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Herzlichen Glückwunsch, Vinyl feiert in Deutschland seinen 70. Geburtstag. Kaum ein anderes Medium befeuerte die Verbreitung von Musik so sehr wie die schwarze Scheibe. Nicht auszudenken, wo die DJ-Kultur heute wäre ohne das Vinyl. Nach einer Krise in den Neunzigern und Anfang der Jahrtausend-Wende ist sie heute beliebt wie nie zuvor. Zudem ist Vinyl das einzige Medium mit echtem Sammlerwert, denn nicht selten passiert es, dass entsprechende Platten im Wert steigen und somit auch eine echte Wertschätzung zur Musik bietet.


Die Erfolgsgeschichte hierzulande begann am 31. August 1951 auf der Düsseldorfer Musikmesse, hier wird die erste Langspielplatte in Deutschland vorgestellt. Auf der allerersten LP ging es allerdings erst einmal klassisch zu. Zu hören war Mendelssohn-Bartholdys Violinkonzert e-Moll mit Nathan Milstein und dem New York Philharmonic Orchestra, dirigiert von Bruno Walter.


Präsentiert wurde die erste LP damals von der Deutschen Grammophon Gesellschaft. Auch die Hülle war eher einfach gehalten, sind die Cover sonst heutzutage oft sehr kreativ gestaltet, bestand es damals noch aus Krepppapier mit dem Logo der Deutschen Grammophon drauf. Dazu war in großen Buchstaben "Langspielplatte 33" auf die Hülle geschrieben worden.


Dank des neu entwickelten Füllschriftverfahrens passte nun auch wesentlich mehr Musik auf eine Platte im Vergleich zu der damals gängigen Schellack-Platte, welche gerade einmal vier bis acht Minuten Platz für Musik bot. Zudem war Polyvinylchlorid (PVC) erheblich kostengünstiger in der Produktion und wesentlich stabiler als Schellack, das aus den harzigen Ausscheidungen der Lackschildlaus produziert wurde. Somit dauerte es nicht lange, bis die Schellack-Platten-Produktion eingestellt wurde und 1962 war die LP bereits so beliebt, dass es spezielle LP-Charts gab. 


So überdauerte das Vinyl ganze Generationen und Musikrichtungen und erfreute sich in den 60er, 70er und 80er-Jahren extremer Beliebtheit, bis die Markteinführung der CD in den 80er die Vinyl-Verkäufe massiv schrumpfen ließen und das Vinyl in den 90ern und Anfang der 2000er-Jahre beinahe ein Ende zu finden schien. Inzwischen haben sich die Absätze jedoch wieder mehr als nur erholt, Vinyl boomt seit Jahren regelrecht. Wurden im Jahr 2011 noch 700.000 Schallplatten in Deutschland verkauft, so lag der Absatz 2019 bei 3,4 Millionen Stück und 2020 war er bereits auf 4,2 Millionen angewachsen. 


Und auch wenn Streaming praktisch ist, um seine Musik überall jederzeit hörbar zu haben und zudem günstig, doch wenn man sich eine Platte kauft, dann weiß man eben, dass man etwas Besonderes in den Händen hält, es macht die Lieblingsmusik greifbar und ordnet ihr einen ganz anderen Wert zu.



Zwar dürfen die Clubs inzwischen ihre Außenbereiche für bis zu 250 Personen wieder öffnen, doch so richtig getanzt und gefeiert werden darf noch immer nicht. Das ist nicht das einzige Problem, was die Clubs derzeit beschäftigt, denn viele stehen auch nach dem Lockdown vor großen Herausforderungen. Laut einer Studie der Initiative Musik, einer Fördereinrichtung des Bundes, müssen etliche Betriebe in den nächsten Jahren Nachfolger finden. Die Studie wurde am Freitag veröffentlicht.

 

Ziel der Studie war es, einen Überblick über die Szene zu bekommen. Nach dieser Studie existieren demnach in Deutschland rund 2.000 Musikspielstätten. Eingerechnet werden dabei Orte mit maximal 2.000 Plätzen von kleinen Kneipen bis hin zu großen Clubs.

 

Förderprogramme sollen dabei die Betriebe in der Corona-Krise unterstützen. Laut dem Hamburger Clubbetreiber Karsten Schölermann, Gründungsmitglied des Verbands LiveMusikKommission, können Clubs damit über die Runden kommen, "wenn sie denn schlau genug waren und agil genug waren". Doch für viele Clubs sieht die Realität derzeit anders aus. Dazu kommt laut der Studie ein weiteres Problem. Viele der älteren Betreiber seien langsam müde.

 

Laut der Erhebung sind die Clubbetreiber im Durschnitt 48 Jahre alt, bei Jazzclubs liegt der Altersdurchschnitt sogar bei rund 60 Jahren. Nach der Studie kommt damit das Problem, wie soll die Übergabe der Clubs gestaltet werden, damit diese nicht zusammen mit ihren Besitzern in den Ruhestand gehen.

 

 

Dazu kommen die fehlenden Einnahmen seit März 2020, da in vielen Teilen die Clubs seitdem nicht mehr öffnen könnten. Derzeit fehlen noch Daten, wie viele Clubs tatsächlich schließen mussten und wahrscheinlich noch schließen müssen. Fakt ist jedoch, dass die Einnahmen immer noch fehlen und auch mit der Außengastronomie mit dem Gefühl von Biergärten in den Clubs sich nicht lange halten werden. Da etwa die Hälfte der Umsätze mit Gastronomie gemacht wird und ein Viertel mit den Eintrittsgeldern. Knapp 10 Prozent stammen dazu aus öffentlichen Zuschüssen.

 

Laut der Initiative könnte es noch Jahre dauern, bis die Clubs wieder ihr Umsatzniveau von früher erreichen könnten. Auch die Berliner Clubcommission rechnet damit, dass es erst Ende 2022 wieder ein Nachtleben geben wird, das mit dem vor der Corona-Krise vergleichbar ist. Konstantin Krex, Betreiber des Clubs "Kater Blau", äußerte kürzlich gegenüber RBB: "Die Situation ist bitter, weil man nicht machen kann, was man liebt. Und weil es keine verlässliche Perspektive gibt. Man guckt von der Seitenlinie zu, wie sich die Schulden anhäufen."


Die Nation of Gondwana hat nun offiziell ihren Ticketvorverkauf gestartet. Damit das Festival starten kann, haben sich die Veranstalter ein Hygienekonzept einfallen lassen, was bedeutet, dass das Festival statt an einem Wochenende an zwei aufeinander folgenden Wochenenden aufgeteilt wird.

 

Milan und Kranich werden die beiden Veranstaltungen der Nation heißen. Ähnlich wie bei der Fusion wurde dafür ein spezielles Hygienekonzept erstellt, was das Festival somit in zwei Gruppen aufteilt und somit die Anzahl der Besucher jeweils halbiert. Damit soll ein besserer Infektionsschutz erreicht werden. Außerdem sieht das Konzept vor, dass alle Tickets personalisiert werden, somit lässt sich notfalls die Nachverfolgung wohl auch besser gestalten. Anreisen mit dem ÖPNV oder Bussen werden dafür komplett wegfallen. Bedeutet alle Festival-Besucher sind angehalten, mit dem Auto oder Rad anzureisen.

 

Mit den Tickets erhält man einen PCR-Testvoucher, mit diesem geht man 24 Stunden vor Festivalbeginn zu einem der offiziellen Teststellen. Nur mit einem negativen Testergebnis erhält man dann auch Zutritt auf das Festival-Gelände.

 

Das Ticket kostet in diesem Jahr rund 200 Euro. Was verständlich ist angesichts der hohen Kosten für das Hygienekonzept. Laut Angaben der Pyonen schlägt das „Sicherheit & Umsetzung Hygienekonzept“ mit fast 900.000 Euro zu, im Vergleich dazu sind die Kosten für Ästhetik, Kunst, Licht & Musik oder auch andere Kostenstellen gering. Eine komplette Kostenaufstellung findet ihr hier.

