Bis wir in die Clubs in Berlin dürfen, bis wir uns wieder in die Warteschlangen einreihen können, um dann durch die mythischen Schleusen zu schreiten, wird wohl noch eine unbestimmte Zeit dauern. Der Berliner Street-Art-Künstler Bibo hat aus der Not nun eine Tugend gemacht. Er baute nämlich kurzerhand einfach seine Lieblingsclubs in Miniaturformat nach.

 

„Ich wollte gern was machen, um daran zu erinnern, dass die Clubs geschlossen sind“, äußert sich Bibo gegenüber der B.Z.. Seinen richtigen Namen will der Künstler nicht verraten und auch sein Gesicht soll ein gut gehütetes Geheimnis bleiben. So viel ist aber dennoch bekannt, seit 2016 arbeitet er mit Pinsel und Farbe an seinen Popart-Dioramen aus Zigarettenschachteln. Fast schon gut durchdachtes Recycling für einen Club-Gänger. Seine Nachbauten der Berliner Clubs wie Kater Blau, Sisyphos, Lido, SO36, Wilde Renate oder auch das Berghain bestehen aus Holz, Verpackungsmüll, Ton und Papier.

Die Mini-Galerie-Ausstellung des nahe Lutherstadt Wittenberg aufgewachsenen kann man durch die Pandemie nur bei ihm zu Hause oder über seinen Instagram-Kanal instagram.com/bibostickas erleben. Inzwischen sind es auch bereits neun Clubs, die er nachgebaut hat. Insgesamt sitzt er zwischen 60 und 150 Stunden an einem seiner zwischen 20 bis 60 Zentimeter breiten Werke, die er in seiner Freizeit gestaltet, da er gerade eine Umschulung zum Mediengestalter macht.

 

Der erste Club den er so anfertigte, war übrigens das SO36, weil es nach seiner Aussage auch sein Lieblingsclub ist, dafür erntete er auch dickes Lob vom Club selbst. Sein Wunschziel ist übrigens, alle Clubs in Berlin nachzubauen, äußert er gegenüber der B.Z.: „Ich habe schon überlegt, alle zu bauen. Aber es sind bestimmt 200 Clubs, das dauert.“

Mittlerweile ist übrigens auch der Tagesspiegel auf ihn aufmerksam geworden. Etwas Besonderes ist es allemal und die Liebe zum Detail ist bei Bibo äußerst ausgeprägt, wenn man seine Kunstwerke betrachtet.



Diesen Monat möchte ich euch gleich drei Mixe ans Herz legen. Nummer eins kommt mitten aus Berlin von der Sportbrigade Sparwasser und bringt uns satte und steil gemixte 2:45 Stunden Deep House, Tech House und Progressive House auf die Ohren. Das Set geht nicht nur gut nach vorne, sondern Spaß macht es, wie sie immer wieder die Kettensäge auspacken, trotzdem abwechslungsreich im Stil bleiben und gut gelaunt den Sound peitschen lassen. Die beiden Berliner brauchen an sich auch keine weitere Vorstellung, da sie bereits seit über 20 Jahren an den Decks stehen und eine unbedingte Empfehlung sind, zumindest wer es noch immer nicht geschafft hat, sie sich einfach auch einmal Live zu geben, sollte sich die beiden unbedingt genehmigen, wenn es wieder möglich ist.


Nummer zwei und drei kommen von der Podcast-Reihe des Labels Serendeep und zwar speziell geht es hier um Episode 007 von Baunder und Episode 005 von Anton Make. Beide Sets sind etwas ruhiger und bringen viel verspielten deepen Progressiv House mit sich. Das Set von Baunder bewegt sich stark im Bereich Deep House, Progressiv House. Während es bei dem aus Russland stammenden Anton Make doch nach einem entspannten Anlauf immer mal wieder nach vorne geht und er mit einem schönen Auf und Ab mit den Sounds spielt. Beide Sets haben eine gut und klar strukturierte Geschichte, einen schönen Aufbau und sollte man unbedingt einfach laufen lassen, ohne großartig durch das Set zu skippen.













Dieses Jahr wird das Feuerwerk wohl nicht so ausfallen wie all die anderen Jahre und auch die meisten Silvesterpartys werden sicherlich etwas gediegener verlaufen. Zeit also, um wenigstens ein wenig zum musikalischen Feuerwerk beizutragen. Deshalb habe ich mich einmal wieder in den Promo-Einsendungen umgehört und zehn echte Raketen herausgesucht, die auf jeden Fall ein echter Kracher auf jeder Silvesterparty sind. Musikalisch geht es hier von Deephouse, über Afrohouse, Progressive House bis hin zu Techhouse und Indie Dance.


