheit schon digital bei dem ein oder anderem Mixset als Kommentar über den Weg gelaufen. Meist sind ihre Mixe nicht unbedingt perfekt und an kleinen Stellen hier und dort ein wenig kantig - aber immer mit viel Gefühl bei der Sache macht sie ihre Sache gut, so gut, dass sie mit ihren Mixen innerhalb von 3 Tagen: 1000 Downloads, über 570 Herzen und 340 Kommentare erreichen. Wer sich auf Soundcloud nicht auskennt, dem sei gesagt, solche Zahlen erreichen eigentlich die Soundcloud-Accounts von Big-Playern wie Diynamic.



Angesichts solcher Zahlen ist dies auch eines der besten Beispiele, wie es jenseits von Spam gehen kann und vielleicht jeder sich einmal die Frage stellen sollte, wie man sich auf Soundcloud, einem Netzwerk von über 10 Mio. Nutzern, benehmen sollte. Dort wo es eigentlich um eines geht, nämlich um die Verbreitung von guter Musik unabhängig vom jeweiligen Status oder Bekanntheitsgrad eines Künstlers.