 

In den Ticketkosten ist außerdem der kostenlose PCR-Test bereits enthalten. Außerdem enthält das Ticket einen 20 Euro Soli-Beitrag. Sollte das Festival dann aufgrund der Corona-Krise doch nicht stattfinden können, so erhält man den Ticketpreis abzüglich des Soli-Beitrags zurück.

 

Das Line Up für beide Wochenenden kann sich im Übrigen auch sehen lassen. Am Milan Wochenende vom 16.-18. Juli sind unter anderem Der Dritte Raum, Jennifer Cardini, Rodhad, Seth Troxler oder auch Joel Mull geplant. Für das Kranich-Wochenende kann man sich auf Carl Craig, Dubfire, Monika Kruse, Recondite und so einige mehr freuen. Das komplette Line Up sowie Tickets sind hier zu finden. 

In Hamburgs Clubszene rumort es derzeit gewaltig. Nicht nur, dass die Stadt und ihre Clubs selbst durch die fehlenden Einnahmen aufgrund der COVID-19-Pandemie und des Lockdowns gewaltig zu tun haben und auch selbst die Novemberhilfen noch nicht ausgezahlt sind. Die Stadt hat inzwischen auch ihr ganz eigenes hausgemachtes Problem. Denn seit Monaten hängen an den Außenflächen der Clubs "Docks" und "Große Freiheit 36" Poster mit kritischen Statements bis hin zu durchwachsenen Verschwörungstheorien. Ursprünglich angedacht war die Aktion für alle, die das Bedürfnis haben, "eine alternative Meinung" zu äußern. Der Unkostenbeitrag für so ein A1-Plakat ist 20 Euro für vier Wochen.

Die Aktion löste vor allem viel Unmut in der Hamburger Clubszene aus. So sehr, dass sich sieben Veranstalter dazu entschlossen hatten, in einem offenen Brief an die Betreiber der Clubs zu treten und sie aufzufordern, sich von den Aussagen dort angebrachter Botschaften zu distanzieren. Gleichzeitig baten sie um eine Stellungnahme. Die folgte auch prompt am vergangenen Donnerstag, indem die Betreiber erklärten, man wolle die Plakate nicht abhängen. In einem langen Facebook-Post berufen sie sich stattdessen auf die Meinungsfreiheit: "Diese Meinungen wenden sich gegen die politischen Maßnahmen in der Corona-Politik. Das Thema Corona und der Umgang damit wird innerhalb der Belegschaft und auch der Eigentümer kritisch diskutiert. Wir sind uns aber alle einig, dass man die Meinung des Anderen tolerieren muss." Man wolle aber nun seitens der Club-Betreiber Platz schaffen für "Meinungen von Maßnahmenbefürwortern".


Zwar distanzieren sich die Betreiber auch von "Rassismus, Nationalismus, Faschismus, Extremismus und Gewalt", dennoch nehmen sie gleichzeitig möglicherweise entstehende Kollateralschäden billigend in Kauf. "Vielleicht hat ein Autor in einem anderen Kontext Äußerungen getätigt, die mit unserer Auffassung, den Auffassungen unserer Besucher oder Auffassungen unserer Geschäftspartner nicht vereinbar sind. Vielleicht kann man eine Quelle als 'rechtspopulistisch' oder 'verschwörerisch' ansehen, weil dort auch solche Inhalte möglicherweise veröffentlicht wurden. Demokratie steht für das Recht, jegliche Meinung äußern zu dürfen, solange diese nicht gesetzlich verboten ist. Wir bieten ein Forum für Meinungen, die sonst keinen Platz mehr bekommen. Wir werden die Wände nicht abbauen", so die Betreiber weiter.

In den letzten Tagen hat sich nun auch das Clubkombinat, der Verband der Party- und Clubbetreiber, zu Wort gemeldet und einen offenen Brief (Link zum offenen Brief) verfasst. Für sie reicht es nicht aus, sich einfach nur per Wort zu distanzieren. "Eine echte Distanzierung wäre, keinen Raum zu bieten, in dem Grenzen verwischt und Fakten verklärt werden. Der Schaden, der durch Eure Wandaktion an den Außenfassaden Eurer Clubs entsteht, ist groß", heißt es in dem Brief. "Ihr treibt damit eine bewusste Spaltung unserer Gesellschaft und vor allem Club und Kulturszene unmittelbar voran." Für das Clubkombinat ist es "mehr als naiv, eine offene Plattform für Corona-Kritik zu betreiben, obwohl allseits bekannt ist, wie sehr Pandemie-Leugner, Verschwörungstheoretiker, antisemitische, sowie rechtsnationale Strömungen miteinander verwoben sind und wie sehr Radikale diesen Diskurs aktiv für ihre Zwecke instrumentalisiere".

Weiter heißt es in dem Schreiben: "Niemand verbietet den Betreiber*innen und den Verfasser*innen der Inhalte, ihre Meinung frei zu äußern. Sie müssen jedoch mit den Konsequenzen leben. Die nicht nur logische Konsequenz, sondern das entschiedene Mittel ist unsere klare Distanzierung von solch relativistischen, instrumentalisierenden und falschen Aussagen, die die Plakatwand zieren. Eine weitere Konsequenz ist, dass wir jegliche Zusammenarbeit mit den betroffenen Clubs und Veranstalter*innen konsequent abbrechen und nicht im Zusammenhang mit ihnen stehen wollen."

Ob nun tatsächlich ein Rausschmiss droht, bleibt offen. Dennoch ist es sicherlich ein klares Zeichen, das hier das Clubkombinat aus Hamburg setzen möchte, und trotz der harten Worte scheint man in Hamburg eher auf eine friedliche Lösung zu hoffen: "In Ausübung unserer Funktion stehen wir weiterhin für vermittelnde Gespräche mit allen Beteiligten bereit." Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Lage in der Hansestadt entwickelt.

Bis wir in die Clubs in Berlin dürfen, bis wir uns wieder in die Warteschlangen einreihen können, um dann durch die mythischen Schleusen zu schreiten, wird wohl noch eine unbestimmte Zeit dauern. Der Berliner Street-Art-Künstler Bibo hat aus der Not nun eine Tugend gemacht. Er baute nämlich kurzerhand einfach seine Lieblingsclubs in Miniaturformat nach.

 

„Ich wollte gern was machen, um daran zu erinnern, dass die Clubs geschlossen sind“, äußert sich Bibo gegenüber der B.Z.. Seinen richtigen Namen will der Künstler nicht verraten und auch sein Gesicht soll ein gut gehütetes Geheimnis bleiben. So viel ist aber dennoch bekannt, seit 2016 arbeitet er mit Pinsel und Farbe an seinen Popart-Dioramen aus Zigarettenschachteln. Fast schon gut durchdachtes Recycling für einen Club-Gänger. Seine Nachbauten der Berliner Clubs wie Kater Blau, Sisyphos, Lido, SO36, Wilde Renate oder auch das Berghain bestehen aus Holz, Verpackungsmüll, Ton und Papier.

Die Mini-Galerie-Ausstellung des nahe Lutherstadt Wittenberg aufgewachsenen kann man durch die Pandemie nur bei ihm zu Hause oder über seinen Instagram-Kanal instagram.com/bibostickas erleben. Inzwischen sind es auch bereits neun Clubs, die er nachgebaut hat. Insgesamt sitzt er zwischen 60 und 150 Stunden an einem seiner zwischen 20 bis 60 Zentimeter breiten Werke, die er in seiner Freizeit gestaltet, da er gerade eine Umschulung zum Mediengestalter macht.

 

Der erste Club den er so anfertigte, war übrigens das SO36, weil es nach seiner Aussage auch sein Lieblingsclub ist, dafür erntete er auch dickes Lob vom Club selbst. Sein Wunschziel ist übrigens, alle Clubs in Berlin nachzubauen, äußert er gegenüber der B.Z.: „Ich habe schon überlegt, alle zu bauen. Aber es sind bestimmt 200 Clubs, das dauert.“

Mittlerweile ist übrigens auch der Tagesspiegel auf ihn aufmerksam geworden. Etwas Besonderes ist es allemal und die Liebe zum Detail ist bei Bibo äußerst ausgeprägt, wenn man seine Kunstwerke betrachtet.