Bleibt nur noch zu wünschen, dass ihr alle gesund ins neue Jahr kommt, habt ein schönes Silvester.



Tracklist:

01 IV-IN_-_Dance_Again__Original_Mix
02 Amadori - Commuter_(Original_Mix)_Sudam_Recordings
03 Ben Muetsch & Niels Petersen - Sonar
04 8Kays - Kaleidoscope (Original Mix) [Pitch One Promo]
05 CRSZPL-Hiraeth
06 Duss-Second-Twin-Jaw-Dropping-Records
07 Rodrigo_Am_-_Cosmo_(Original_Mix)
08 Mindpattern - Simplified Complexity (Original) [ Kitu Records ]
09 ModelSon_-_The_Good
10 Mario Bazouri - Redemption (Original_Mix)_Sudam_Recordings


Es ist mal wieder Ende des Monats und somit Zeit für eine musikalische Empfehlung auf vom schönen Leben. Für diesen Monat hatte ich eigentlich geplant, die besten Tracks aus den Promo-Einsendungen zu veröffentlichen. Eigentlich, bis mir dieses schöne Schmuckstück aufgefallen ist und ja, zugegeben an dieser Stelle muss ich mich als Fan-Boy outen. Denn nur wenige Acts schaffen es, ein derartig gutes Gefühl in mir auszulösen wie diese Band aus Kopenhagen.


Die Rede dabei ist von WhoMadeWho und ihrem am 13. November auf dem Label Kompakt erschienenen Album „Synchronicity“. Für mich ist „Synchronicity“ ganz großes musikalisches Kino, in dem ganz viel Gefühl steckt. Ein Album, das noch einmal ganz klar darstellt, welche Sonderstellung die Kopenhagener in der elektronischen Musik haben und bei dem ich mich ständig selbst erwische, wie ich die Lautstärke meiner Anlage beim hören immer weiter aufdrehe.


„Synchronicity“ ist aber auch für sich gesehen ein besonderes Album, denn für die Arbeit an dem Album rief das Trio alte und neue Freunde zusammen und so finden sich auf den 12 Tracks des Albums Kollaborationen mit Acts wie Michael Mayer, Echonomist, Adana Twins, Alex Boman, Robag Wruhme, Frank Wiedemann, Sainte Vie, Mano Le Tough, Marc Piñol, Rebolledo und Perel wieder, liebevoll geformt zu Juwelen aus Pop und elektronischer Musik, die beim Hören in einen Rausch versetzen.

Ebenso ist „Synchronicity“ der perfekte Beweis, wie sehr Musik Menschen auch über tatsächliche Grenzen verbindet. Denn zwar sind einige der Songs auf dem Album, wie zum Beispiel die Zusammenarbeit mit den Adana Twins und Rebolledo vor Ort zusammen aufgenommen worden, doch die meisten der Songs entstanden aufgrund der aktuell vorherrschenden Pandemie über große Entfernung hinweg. Aber wie Kompakt im Presse-Text selbst schon schreibt, man muss nicht wissen, wo wer war, um die Songs zu verstehen.


Synchronicity“ ist 1 Stunde und 19 Minuten zeitlose Musik, bei der die Minuten nur so dahinfliegen, garniert mit aufregenden Sounds, voller pulsierender, positiver Energie, umhüllt mit viel Wärme, verträumten Melodien, die fröhlich dahinschweben, voller Melancholie, der genau richtigen Prise Pop und immer nach vorne gerichtetem Antrieb. Ein Album, das genau zur richtigen Zeit erscheint und das man immer wieder anhören kann. Oder es in den Worten des Kompakt Presse-Textes wiederzugeben: „Wirklich, hier gibt es so viel zu feiern, eine Fülle von Freuden. Von Pop-Enthüllungen über Dancefloor-Delirium bis hin zu langsam brennenden Grüblern - Synchronicity ist genau das; ein Raum, in dem die Freuden des Unerwarteten aufeinanderprallen und durch ihr zufälliges Nebeneinander in der schönen Welt von WhoMadeWho einen Sinn erhalten.“





release date: 13 November, 2020

artist: WhoMadeWho

title: Synchronicity

label: KOMPAKT

duration: 1:19:05

tracklist:

1. WhoMadeWho & Frank Wiedemann – Dream Hoarding

2. WhoMadeWho & Sainte Vie – Hibernation

3. WhoMadeWho & Mano Le Tough – Oblivion

4. WhoMadeWho & Marc Piñol – Sooner

5. WhoMadeWho & Adana Twins – Shadow Of Doubt

6. WhoMadeWho & Axel Boman – Anywhere In The World

7. WhoMadeWho & Echonomist – Cecil

8. WhoMadeWho & Perel – Der Abend Birgt Keine Ruh

9. WhoMadeWho & Michael Mayer – Hamstring

10. WhoMadeWho & Rebolledo – Twenty Tears

11. WhoMadeWho & Frank Wiedemann – Peter Pan Me

12. WhoMadeWho & Robag Wruhme – If You Leave


facebook.com/whomadewho

instagram.com/whomadewhoofficial

twitter.com/whomadewho

soundcloud.com/whomadewho

Es wird mal wieder Zeit, hier auf dem schönen Leben etwas aus dem eigenen Mixer zu präsentieren. Super Extasy Love heißt das gute Stück und ist für alle, die auf verspielte Tracks mit warmen Basslines und euphorische Melodien stehen. 1:51 Stunden Sonntagsmusik, bestehend aus Tech House und Deep House mit aufgeregt bis treibenden Kicks, lebendigen Percussions und viel Liebe. Ein Set, das spontan entstanden ist und deshalb von Herzen kommt und für mich auch ein Stück Erinnerung an einen wunderschönen Sonntag bietet. 


Nebenbei sind die Tracks aus dem Set auch gleichzeitig meine Empfehlung an Releases der vergangenen Wochen. Eine entsprechende Tracklist findet ihr deshalb ein Stück weiter unten. Unbedingt auch darauf einen Blick werfen. 



Tracklist:

  1. Null - Floor [Amselcom]
  2. Stylic - Night Passenger (Yellowteeth Remix) Serenity Emerald & Doreen Rec.
  3. Elias - Olodumare (Stereo MC's Spektral Dub) [Cacao Records]
  4. Radial Gaze - Not Fugu Taste (Tolouse Low Trax remix)
  5. Goeran Meyer - Precious Human - (Nesker Remix) - MYR20
  6. 21street & Burak Keskin - Guinea (Original Mix)
  7. Kobal - Oberon_(Original_Mix)_Sudam_Recordings
  8. Myrddin_-_My_Sunshine_(Umami_Remix) MRH004
  9. Niki4 - Hypnotized (Nekliff Remix) MTR1644
  10. Paul Ursin - Nettuno (Original Mix)
  11. Betoko & Rafael Cerato - The Future (Haze-M Remix)
  12. High Minds - Opus Reticulatum [Alpha Black]
  13. Stelarik - Empress (Original Mix) [Tanzgemeinschaft]
  14. Cuprite- Sababa (Martin Kremser Remix) [ALPHA BLACK]
  15. Dompe - Move your Soul (Beatamines Remix)
  16. Marcus Meinhardt - Animal Kingdom (Mollono.Bass Remix)
  17. CSK - Voq (Back From The Wave Remix) Voq Emerald & Doreen Rec.
  18. Safar – Medina (Original MIx) Sudam Recordings
  19. Kalipo & Local Suicide - Zig Zag (Back From The Wave Remix) Wunderbar & Zig Zag
  20. Ismael Rivas, Bias - Plaster
  21. Havoc & Lawn featuring Nathan Nicholson – The Edge-Low Steppa & Roog Remix-Simma_Black SIMBLK227A_02-
  22. Favio Inker - Persistente (Original Mix) La Búsqueda Emerald & Doreen Rec.
  23. Markus Klee - Mighty Walk (Stan Kolev Remix) Mighty Walk EP Criminal Bassline
  24. Steve Lee - Bring The Drums (Original Mix) - Bring The Drums [Phonetic] Phonetic Recordings
  25. Markus Homm & Benny Grauer - Bergmassiv (Stephan Zovsky Remix) 
  26. Sonickraft & Dave Summit - Nothing Can Hurt You
  27. Pvlomo & Diaz Tech - Demon's Quest (Badwolf Remix) Demon's Quest Emerald & Doreen Rec.
  28. Pay Kusten - Muso (Orginal Mix)
  29. NTEIBINT feat. Matina Sous Peau - Love Is Everywhere (Cavego Remix) Love Is Everywhere




  


So langsam nähert sich der Sommer in Deutschland so endgültig seinem Ende und nur die wenigsten hatten in diesem Jahr überhaupt die Chance, es sich auf einem Open Air so richtig gut gehen zu lassen. Stattdessen blieb den meisten nur der Livestream von Künstlern übrig. Doch was bleibt, ist die Hoffnung auf 2021.

Zur Einstimmung auf das nächste Jahr sagen wir einfach einmal, da wird es schon wieder besser werden und auch zum Abschied des Sommers möchte ich an dieser Stelle einen echten Klassiker vorstellen. 

Die Rede ist dabei von WhoMadeWho live auf dem Burning Man 2019. Die Band aus Kopenhagen spielte im letzten Jahr bereits zum zweiten Mal auf dem Festival, das mit Ausnahme dieses Jahres regelmäßig im US-Bundesstaat Nevada 150 km nordöstlich von Reno in der Black Rock Desert stattfindet. 


WhoMadeWho wurde übrigens bereits 2003 gegründet und besteht aus Jeppe Kjellberg, Tomas Høffding und Tomas Barfod. Veröffentlicht hat die Band bisher auf so einigen Labels, unter anderem Kompakt, Embassy of Music, Get Physical Music, Life And Death. Das Liveset der drei Dänen wurde zum Glück auch visuell festgehalten und bietet einen wirklich tollen Ausblick auf die Stimmung auf dem Burning Man. 


Auf Youtube schreiben sie „Wir werden diese Erinnerung für immer bewahren“, und wenn man sich die Bilder so ansieht und die Musik dazu wirken lässt, kann man auch ziemlich gut verstehen warum. Who Made Who Live From Burning Man 2019 ist definitiv eines der Sets, die man sich auch immer wieder anhören kann. Gefühlvoll, kreativ und voller Stimmung und perfekt passend für einen Sonnenuntergang im Sommer.




Links WhoMadeWho:

Kellersinfonie ist die Podcast-Reihe des in Berlin Neukölln ansässigen Labels Keller. Nummer 31 der Reihe kommt vom im Basel lebenden Arutani. Der in Venezuela geborene Schweizer verfügt musikalisch über eine sehr große Bandbreite in seinem Sound. Aktuell scheint er jedoch sein Herz an entschleunigten Slow Electronic verloren zu haben. Veröffentlicht hat Arutani bisher auf Labels wie Laut & Luise, Heimlich Musik, Amselcom, Serafin Audio Imprint oder auch Underyouskin Records.

Sein aktuelles Release ist im Übrigen am 28. August auf eben jenem Label Keller erschienen und trägt den Namen “Metalacid“. Darauf enthalten sind die Tracks Metalacid, Everything, My Kind Of Flow sowie Remixe von Acud und Brigade.

Sein Set Kellersinfonie 31 besticht vor allem dank seines entschleunigt harmonischen Sounds mit einer sehr guten Trackauswahl, die dem Begriff Sinfonie auch gerecht wird. Sein Set ist gespickt mit einem Sound, der viel Tiefe in sich trägt, verträumten Flächen voller Liebe, manchmal ein wenig mysteriös, immer umgeben von einer gewissen Wärme und lebendigen, fröhlichen Kicks. Ein Sound zum entspannt hören oder sich langsam und glücklich zu bewegen.


Kellersinfonie °31 - ARUTANI



Tracklist: not yet

Arutani - Metalacid EP (Keller) EP
 

Pünktlich zum Ende des Monats gibt es etwas auf die Ohren. Ich habe mich nämlich einmal wieder auf die Jagd nach neuer Musik begeben und mich bei den aktuellen Neuerscheinungen umgehört.

12 Tracks habe ich darunter herausgesucht, die ich euch heute empfehlen möchte. Die bunt gefilterte Liste enthält Sounds aus den Genres Electronica über Deep House, Afro House, Progressiv House, Tech House bis hin zu echtem Peak Time Techno und ist gespickt mit Namen wie zum Beispiel Radio Slave, Sascha Funke, Luca Morris, Tiefschwarz, Stevie R und Sentient State.


Die komplette Liste und Hörproben findet ihr weiter unten im Artikel.