Zwar sind in Berlin die Clubs aufgrund der weltweiten Corona-Krise geschlossen, dennoch lässt sich auch derzeit noch so einiges berichten.
Die B.Z. hat in den vergangenen Tagen einen Bericht der etwas anderen Art über die Berliner Clubszene veröffentlicht.

Während Berlins Club-Kultur als einzigartig gilt, wirft die Berliner Zeitung in ihrem veröffentlichten Artikel einmal einen ganz anderen Blick auf das Nachtleben in der Hauptstadt und beleuchtet die Schattenseiten eben jener renommierten Clubs.
Laut dem Bericht der Zeitung hat der FDP-Politiker Marcel Luthe einmal bei der Senatsverwaltung für Inneres nachgefragt in welchen Clubs es am gefährlichsten für Besucher sei und welcher Orts es am kriminellsten zugeht.

Den vorliegenden Informationen zufolge ist der Spitzenreiter dieser Negativ-Liste der Club „The Pearl“ in Charlottenburg. Hier kam es im Jahr 2019 zu 125 angezeigten Straftaten, wobei es sich bei über der Hälfte, 66 Anzeigen, um genau zu sein, um Körperverletzung handelte. Dazu kamen 17 Anzeigen wegen Diebstahl, 8 Anzeigen aufgrund von Taschendiebstahl, 6 Fälle von Sachbeschädigung, sowie 5 Fälle von Nötigung/ Freiheitsberaubung/ Bedrohung. In 2 Fällen wurde ein Verfahren wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Außerdem kam es hier trauriger Weise sogar zu einer Vergewaltigung.

Auf Platz zwei der ermittelten Liste liegt der Club „Musik & Frieden“ an der Falkensteinstraße. Hier kam es 2019 zu 110 angezeigten Straftaten. Wobei es in dem Kreuzberger Club im Vergleich nur zu 8 Anzeigen wegen Körperverletzung kam. Die häufigste Straftat hier war demzufolge Taschendiebstahl, welcher 38 Mal angezeigt wurde, gefolgt von 25 Anzeigen wegen einfachem Diebstahl, sowie 17 Raubtaten. Bei weiteren 9 Anzeigen handelte es sich um Drogendelikte, 8 Anzeigen gab es aufgrund von Körperverletzung und auch hier kam es leider zu einer angezeigten Vergewaltigung.

Das „Kater Blau“ in Friedrichshain landet auf Platz drei der Liste. Im dem Club an der Holzmarktstraße ging es im Vergleich zu den bereits genannten Clubs wesentlich friedlicher zu. Im vergangenen Jahr kam es hier gerade einmal zu der Hälfte an Anzeigen mit insgesamt 55 Delikten, die sich wie folgt aufteilen, 13 Diebstähle, 12 Taschendiebstähle, dazu kommen 8 Anzeigen wegen Körperverletzung und 3 eingeleitete Ermittlungen wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz. Außerdem kam es auch hier zu einer angezeigten Vergewaltigung.

Auf Platz 4 landet das „Berghain“ in Friedrichshain mit 48 Anzeigen. Davon waren 11 wegen Diebstahl, 10 wegen Verstoß gegen das BtMG, 5 Mal wurde Sachbeschädigung angezeigt, sowie ebenfalls 5 Mal Taschendiebstahl. Hier gab es keine angezeigte Vergewaltigung.

Der „Salon zur wilden Renate“ in Friedrichshain landet auf Platz 5. Jedoch kam es hier im Jahr 2019 zu 23 angezeigten Straftaten. Häufigste Straftat war hier die Körperverletzung mit 7 Anzeigen, gefolgt von 6 Anzeigen wegen Diebstahl, sowie 6 Anzeigen wegen Taschendiebstahl. Auch hier kam es bedauerlicher Weise im vergangenen Jahr zu einer Vergewaltigung, jedoch wurde in dem Club in Alt-Stralau kein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz angezeigt.

Zu 18 Straftaten kam es im „Golden Gate“ an der Schicklerstraße, womit der Club in Mitte auf Platz 6 landet. Dabei handelte es sich um 6 Anzeigen wegen Diebstahl, 4 wegen Taschendiebstahl, sowie jeweils eine Anzeige wegen Körperverletzung und wegen einem Drogendelikt.

Friedlichster Club in dieser Liste und daher auch besonders lobenswert zu erwähnen ist das „About Blank“ am Marktgrafendamm in Friedrichshain mit lediglich 5 Anzeigen. Davon wurden 2 Diebstähle, ein Fall von Körperverletzung, sowie ein Fall von Beleidigung angezeigt. Eine weitere Anzeige wurde als „sonstige Straftat“ vom Senat für Inneres eingeordnet.

Zitat der Berliner Zeitung: „Wie berlinweit im letzten Jahr hat es auch verstärkt Vergewaltigungen in und an Clubs gegeben. Wir müssen über solche Taten sprechen, um niemanden in falscher Sicherheit zu wiegen, wenn – hoffentlich bald – auch die Clubs wieder eröffnen. Hier sind alle gefordert, aufmerksam zu sein, um solch widerliche Taten zu verhindern“, sagt der Abgeordnete Marcel Luthe (FDP)."

Alles in allem lässt sich sagen, dass es wohl in den Berliner Clubs ziemlich friedlich zugeht, man jedoch nicht zu leichtsinnig sein sollte. Was die ermittelten Zahlen jedoch für einen selbst auszusagen haben, sollte jeder für sich selbst bestimmen. Da der Artikel für mich einiges an Fragen offenlässt, zum Beispiel wie viele Clubs die Liste tatsächlich umfasst? Was nach dieser Liste als Berliner Club eingeordnet wird, da zum Beispiel der Club „The Pearl“ für mich nicht gerade das typische Beispiel für einen renommierten Berliner Techno-Club darstellt. Ebenso offen bleibt da die Frage, wie steht es um andere beliebte Berliner Clubs, wie das Sisyphos, Watergate, Rummelsburg, Tresor oder Kit Kat Club, da der Artikel eine Gesamtübersicht schuldig bleibt. Außerdem stellt dieser Bericht für mich höchstens einen eingeschränkten Blick dar und ist keinesfalls eine wirklich genaue Übersicht. Da die angegebenen Zahlen keine Aussage über das Ausmaß bestimmter Straftaten zulassen, so kann zum Beispiel ein angezeigter Taschendiebstahl auch ein verpeilt verlorenes Portmonee mit Ausweispapieren sein, wovon einfach nur angenommen wurde, es sei gestohlen worden. Die Polizei muss eben jede Anzeige erst einmal aufnehmen. Natürlich sollte man aber auch bedenken, dass eben jene aufgeführten Clubs dennoch einiges für das Wohlbefinden ihrer Gäste zu tun haben, ganz besonders die Clubs in denen es zu Vergewaltigungen gekommen ist. Ich kann an dieser Stelle nur sagen, dass man beim Besuch der Clubs daran denken sollte, dass Gewalt oder jemandem Schaden zuzufügen auf einer Party nichts zu suchen hat und jeder seinen Teil dazu beiträgt wie er mit seinen Mitmenschen umgeht. Aber genauso sollte jeder daran denken, wer so etwas beobachtet ist gefordert und sollte auf keinen Fall einfach wegschauen, weil es ihn schließlich nicht persönlich betrifft. Im einfachsten Fall kann nämlich jeder sich direkt an die Türsteher wenden und Bescheid geben, denn die sind genau aus diesem Grund vor Ort und auch die bemühtesten Türsteher können leider nicht überall zur gleichen Zeit sein.