  1. Lou - Spacehall - Moodfamily
  2. Balata, Nozao — Carbet (Original Mix) [Leisure Music Productions]
  3. Stevie R feat. Anna Maria X - Ta Paidia Tis Geitonias - Chapter 24 Records
  4. Alex Ledov - Anesthesia Master (Original Mix) [Tanzgemeinschaft]
  5. Lou Gorbea & Jose Burgos - Madre (FNX Omar Remix) - Nervous Records VÖ 07.08.2020
  6. Sascha Funke - Atze - Kompakt - Kompakt Total 20 VÖ 28.08.2020
  7. Tiefschwarz - Green Light - Souvenir
  8. Maximillion - No Sleep (Click Click's Awake Since 95 Mix) - as usual.music
  9. Radio Slave - Year Of The Snake - Rekids VÖ 07.08.2020
  10. Luca Morris & Mozzy Rekorder - Photos of Ghosts - Electropical Record
  11. Kmyle - Keroual - Astropolis Records
  12. Sentient State - 4 Tha Freaks - Nerang Recordings


Lou - Spacehall - Moodfamily
Balata, Nozao — Carbet (Original Mix) [Leisure Music Productions]
Stevie R feat. Anna Maria X - Ta Paidia Tis Geitonias - Chapter 24 Records
Alex Ledov - Anesthesia Master (Original Mix) [Tanzgemeinschaft]
Lou Gorbea & Jose Burgos - Madre (FNX Omar Remix) - Nervous Records VÖ 07.08.2020
Sascha Funke - Atze - Kompakt - Kompakt Total 20 VÖ 28.08.2020
Tiefschwarz - Green Light - Souvenir
Maximillion - No Sleep (Click Click's Awake Since 95 Mix) - as usual.music
Radio Slave - Year Of The Snake - Rekids VÖ 07.08.2020
Luca Morris & Mozzy Rekorder - Photos of Ghosts - Electropical Record
Kmyle - Keroual - Astropolis Records
Sentient State - 4 Tha Freaks - Nerang Recordings

Es gibt wieder Neuigkeiten für alle die nach Material zur Erweiterung der eigenen Musiksammlung Ausschau halten. Dabei handelt es sich aber zur Abwechslung nicht um ein einzelnes Release, vielmehr möchte ich euch in diesem Artikel das Label Sudam Recordings ans Herz legen.

Sudam Recordings wurde 2004 in Buenos Aires, Argentinien gegründet. Inzwischen hat das Label seinen Hauptsitz auf Sonnen- und Partyinsel Ibiza verlagert. Betrieben wird es derzeit vom DJ und Produzenten Kintar, der im richtigen Leben Jonatan Braian Tesei heißt. Dabei sieht Sudam sich als Künstler Kommune mit regelmäßigen Veranstaltungen in Ländern wie Argentinien, Aruba, Belgien, Bulgarien, Kolumbien, Ägypten, Griechenland, Ungarn, Indonesien, Lebanon, Rumänien, Russland, Slowenien, Südafrika, Spanien, Türkei und Uruguay.

Auf das Label bin ich bereits vor langer Zeit aufmerksam geworden, da es bei der regelmäßigen Sichtung von kommenden Veröffentlichungen fast durchgängig mit einem starken Sound aus der Masse heraussticht. Besonders Freunde von progressivem Techhouse, treibenden Beats, aufregenden Percussions und sphärischen Klängen werden hier sicherlich voll auf ihre Kosten kommen. Oftmals kommen die Veröffentlichungen mit einem Touch orientalischen Melodien daher.

Aus den letzten vier Releases, Organic VI - Various Artists 12.Juni, Safar - Medina 29.Mai, Everything Counts - Sancto 15.Mai, Gaby - Voodoo Child 24.April, habe ich euch zur Vorschau einfach einmal meine Favoriten herausgesucht. Die kompletten Releases findet ihr dann weiter unten. Wem der Sound zusagt, der sollte sich auch unbedingt mit allen vorangegangenen Veröffentlichungen des Labels beschäftigen, da Sudam Recordings noch so einige weitere Kracher im Petto hat.

Links:
www.youtube.com/user/sudamrec

Playlist:

  1. Liva K - I Did It (Original Mix) [Sudam Recordings]
  2. Safar - Medina (Original MIx) [Sudam Recordings]
  3. Safar - Medina (Sasson Edit) [Sudam Recordings]
  4. Everything Counts - Coba (Original Mix) [Sudam Recordings]
  5. Gaby - Apache Tribe (Original Mix) [Sudam Recordings]
















Aktuell kann wohl jeder ein Lied davon singen,  wie die Corona Pandemie alle Lebensbereiche beeinflusst. Davon sind Künstler zurzeit wohl mit am härtesten betroffen, denn aktuell kann kaum jemand sagen wann man wo wieder einen Gig abstauben kann oder wann endlich zukünftig wieder Veranstaltungen erlaubt sein werden. Dem soll heute ein wenig Abhilfe verschafft werden, ebenso angesprochen fühlen sollten sich junge Talente, die bisher noch keine oder nur wenige Möglichkeiten hatten, um sich live vor Publikum zu präsentieren.