Die vorliegenden Informationen stammen aus einem Artikel der B.Z., den Link zum Original-Artikel gibt es hier: In diesen Berliner Clubs passieren die meisten Straftaten

Eigentlich habe ich schon lange eine Gelegenheit gesucht ein paar Zeilen zu dem hier vorgestellten Video laut zu äußern. Also warum denn nicht am Sonntag darüber bloggen. Denn nicht nur die glasklare Erzählweise der bebilderten Liebesgeschichte in diesem Video überzeugt, selten konnte deutschsprachiger Pop in den vergangenen Jahren musikalisch so gut darstellen wie sich das Gefühlt von Liebe anfühlt. Paula machen das Gefühl damit tatsächlich fast schon auf eine Art greifbar. Nur wenig elektronischer Pop wirkt in dieser Form mit seiner Naivität dann auch noch so ehrlich als hätte man selbst diese rosarote Brille auf und selten fühlt sich so etwas so gut an.
Man sollte was nun komm allerdings auch nicht falsch verstehen, denn vorweg gesagt, Paula finde ich super. Doch nach dem im Jahr 2000 veröffentlichten Song „Als es passierte“, hatte bisher kein Song mehr geschafft das Niveau wieder zu erreichen und mich in der Form zu berühren, wie es eben jener damals tat. 1987 mit seiner dramatischen Geschichte einer Jugendliebe, war nun der erste Track und bisher auch der einzige Track, der mich wieder auf diese Art und Weise erreichen konnte. Hat der Song eben auch jene grandiosen Stärken im Einklang die ich an der Berliner Elektro-Pop Band Paula so sehr mag. Intelligenter, charmanter Wortwitz, eine herzerweichende Stimme, eine ehrliche Story, die Naivität, verspielte Melodien, sägezahnartige Basslines und fröhlich pulsierenden Pop Rhythmen. Lässt man sich in dieses Meer aus elektronischer Popmusik fallen, finde ich übertrifft der  „1987“, welcher im Februar des vergangenen Jahres veröffentlicht wurde, den großen Wurf der Band tatsächlich noch ein Stück und sollte deshalb zu guten Gelegenheiten auch immer wieder rausgekramt werden.




War in Berlin bisher der Kauf und Besitz von Cannabis zwar strafbar, so wurden aber dennoch kleine Mengen von bis zu 10 bzw. 15 Gramm zum eigenen Konsum toleriert. Diese Toleranz wird nun ab Dienstag den 31.März für das Problemkind unter Berlins Parks, den Görlitzer Park und auch für Schulen komplett aufgehoben.

Mit in Kraft treten der „Lex Görli“ bedeutet das, dass jeglicher Besitz, Erwerb und Konsum von Cannabis dort nun strafrechtlich verfolgt werden soll. Beschlossen wurde die Aushebelung der Toleranzgrenze und Verschärfung der Anwendung des Betäubungsmittelgesetzes von Justizsenator Thomas Heilmann, Innensenator Frank Henkel und Gesundheitssenator Mario Czaja ( alle CDU) und wird vorerst nur als Ausnahme im Görlitzer Park gelten, kann aber jederzeit auf andere Grünanlagen ausgeweitet werden, wenn Polizeipräsident und Generalstaatsanwalt Handlungsbedarf aufgrund ähnlicher Vorfälle wahrnehmen.

Der Drogenhandel im Görlitzer Park müsse „so unattraktiv wie möglich“ gemacht werden. „Gleichzeitig wollen wir den Ermittlern die Arbeit erleichtern, indem sich Dealer dort nicht mehr so einfach auf den Eigenbedarf berufen können“, äußert sich Innensenator Henkel. Justizsenator Heilmann spricht von einer „Lex Görli“. „Wir wollen die Käufer nicht mehr im Park dulden und so auch die Drogenhändler vertreiben“, sagt Heilmann weiter.
Während Kritiker ihre Bedenken äußern, dass sich damit der Handel lediglich in die umliegenden Straßen verlagern wird.  „Das ist für die Anwohner aber noch schlimmer. Handel und Konsum auf der Straße und in den Hauseingängen werden die Konflikte verschärfen“ äußerte sich die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Abgeordnetenhaus, Antje Kapek besorgt.

Auch die Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg Monika Herrmann ist sehr skeptisch dem gegenüber. „Die CDU sollte keine Sonderzonen einrichten sondern über eine andere Drogenpolitik nachdenken“, forderte sie deshalb und befürwortet das Model kontrollierte Abgabe von Haschisch und Marihuana in einem „Coffeeshop“ am Görlitzer Park.

Warum die Herren Senatoren der CDU nun mit der „Lex Görli“ ausgerechnet den friedlichsten Gesetzesbrechern Berlins das Handwerk legen wollen und in wie fern es das eigentliche Problem im Görlitzer Park lösen soll ist objektiv betrachtet schwer zu erkennen und kommt eigentlich fast einer Schulhofmentalität gleich, in dem man sich einfach an den vermeintlich schwächeren vergreift, da man nicht im Stande scheint Herr der Lage zu werden.
Zugeben hat der Handel im Görlitzer Park Ausmaße erreicht, die selbst die Lästigkeit der NABU-Promoter auf dem Alexanderplatz übertreffen. Sich deshalb an denen zu rechnen, die höchstwahrscheinlich ihr Cannabis noch nicht einmal im Görlitzer Park erworben haben könnte man in diesem Falle allerdings schon fast als realitätsfern bezeichnen und wirft die Frage auf ob sich die Herren mit der Entscheidungsgewalt, außerhalb von theoretischen Planungen und gelesenen Berichten, selbst einmal Bild von der Lage vor Ort verschafft haben.

Lässt sich abschließend eigentlich nur sagen arme Gesellschaftskiffer, die zwar erwiesener Maßen zu den friedlichsten Personenkreisen gehören und dennoch ab sofort im Görli als hochkriminell behandelt werden, aber ebenso muss man sagen, arme Polizei, die in diesem Fall wieder einmal zu Unrecht in ihrer Funktion als Exekutive Gewalt Berlins der Prellbock für die praxisfern und situationsfremd wirkenden Papierstrategien einiger weniger "Nicht-Kreuzberger" herhalten muss.

Wie hart die Polizei letztendlich diese Neuregelung umsetzen wird und kann, dass wird sich allerdings erst nach in Kraft treten zeigen.

Für den 01.April ab 18:00 ist jedenfalls bereits eine „Kiff-Inn“ Aktion gegen die Verfügung der „Lex Görli“ auf Facebook angekündigt worden, auf der bereits über 3.300 Menschen Interesse signalisiert hatten. Allerdings ist die Veranstaltung auf Facebook inzwischen aus derzeit nicht bekannten Gründen nicht mehr „verfügbar“, ob sich davon nun die Protestler bei solch einer erheblichen Zahl abhalten lassen werden sei mal an dieser Stelle dahin gestellt. 


Die legendäre Düsseldorfer Band Kraftwerk gilt weltweit als der Wegbereiter für künstlich erzeugte Musik und wurde letztendlich dafür auch bereits von höchster Instanz dem „Museum Of Modern Art“ geehrt.
Die BBC veröffentlichte nun am 30. Januar 2015 eine knapp 60 Minuten lange Dokumentation über die bereits 4 Dekaden andauernde Geschichte der Band. Zu sehen sind unter anderen viele neue Interviews über die Band, reichlich unbekannte Filmaufnahmen aus dem Archivmaterial, inklusive einem Livemitschnitt der legendären „Computerworld-Tour“ von 1981, sowie Ausschnitte des letzten jemals geführten Interview mit Ralf Hütter.
Des Weiteren enthält die BBC4 Dokumentation von Simon Witter weitere seltene Filmaufnahmen, wie zum Beispiel einen Live-Auftritt der Band mit „The Robots“ aus dem französischen Fernsehen und vielen weiteren unbekannten Tour Mitschnitten.

Zu sehen ist die Dokumentation in HD, zwar vorerst nur in englischer Sprache, aber sobald eine deutsche Übersetzung vorliegt, werden wir euch mit einem Update auf dem Laufenden halten.