Also worum geht es jetzt genau? Das von der EU gestützte Innovation Network of European Showcases (INES) bietet über die Booking Plattform gigmit für 2021 über 70 Slots auf 20 europäischen Showcase Festivals an. Bis zum 31.Juli 2020 können sich somit Musiker*innen online über die Plattform bewerben. Darunter fallen auch Slots für Live Acts und DJs. Gesucht werden für diese Aktion Künstler*innen aus allen Musikgenres, also ebenfalls auch Acts für elektronische Musik.

Ines stellt mit dieser Aktion bereits seit 2017 die Infrastruktur für internationale Talententdeckung bereit. Kofinanziert wird das Ganze durch Creative Europe. Initiiert ist diese Aktion vom Berliner Unternehmen gigmit in Zusammenarbeit mit den folgenden 8 europäischen Showcase Festivals, MENT Ljubljana (SI), Sonic Visions (LU), Monkey Week (ES), Westway LAB (PT), Liverpool Sound City (UK), Waves Vienna (AU), Enea Spring Break (PL) und Live at Heart (SE).

Bekanntgegeben werden die sogenannten INES#talents 2021 dann im Oktober. Der Clou an der Sache, eine Minimumgage von 250€, sowie Basisbackline sind garantiert.

Jedes INES Partnerfestival nominiert dann zwischen 2 und 10 vielversprechende und exportfähige Künstler*innen aus dem eigenen Land für den Talentpool. 2021 buchen dann alle INES#festivals die jeweiligen Acts aus dem gesamten Pool. In den vorangegangenen Jahren wurden somit bereits 349 Künstler*innen als Talents ausgewählt und 187 von diesen wurden daraufhin anschließend dann für die INES#festivals gebucht, die damit die Chance erhielten einmal in Europa zu touren und vor Publikum fernab der Heimat aufzutreten.



Links:
https://www.facebook.com/inesfestivals/ 
https://www.instagram.com/inesfestivals/
https://open.spotify.com/user/rebydtbgiilg2789j22w4fsm4 
https://twitter.com/inesfestivals


Wenn man sich so an früher erinnert, dann hat man damals Tapes oder auch Mixtapes zusammengestellt, wenn einem eine Frau ganz besonders gefallen hat. So gesehen, war Musik auch schon immer einer der besten Wege, um seine Gefühle für jemanden auszudrücken und der Person zu zeigen, was sie für einen bedeutet.
Aus diesem Grund möchte ich euch heute einen Mix vorstellen, der eine ganz besondere Bedeutung für mich hat, weil er eben für eine ganz besondere Person entstanden ist, während sie auch noch dabei war. Ich glaube für jemanden der Musik macht gibt es da kaum etwas schöneres, wenn man diese Leidenschaft dann ebenso noch in solch einem Moment mit so einem Menschen teilen kann. Aus diesem Grund habe ich mich auch dazu entschlossen meine alte Mix-Reihe Mädchenmusik Mixtapes wieder fortzusetzen, denn einen besseren Grund gibt es wahrscheinlich nicht. Dieser Mix stellt für mich eine sehr gute Momentaufnahme der Gefühle dar, wie ich mich mit ihr und wenn sie bei mir ist fühle.

Wenn es nach mir geht, soll es auch die ganze Welt erfahren, welche Bedeutung sie in meinem Leben hat, für mich ist diese Frau der wundervollste Mensch der Welt und wenn man mich fragen würde ob es etwas gibt, was ich an ihr ändern wollen würde, dann wäre da nichts was ich an ihr anders haben wollte, in meinen Augen ist sie so wie sie ist perfekt. Wenn man so jemanden einmal in seinem Leben kennen lernt für den man in allen Bereichen immer besser werden möchte, die einen inspiriert und motiviert Dinge zu erreichen, von denen man gedacht hat, dass man nicht einmal die Kraft dafür hätte, einen dazu bringt sich jeder noch so schweren Herausforderung zu stellen, mit der man die schönsten Luftschlösser bauen möchte, mit der einem 1 Stunde wie nur ein paar Minuten vorkommen und mit der man so eine tiefe Leidenschaft teilt, dass selbst noch so alltägliche Dinge sich auf einmal wunderschön anfühlen, dann sollte man diese Person festhalten, egal wie groß auch manchmal die Herausforderung zu sein scheint, am Ende lohnt es sich immer.
Deshalb ist dieses Set auch ein kleiner Ausschnitt einer tiefen Verbindung zu einem Menschen, mit dem ich am liebsten alles teilen möchte und die sogar meine Leidenschaft zur Musik genauso teilt wie ich.
Dies hier soll mein Dankeschön an diese besondere Frau sein, mit der ich so schöne Momente erleben durfte, mit der ich so glücklich sein kann, dass ich sagen kann, ich wusste vor ihr gar nicht, dass überhaupt möglich ist sich so glücklich zu fühlen und ohne die ich mich nur wie eine Hälfte fühle. Danke Ela, das hier ist für dich.
Stefan



1 Acud - Neukolln liegt am Meer (Niju Remix) Serafin Audio Imprint
2 Chambord - Voices From Bengalore (Original Mix) Abracadabra
3 Dole & Kom - Sonata
4 Budakid - Walkman (Tunnelvisions Remix) Exploited
5 Emanuel Satie - Rivers feat. MAMA (Original Mix) Crosstown Rebels
6 Super Flu - Acumulee Original Mix
7 Namito - Stone Flower (Original) Sol Selectas
8 Vlad Jet - Sola Mira (Original Mix) Sudam_Recordings
9 GusGus - Crossfade (Maceo Plex Mix) Natura Viva
10 Heylen -Mantra (Flashingroof Remix)
11 Pryda - The Beginning (Original Mix)
12 Nicone, Allen Hulsey, Aracil - Love Is A Colour (Original Mix) Einmusika Recordings
13 Emanuel Satie - Tokyo ASMR (Original Mix) Crosstown Rebels
14 Dor Danino - Melomad (Original Mix) Nein
15 donnerstag, MOSSA - Ra (Original Mix) Tanzgemeinschaft
16 Lewis Beck - Talk (Damon Jee Remix) Audiophile Deep
17 Jovick feat. Edu Teodor - To My Mind (Original mix) Sudam_Recordings
18 Carsten Halm - Wuestenschiff
19 Anturage & Alexey Union - Hide Away (Monastetiq Remix)
20 Darius Syrossian - Andranik (Gorge & Homm Remix) Voltaire
21 Alexander Breitling - Redemption
22 Felyx - Alcazar (Original_Mix) Sudam Recordings
23 Ibán Mendoza – Hurrican Shodan Records
24 Hot Since 82 - Make Up (Original Mix) Knee Deep In Sound
25 Damon Jee, Darlyn Vlys - Kronos (Chaman Mix) Correspondant
26 Dole & Kom - Apteka (Roi Okev Remix) Akbal Music
27 Samuel Lamont - I Love You (Dream Mix) SHODAN RECORDS
28 Andy s Echo - Running (Herrhausen & Treindl)


Zwar sind in Berlin die Clubs aufgrund der weltweiten Corona-Krise geschlossen, dennoch lässt sich auch derzeit noch so einiges berichten.
Die B.Z. hat in den vergangenen Tagen einen Bericht der etwas anderen Art über die Berliner Clubszene veröffentlicht.

Während Berlins Club-Kultur als einzigartig gilt, wirft die Berliner Zeitung in ihrem veröffentlichten Artikel einmal einen ganz anderen Blick auf das Nachtleben in der Hauptstadt und beleuchtet die Schattenseiten eben jener renommierten Clubs.
Laut dem Bericht der Zeitung hat der FDP-Politiker Marcel Luthe einmal bei der Senatsverwaltung für Inneres nachgefragt in welchen Clubs es am gefährlichsten für Besucher sei und welcher Orts es am kriminellsten zugeht.

Den vorliegenden Informationen zufolge ist der Spitzenreiter dieser Negativ-Liste der Club „The Pearl“ in Charlottenburg. Hier kam es im Jahr 2019 zu 125 angezeigten Straftaten, wobei es sich bei über der Hälfte, 66 Anzeigen, um genau zu sein, um Körperverletzung handelte. Dazu kamen 17 Anzeigen wegen Diebstahl, 8 Anzeigen aufgrund von Taschendiebstahl, 6 Fälle von Sachbeschädigung, sowie 5 Fälle von Nötigung/ Freiheitsberaubung/ Bedrohung. In 2 Fällen wurde ein Verfahren wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Außerdem kam es hier trauriger Weise sogar zu einer Vergewaltigung.