Der am 05. März in Queens geborene John Frusciante gilt bei vielen Fans als legendärer Gitarrenspieler mit sehr bewegtem Lebenslauf. Bekannt wurde er von 1988 an als Gitarrist der Red Hot Chili Peppers, die er nach nur vier Jahren aufgrund von Depressionen und seiner schweren Heroin-Sucht bereits 1992 wieder verließ. Nach drastischen Jahren, die geprägt waren durch seine Abhängigkeit und dem Kampf dagegen, kehrte er schließlich 1998 wieder zur Band zurück, bis er sie 2008 erneut verließ um sich auf seine Solo-Projekte und der wachsenden Hingabe zur elektronischen Musik zu widmen.
Seinen Hang zu elektronischer Musik, wie Acid House und experimentellen Klängen lebt er bereits seit einigen Jahren mit wachsender Fan-Gemeinde unter dem Pseudonym Trickfinger aus.
Für den 06. April 2015 wurde nun die Veröffentlichung seines Debütalbums angekündigt. Erscheinen wird die LP auf dem Label Acid Test und insgesamt 8 Tracks enthalten. Frusciante selbst beschreibt den Stil des Albums als „experimentellen Acid House“ und ist begeistert von der neuen Art der Selbstverwirklichung  „Ich hatte das Interesse am traditionellen Songwriting verloren“, schreibt Frusciante, „und war begeistert, neue Methoden des Musikmachens zu entdecken. Ich umgab mich mit Maschinen, programmiert erst eine und dann eine andere und genoss diesen faszinierenden Prozess vom Anfang bis zum Ende.“

Eine Vorschau auf den Sound des hauptsächlich mit analogen Geräten produzierten Albums bietet der erste Track des Albums „After Below“, den gibt es nämlich bereits vorab zu hören.

Tracklist:
After Below
Before Above
Rainover
Sain
Exlam
85h
4:30
Phurip


Wer am Freitagabend noch nichts vorhaben sollte, dem legen wir an dieser Stelle einen Besuch im Prince Charles nahe. Denn da gastiert die Drumpoet Community und dass bedeutet klasse House Sound mit viel Attitüde und Persönlichkeit.
Freuen darf man sich auf John Daly live, Washerman und Labelboss Alex Dallas.

Drumpoet Community Exposé at Prince Charles

Freitag 30 Jan 2015, 23:00 - 08:00
Prince Charles, Prinzenstrasse 85; Friedrichshain-Kreuzberg;

John Daly (live)
Washerman
Alex Dallas

Facebook: www.facebook.com/events/1569441263292016
Resident Advisor: www.residentadvisor.net/event.aspx?643384

Für einen Platz auf der Gästeliste schreibt uns Mail bis Freitagnachmittag mit dem Betreff: "Drumpoet Community Exposé at Prince Charles" an gewinne@dasschoeneleben.com. Die Gewinner werden von uns am Freitagabend benachrichtigt.


Seinem Sound hat Daniel ganz klar dem Techno verschrieben, vor kurzem gründete er sein eigenes Label „Neuhain“. Auch seinen Gigs in Ländern wie den USA, England und weiteren Teilen Europas eilt mittlerweile sein Ruf voraus, denn längst steht Daniel Boon für einen unvergleichlichen und kraftvollen Sound, der seines gleichen sucht.  Wir haben uns mit Daniel getroffen und über Techno, die Label-Gründung, Ziele und Zukunft gesprochen.




1.) Vor einiger Zeit hast du dein ganz eigenes Label Neuhain an den Start gebracht. Wie kam es zu dem Namen? Bestehen Bezüge zu Friedrichshain und Neukölln oder welche Bewandtnis steckt dahinter und warum noch ein Label, was hat dich zur Gründung veranlasst?

Ja der Name gründet sich aus Neukölln, wo Ich aufgewachsen bin und Friedrichshain, wo Ich jetzt schon seit über 10 Jahren lebe und arbeite. Ich wollte etwas haben, was nur mir ganz allein gehört, wo Ich entscheiden kann was veröffentlicht wird, Style mässig ist Neuhain auch eher auf Techno ausgerichtet, auch wenn es vereinzelt mal nach Techhouse klingt.


2.) Wenn man sich deine Auswahl der Künstler für Neuhain so anschaut wird schnell klar, dass es hier vor allem um Techno geht. Wie wichtig ist dir Techno selbst und wie sehr lebst du das Statement der Techno-Subkultur, bzw. in wie weit ist es dir heutzutage noch möglich dieses zu leben? Immerhin kennst du Techno noch aus Zeiten des alten Tresors.

Für mich ist das sehr wichtig, Klar lebe Ich das nicht mehr so wie Ich noch jünger war, aber da ging es auch mehr darum jedes Wochenende feiern zu gehen. Heute ist es mehr ein Job geworden, aber Trotzdem ein Job den Ich gerne mache. Privat weggehen ist eher selten geworden nur noch zum Spielen. Ich bin aber trotzdem noch vor jedem Gig aufgeregt, egal wie groß der Club ist.

 
3.)Was glaubst du, warum fasziniert dich nun schon seit so vielen Jahren diese harte, treibende elektronische Musik? Was sind für dich die positiven Dinge die Techno in dein Leben bringt?

Um ehrlich zu sein, hab Ich vor einiger Zeit mal gesagt, Ich möchte nicht mehr so hart auflegen, weil ich zu alt dafür bin. Jetzt sage Ich genau dasselbe über die softere Richtung, aber für mich ist Techno jetzt mehr denn je mein Style. Ich würde sagen Ich selber bin Erwachsener geworden, Ich war die ganze Zeit auf der Suche nach meinem Sound und den habe Ich endlich gefunden.


4.) Für das Label Neuhain haben sich mit Thomas Schumacher, DJ Rush und Broombeck ein paar echte Kracher als Artist gefunden. Wie sehr spielt der Bekanntheitsfaktor bei Neuhain eine Rolle und nach welchen Kriterien wählst du die Künstler aus?

Für die ersten Releases wollte Ich schon Künstler als Remixer haben, die bekannter sind, um einfach etwas mehr im Fokus zu sein. aber später soll das nicht im Vordergrund stehen, natürlich freue Ich mich, wenn bekannte Künstler bei mir Release, aber dabei geht es mir dann eher um die Musik. Ich wollte schon immer die Look And See von DJ RUSH Remisen und da ich jetzt auch in der selben Bookingagentur bin wie er, habe Ich ihn einfach mal gefragt und er meinte kein Problem, Ich könnte sogar das Original rausbringen, was es bis dato noch nicht Digital gibt. Das ist natürlich eine große Ehre für mich.


5.) Du hast bestimmt in der Vergangenheit bereits viel darüber gesprochen und das Magdalena hatte bis zu seiner Vertreibung vom Spreeufer eine durchwachsene Geschichte. Wie sehr hat es dich damals persönlich getroffen und wie hat sich das geäußert? Resignation, Wut oder Trauer, was war es bei dir wenn du an die Media-Spree-Geschichte denkst.

Die Mediaspree hat mich persönlich noch nie wirklich interessiert, das hat auch überhaupt nichts mit der Schließung der Magdalena zu tun gehabt. Für mich war es schon ganz schön hart, Ich  hab ja nicht nur 2 Jahre da verbracht, sondern damals auch schon meine erste Ostfunk Party da veranstaltet und somit über 10 Jahre in der Location verbracht und dann der Gedanke, da nie wieder spielen zu dürfen, ging schon tief. Aber zum Glück haben wir schnell eine neue Location gefunden, die wir auch langfristig bespielen können und die wir aktuell gerade ausbauen.
In der Zeit der Schließung muss Ich ehrlich sagen, dass Ich endlich mal Zeit hatte um mich selbst als Künstler zu kümmern und das hat auch alles sehr gut gefruchtet, neue Bookingagentur und etliche Releases auf guten Labels.



6.)Wo sich eine Tür verschließt, da öffnet sich häufig eine andere, so öffnet das Magdalena demnächst  anderenorts seine Türen. Kannst du schon etwas erzählen? Wo geht’s hin, wie wird es aussehen, worauf dürfen sich Gäste einstellen und wie wird das Soundkonzept aussehen?

Der Standort wird wieder in Friedrichshain sein, mit großem Außengelände und etwas größeren Indoor-Floors. Das Soundkonzept wird auch ganz neu umgesetzt, wir werden mit einer ganz neu Konzipierten Anlage arbeiten, aber Ich möchte noch  nicht verraten mit welchem Hersteller, das soll eine Überraschung werden.


7.) Kannst du schon Künstler oder Veranstaltungsreihen benennen, die in der Zukunft dort zu finden sein werden?

Veranstaltungsreihen noch nicht wirklich, wir haben uns noch nicht endgültig entschieden, wie viele Fremdveranstalter es geben wird. Auf jeden Fall werde Ich Ostfunk Partys machen.
Für 2015 haben schon Künstler wie DJ RUSH, Sam Paganini, Johannes Heil, Thomas Schumacher, Broombeck, Drumcomplex, Anthony Rother, Drauf & Dran zugesagt, um nur einige zu nennen.



8.) Nun bist du Label-, sowie Clubbetreiber, ebenso Künstler und hast sicherlich auch ein Privatleben. Wie schaffst du es das alles so zu managen, dass alles unter einen Hut passt?

Man braucht ein gutes Team hinter sich, was einen viel Arbeit abnimmt, und das habe Ich.
 

9.) Was ist für dich dabei Job und was ist für dich Passion?

Eigentlich ist für mich alles Passion. Natürlich gibt es ab und zu Gigs, wo man sich fragt, was mach Ich hier eigentlich, aber trotzdem macht es am Ende Spaß.


10.) Dein letztes Release auf Neuhain war Falling Skies, ein verheißungsvoller Titel. Worauf kann man sich bei dem nächsten Release von dem legendären DJ Rush freuen?

Auf drei tolle Remixe. Einmal von mir alleine, dann hab Ich noch einen mit Marco Remus gemacht und zum Schluss Marco noch mit einem befreundeten Künstler. Das Release erscheint Anfang Februar.



Links:
facebook.com/DanielBoon.official
soundcloud.com/danielboon
residentadvisor.net/dj/danielboon
www.danielboon.net





In dem melancholischen Deep House Pop Track „Run Away From The Sun" von Matias Aguayo geht es grob gesagt um das Nachtleben eines Vampirs.
Vergangenen Mittwoch wurde nun das passende Video zum Track veröffentlicht. Regie bei dem außergewöhnlichen Video führte Sander Houtkruijer (sanderhoutkruijer.com), der unter anderem auch für das Beatsteaks Video von „Gentleman Of The Year“ verantwortlich ist.
Rausgekommen ist eine witzige Story, verfasst in klaren Bildern, über einen Vampir mit der Leidenschaft zu Nahrungsmitteln, Kochen und eine Kochshow.


Run Away From The Sun
music by Matias Aguayo
directed by Sander Houtkruijer




Mit dem Trabi durch die Tiefen Mecklenburgs, über die Müritz und bis nach Rostock. Wie gut, dass die DDR-Pappe äußerst schwimmfähig ist und ich gerade beim sortieren meiner Plattensammlung durch einen glücklichen Zufall auch mal wieder über diesen Track von Kombinat 100 gestoßen bin. Der ganz praktisch auch noch dieses wirklich witziges Video besitzt. Zwar lässt in Zeiten von 4K die Qualität des Mecklenburger Road-Movies etwas zu wünschen übrig, was das Video aber auch zugleich irgendwie authentischer macht, so dass Track und Video auf ihre nostalgische Art und Weise eigentlich perfekt geeignet sind, sie für das schöne Leben einmal wieder auszugraben.

Der Rote Bill wurde im Jahr 2006 auf der Wustrow E.P von Kombinat 100 als Acker 01 und 2007 auf dem Album der Kombo „Wege Übers Land“ veröffentlicht.



Für dieses Wochenende sollte man den Samstag rot im Kalender anstreichen, denn am Samstag
feiert Freudentaumel sein dreijähriges im Ritter Butzke und hat anlässlich dessen richtig dickes Programm aufgefahren. Alien Alien, Dave Aju, Hrdvsion, Dwig und Rampue wurden als Headliner für dieses Spektakel gewonnen und wir werden mit DJ Set vor Ort zum Geburtstag vertreten sein.

Drei kommt von Herzen. Drei heißt: Eins für deinen Bruder, eins für deine Schwester und eins für dich. Von drei kannst du immer eins abgeben. Drei ist Zahl gewordene Liebe. Und diese Liebe teilen wir mit euch - seit genau drei Jahren.

3 Jahre Freudentaumel at Ritter Butzke   

Samstag, 6 Dez. 2014 - Sonntag, 7 Dez 2014, 23:59 - 23:59
Ritter Butzke, Ritterstrasse 24; Kreuzberg; 10969 Berlin;

Line-up:
Alien Alien, Dave Aju, Hrdvsion, Dwig, Rampue (LIVE!), Uriah Klapter, Filburt, Jan Oberländer, Fog Puma, Delfonic, Smith & Smart, Lassmalaura & Elliver, Kuriose Naturale, Freudenthal & Sado Opera (LIVE!), Jubeljette, Ryan Mathiesen, Roberto Savaggio (LIVE!), Andre Schaf, Hache, Stefan Lange, Pdee & Miriam Schulte, Robert Smith, 4X Sample Beatboxcrew, Stinoe, Igor Amore, Ey Scholle, Hitlawine & Ossi Griletti, Heimlich Knüller, Chris Hanke, Kevin Beyer, Andie Magnete, Maik Gyver, Lotte Ahoi, Frau Rehberg ihr Sohn

Visuals:
TRIGGER.CH

Game & Performance:
ENTOURAGE

Facebook: https://www.facebook.com/events/280427112168298/?fref=ts
Resident Advisor: http://www.residentadvisor.net/event.aspx?647149

Natürlich verlosen wir wieder 2x2 Gästelistenplätze für die Sause am Samstag, schreibt uns einfach bis Freitag an gewinne@dasschoeneleben.com eine Mail mit dem Betreff „3 Jahre Freudentaumel at Ritter Butzke“, die Gewinner werden wir dann bis Samstag Nachmittag per Mail benachrichtigen.

Das Webmagazin iHeartBerlin veröffentlichte vor einigen Tagen ihren „Christmas & Design Market Guide to Berlin“.
Ein äußerst hilfreicher Guide, wie wir in der Redaktion vom schönen Leben finden, denn dieser ist bietet neben wirklich interessanten Tipps für einen lohnenswerten Weihnachtsmarktbummel, ebenso den Glühweinfetischisten eine alternative Route zum Touristen überlaufenen Alexanderplatz und für den Weihnachtsmarktmuffel die Gelegenheit dem ganzen Chrismas-Spektakel erfolgreich zu entgehen.
Genauso hilfreich ist auch der Weihnachtsmarktfahrplan, inklusive aller S- und U-Bahnen Linien zum den Märkten, bzw. für die erfolgreiche Umgehung dieser.
Die Übersicht über die verschiedenen Weihnachtsmärkte ist auf jeden Fall, egal ob Weihnachtsmuffel oder Glühweinfetisch einen Blick wert und unter folgendem Link zu finden.

http://www.iheartberlin.de/2014/11/25/a-christmas-design-market-guide-to-berlin/






Alternativ empfiehlt sich an diesem Wochenende der Besuch in der Prinzenstrasse 85 in Kreuzberg. Dort feiert nämlich Freitag die Veranstaltungsreihe TOYS ab 23:00 im Prince Charles ihre zehnte Auflage.
Damit es zum runden Jubiläum auch eine runde Sache wird hat man sich für diesen Abend ein ausgewähltes Line Up zusammen gebastelt und wartet unter anderem mit Acts wie XXXY, Locked Groove und Avalon Emerson auf.

Toys #10 at Prince Charles

Freitag 28 November 2014, 23:00 - 09:00
Prince Charles, Prinzenstrasse 85; Friedrichshain-Kreuzberg; 10969 Berlin;

Lineup:

XXXY (Rinse / Ten Thousand Yen), LOCKED GROOVE (Hotflush / Permanent Vacation), AVALON EMERSON (Icee Hot / Spring Theory), ASA 808 *live (ManMakeMusic / TOYS), NGHT DRPS *live (Through My Speakers), CutOff!CutOff! *live (Exposure Music / TOYS), Blank DJs (Paintitblank / Mannheim), NORR (Casual Lab)

Facebook: http://on.fb.me/1y8smHC 
RA: http://bit.ly/1uAuOJa



Für Toys #10 am 28.11. verlosen wir 2x2 Gästelistenplätze, einfach eine Mail an gewinne@dasschoeneleben.com mit dem Betreff „Toys #10 at Prince Charles“ bis Freitag 18:00 senden. Die Gewinner werden anschließend von uns bis 20:00 Uhr dann benachrichtigt.





HearThis.At ist eine neue Cloud, von deren Name man sich nicht täuschen lassen sollte. Denn nicht nur, dass die Betreiber eigentlich aus Chemnitz stammen und nicht wie der Name vermuten lässt aus Österreich, kann man mit dieser Seite auch viel mehr als nur Musik hören bzw streamen. 

Durch Zufall stieß ich vor einigen Wochen auf die Seite HearThis.At, denn diese machte sich in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter innerhalb kurzer Zeit immer mehr Freunde unter meinen digitalen Freundschaften. Tatsächlich entdeckte ich auch nach kurzer Anmeldung auf viele bekannte Profile, die ich von Soundcloud kenne.
Nicht der einzige Vorteil, den die noch junge Seite anbietet. Denn gerade im Thema Funktionsumfang und ein sehr durchdachtes System zeigen dem Markt Giganten wie man eine Cloud nutzerfreundlich, logisch und vor allem weites gehend Bug frei gestaltet. Denn während SoundCloud sich mit seinen ständigen Veränderungen immer mehr verbugt und Mixcloud prall gefüllt, wie die Werbepause am Sonntagabend auf den Privaten ist, bietet HearThis.At ein glänzende Alternative zum Streaming und Sharen der eignen Musik, werbefrei und im Gegensatz zu Soundcloud müssen die Nutzer auch keine 9 EUR für ein paar Gigabyte bezahlen.


Eigentlich möchte man schon fast sagen willkommen auf der Cloud 2.0, denn neben den Standardfunktionen, die die meisten Clouds anbieten, wie z.B. eigenes Profil, Streaming, Downloads, Statistiken, Tracklisting kann Hearthis.At mit ein paar echt guten Neuheiten und Problemlösungen aufwarten. Denn so ziemlich jeder Multi Cloud Nutzer kennt das Problem, neue Sets müssen mühsam auf jede einzelne Cloud geladen werden. Nicht bei HearThis.At, denn die Webseite macht ein längst schon logische Konsequenz zum Standard, nämlich das Einbinden von Streams von anderen Clouds im Profil. Selbst Podcasting via Cloud, woran Primus SoundCloud auch heute noch im Zeitalter von HTML 5 scheitert, macht sie ganz bequem dank RSS Feed möglich. Somit wird das Einbinden auf Anbietern wie iTunes für jeden zum Kinderspiel.

Interessant für die richtigen Netzwerker ist auch die kartografische Einbindung seiner Musik und mit dem Artist Taggig verpasst man keinen Upload seiner Sounds im Netzwerk. Auch wer mit mehreren Profilen arbeitet darf sich freuen, denn diese können auf HearThis.At miteinander verbunden werden, so dass man bequem zwischen den Profilen hin und her switchen kann.

Seit kurzem steht auch eine funktionierende App für mobile Geräte bereit, das scheint nämlich auch eher die Ausnahme, mal abgesehen von Mixcloud, bei den Cloud-Netzwerken zu sein. Leider bisher vorerst nur für Android, Apple Nutzer müssen weiterhin auf die angebotene Ersatz-App auf SoundCloud Basis zurück greifen. (Update: App für iOS gibt es mittlerweile: https://hearthis.at/soundflake)


Die Neuerfindung des Rads kann HearThis.At im Punkto Grafik zwar nicht bieten, schlicht und einfach ist diese gehalten, ein bisschen wirkt es auch sehr ähnlich gegenüber SoundCloud, dafür aber optisch auch gelungener und nicht so klobig gegenüber dem Klassenbesten.
Mitunter sind zwar manche tiefergehende Einstellungen in der Menü-Führung nicht sofort ersichtlich und in einem Fall gibt es denselben Menünamen für zwei verschiedene Einstellungen. Dennoch überwiegen die vielen Vorteile und Funktionen, welcher bereits der Free Account gegenüber seinen Mitbewerbern anbietet.


Ebenfalls positiv erwähnen sollte man die Dynamik des Cloud Netzwerks, denn zwar kann HearThis.At nicht mit annähernd vielen Nutzern wie Soundcloud oder Mixcloud aufwarten aber bereits wenige Nutzer sorgen hier für ein ereignisreiches Cloud-Networking.

Wem der kostenlose Funktionsumfang nicht ausreicht, der kann sich zwischen zwei Varianten des Upgrades auf Premium entscheiden. Diese kann sich dann aber auch mit Preisen von 1,- bzw. 2,- EUR im Monat fast jeder leisten. Zahlen muss jedoch nicht der kleine Künstler, sondern die, die mit der Promotion auch Geld verdienen. Denn anders als üblich wird der Upload nach Plays begrenzt, hat man also 5000 Plays als Gesamtsumme erreicht, kann man als Free Account nichts mehr hochladen. Das klingt doch beinahe nach Robin Hood, denn unbekannte Künstler können sich breitgefächert kostenlos präsentieren, während hier die sogenannte Netzwerkgiganten wie Major-Labels zur Kasse gebeten werden, aber die können sich den Spaß wohl auch eher leisten.

Wir glauben an frei nutzbare Produkte und Dienstleistungen. Wir denken, dass jeder Künstler so viel Platz für seine Kreativität zur Verfügung haben sollte wie er benötigt. Das Wichtigste: wir wollen Musikern, Bands und DJs keinerlei Limitierungen auferlegen.
Wir bitten daher alle Artists um ihre Unterstützung, um weiterhin kostenlose Dienste anbieten zu können und bieten exklusive Features als Dankeschön an. Hilf uns für all die jungen, talentierten Musiker da draußen kostenlos zu bleiben!
 


Bleibt für HearThis.At nun letztendlich nur noch abzuwarten wie sich die Cloud aus Chemnitz entwickeln wird, denn in Funktionsumfang, Nutzerfreundlichkeit und Idee könnte die Cloud mit dem schwierigen Namen und Herz für Künstler seinen Mitbewerbern ohne Probleme die Stirn bieten.  

mehr: www.hearthis.at
  

Bei den beiden Berliner Mathias und Thomas ist der eigene Künstlername Programm. Gemeinsam sind sie seit 2011 als SoKool unterwegs. Eine „Symbiose aus sympathischem Rauschzustand und spürbarer Liebe zur elektronischen Musik“ beschreibt ihr Pressetext passend das Projekt der beiden. Denn tatsächlich zählen die beiden Senkrechtstarter zu den großen Berliner Talenten. Nach der Veröffentlichung von "Himmy Jendrix" auf dem Get Physical Tochterlabel Poesie Musik erschien vor kurzen der nächste Kracher mit Namen "City Of Ghosts" auf Heinz Music, Sub-Label von Katermusik. Wir waren neugierig und haben den beiden einmal genauer auf den Zahn gefühlt über Musik, die Arbeit als Duo, wie man sich eigentlich so in Berlin als Act zusammen findet und das neueste Release.  


Als erstes sollten wir vielleicht einmal über euren ungewöhnlichen Projektnamen „SoKool“ reden. Wie seid ihr darauf gekommen und was für eine Bedeutung steckt dahinter?

Matze: Wir haben einen Namen für unser Projekt gesucht und übers. Telefon Brainstorming betrieben. Nach etlichen witzigen Namen meinte Thomas auf einmal, das ist nicht Sokool und da war er entstanden. 
Thomas: In unserer “sokoolen“ Szene, in der es viele koole und noch so viel „koolere“ Menschen gibt, ist es schwierig ernst bzw. für voll genommen zu werden, sobald man nicht ins Bild passt; sei es der Sound, oder das Aussehen! Das finden wir nicht Sokool! Wir sind offen für alles und das ist der Name auch! Ihr wart vor SoKool noch in anderen Projekten aus verschiedenen Musikrichtungen aktiv.


Erzählt doch mal, was waren dass für Projekte und aus welchen Musikrichtungen kamen diese? Inwieweit haben diese euch in eurer Entwicklung beeinflusst, bzw. beeinflussen euch noch heute?

Thomas: Ja ich war früher in einer Hip Hop Combo, namens Die Sekte und habe vierzehn Jahre lang Hip Hop gemacht. Ich habe aber parallel dazu mit fünfzehn angefangen Techno zu lieben. Mit siebzehn kaufte ich mir meinen ersten Rechner und Plattenteller. Und von da an ging es los.
Matze: Ich habe vor ca. 10 Jahren angefangen Musik auf dem Computer zu produzieren. Damals noch mit meinem jüngeren Bruder Marius, auch als Re.You von Mobile bekannt. Als Kind ging ich bis zu meinem 14 Lebensjahr zum Keyboardunterricht, das Hilft mir heute noch bei meinen Produktionen. Vor 5 Jahren kam ich dann aus Liebe zur Musik nach Berlin. In dieser Zeit habe ich ein Studium abgeschlossen und hatte ein Pop-Projekt mit einer damaligen Freundin zusammen, dass dann aber kurz vor unserem eigentlichem Start wieder auseinander ging.


Wie hat sich die Sache mit euch beiden und eurem Projekt eigentlich entwickelt? Wie seid ihr beide aneinander geraten?

Matze: Thomas habe ich bei der Brillenfirma ic!-Berlin kennengelernt. Dort habe ich mein fünfmonatiges Praxissemester absolviert und bin bei ihm für eine Woche in der Brillen-Produktion gelandet. Wir haben uns dann einfach mal zum Produzieren verabredet und da war auf jeden Fall gleich der Flow drin.
Thomas: Wie Matze schon sagt, haben wir uns bei ic!-Berlin kennengelernt. Ich bin der Meinung, das war liebe auf den ersten Sound, und das hört man auch.


Warum hab ihr euch dafür entschieden als Duo unterwegs zu sein, was macht den besonderen Charme? Wie wirkt sich das auf eure Pro- duktionen und wie auf eure Gigs aus?

M&T: Zusammen hat man doppelt so viel Power, doppelt so viel Kreativität, doppelt so viel Spaß beim Produzieren und noch viel mehr Spaß beim Reisen. Mathias: Ich muss ehrlich gestehen, ich weiß nicht ob ich es alleine bis hier her geschafft hatte und bin sehr dankbar, Thomas in meinem Leben getroffen zu haben. Thomas: Zusammen sind wir stark!! Matze ist wie ein Bruder für mich. Nein!!! Er ist mein Bruder.
ICH LIEBE DICH KEULE!!!


Wer gibt die Impulse bei Auflegen, bzw. Produzieren oder wie ist das verteilt? Macht jeder den gleichen Anteil oder gibt es einen der beim produzieren bzw. auflegen den anderen antreibt?


M&T: Beim Auflegen lassen wir uns treiben und geben uns gegenseitig die Impulse. Das kann man sich so vorstellen: Wenn einer von uns gerade sphärisch spielt und der andere darauf eine etwas groovigere Nummer, dann verstehen wir es automatisch in welche Richtung es gerade gehen soll. Beim Produzieren kann es vorkommen, dass man in ein kreatives Loch fällt, das über Tage andauern kann. Dann ist es im Idealfall so, dass der Partner gerade mehr Output hat und kreativer ist.


Ihr habt inzwischen eine Reihe an Gigs, in den unterschiedlichsten Clubs in den verschiedensten Ecken Europas hinter euch gebracht. Wo spielt ihr am liebsten und gab es da ein interessantes Ereignis, welches auch für euch außergewöhnlich war?

M&T: Wir haben keinen Club in dem wir am liebsten spielen. Für uns ist es nur wichtig, dass die Leute Spaß an unseren Sets haben und verstehen, was wir da oben machen. Jeder Auswärts Gig ist für uns ein Abenteuer.


Was muss ein guter Track mitbringen damit dieser für euch im Club funktioniert?

M&T: Gefühl und Groove :)


Wie entstehen eure Tracks, bzw. wie produziert ihr und habt ihr Lieblinge unter den eigenen Tracks?

Matze: Je nachdem wie wir gerade drauf sind. Entweder wir halten unsere Ideen zu Hause fest und bauen sie dann gemeinsam im Studio aus, oder wir treffen uns gemeinsam im Studio und beginnen etwas komplett Neues. So ist auch die aktuelle City of Ghost auf Heinz Music entstanden. Innerhalb von vier Stunden hatten wir sie zusammen mit unserem Mr.Schug eingejammt. Das war ganz großes Kino :)
Thomas: Ich könnte keinen Track bauen, wenn ich kein Gefühl, oder eine Eingebung habe. Nix entsteht einfach so, es hat alles einen Grund.  Ich arbeite am liebsten mit Mathias zusammen im Studio, weil da die besten Sachen entstehen. Oft ist es aber wie gesagt auch so, dass wir  Skizzen mit ins Studio bringen. Dann rasten wir meistens erstmal eine Runde darauf aus und feiern uns! Danach setzen wir uns ran und bauen die Ideen aus.


Wie seid ihr zu Heinz Music gekommen und wie kam es zu der EP?

T&M: Der Kontakt zu Marcus entstand dadurch, dass wir zusammen auf einer Party im Chalet in Berlin gespielt haben. Später haben wir ihm dann einfach unseren Song per E-Mail geschickt und gefragt, ob es denn nichts für sein Label Heinz Music ist.


Welche Bedeutung hat für euch das Release und welche Geschichte steckt hinter dem Namen „City of Ghosts“?

Matze: Das Release hat für uns eine große Bedeutung, da es unseren Sokool Sound zu 100 Prozent widerspiegelt. Es ist für uns sehr motivierend, wenn wir mitbekommen, wie gut diese Nummer ankommt. 
Thomas: City of Ghosts !  Stadt der Geister!  Das spiegelt Berlin wieder. Wenn man Freitag losgeht ist noch alles Kool. Sonntag findet man dann auch schon die ersten Spukgestallten, die durch die Straßen Berlins ziehen.

Booking: Holgistar@kiddazfm.de
www.facebook.com/sokool.berlin
https://soundcloud.com/sokool-musik



Vor einer Weile hatten wir euch bereits die sehenswerte Video-Zusammenfassung der diesjährigen Nation Of Gondwana vorgestellt. Verantwortlicher für die Entstehung des Videos war damals Johannes Groß. Selbiger beehrt uns nun ein weiteres Mal in unserem Magazin mit Videomaterial als bebilderte Festival Zusammenfassung. Dieses Mal mit Eindrücken vom "Plötzlich am Meer Festival" 2014, welches Ende August in Polen stattfand und mit wunderschöner Location direkt am Meer punkten konnte.



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"This is a quick edit of footage I shot at the Plötzlich am Meer festival in Poland this year.
Normal footage shot on BMPCC in ProRes with Metabones Speedbooster EF & Sigma 30mm Art f1.4, Sigma 10-20mm f3.5 & Tamron 17-35mm 2.8. Aerial footage shot with GoPro Hero 3 Black Edition on Walkera quadcopter.
Edited & graded in Premiere Pro with the great Impulz film emulation LUTs & Tom Majerski's GoPro LUT to match the BMPCC footage."

Music: Marek Hemmann - Mars