Auf Platz zwei der ermittelten Liste liegt der Club „Musik & Frieden“ an der Falkensteinstraße. Hier kam es 2019 zu 110 angezeigten Straftaten. Wobei es in dem Kreuzberger Club im Vergleich nur zu 8 Anzeigen wegen Körperverletzung kam. Die häufigste Straftat hier war demzufolge Taschendiebstahl, welcher 38 Mal angezeigt wurde, gefolgt von 25 Anzeigen wegen einfachem Diebstahl, sowie 17 Raubtaten. Bei weiteren 9 Anzeigen handelte es sich um Drogendelikte, 8 Anzeigen gab es aufgrund von Körperverletzung und auch hier kam es leider zu einer angezeigten Vergewaltigung.

Das „Kater Blau“ in Friedrichshain landet auf Platz drei der Liste. Im dem Club an der Holzmarktstraße ging es im Vergleich zu den bereits genannten Clubs wesentlich friedlicher zu. Im vergangenen Jahr kam es hier gerade einmal zu der Hälfte an Anzeigen mit insgesamt 55 Delikten, die sich wie folgt aufteilen, 13 Diebstähle, 12 Taschendiebstähle, dazu kommen 8 Anzeigen wegen Körperverletzung und 3 eingeleitete Ermittlungen wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz. Außerdem kam es auch hier zu einer angezeigten Vergewaltigung.

Auf Platz 4 landet das „Berghain“ in Friedrichshain mit 48 Anzeigen. Davon waren 11 wegen Diebstahl, 10 wegen Verstoß gegen das BtMG, 5 Mal wurde Sachbeschädigung angezeigt, sowie ebenfalls 5 Mal Taschendiebstahl. Hier gab es keine angezeigte Vergewaltigung.

Der „Salon zur wilden Renate“ in Friedrichshain landet auf Platz 5. Jedoch kam es hier im Jahr 2019 zu 23 angezeigten Straftaten. Häufigste Straftat war hier die Körperverletzung mit 7 Anzeigen, gefolgt von 6 Anzeigen wegen Diebstahl, sowie 6 Anzeigen wegen Taschendiebstahl. Auch hier kam es bedauerlicher Weise im vergangenen Jahr zu einer Vergewaltigung, jedoch wurde in dem Club in Alt-Stralau kein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz angezeigt.

Zu 18 Straftaten kam es im „Golden Gate“ an der Schicklerstraße, womit der Club in Mitte auf Platz 6 landet. Dabei handelte es sich um 6 Anzeigen wegen Diebstahl, 4 wegen Taschendiebstahl, sowie jeweils eine Anzeige wegen Körperverletzung und wegen einem Drogendelikt.

Friedlichster Club in dieser Liste und daher auch besonders lobenswert zu erwähnen ist das „About Blank“ am Marktgrafendamm in Friedrichshain mit lediglich 5 Anzeigen. Davon wurden 2 Diebstähle, ein Fall von Körperverletzung, sowie ein Fall von Beleidigung angezeigt. Eine weitere Anzeige wurde als „sonstige Straftat“ vom Senat für Inneres eingeordnet.

Zitat der Berliner Zeitung: „Wie berlinweit im letzten Jahr hat es auch verstärkt Vergewaltigungen in und an Clubs gegeben. Wir müssen über solche Taten sprechen, um niemanden in falscher Sicherheit zu wiegen, wenn – hoffentlich bald – auch die Clubs wieder eröffnen. Hier sind alle gefordert, aufmerksam zu sein, um solch widerliche Taten zu verhindern“, sagt der Abgeordnete Marcel Luthe (FDP)."

Alles in allem lässt sich sagen, dass es wohl in den Berliner Clubs ziemlich friedlich zugeht, man jedoch nicht zu leichtsinnig sein sollte. Was die ermittelten Zahlen jedoch für einen selbst auszusagen haben, sollte jeder für sich selbst bestimmen. Da der Artikel für mich einiges an Fragen offenlässt, zum Beispiel wie viele Clubs die Liste tatsächlich umfasst? Was nach dieser Liste als Berliner Club eingeordnet wird, da zum Beispiel der Club „The Pearl“ für mich nicht gerade das typische Beispiel für einen renommierten Berliner Techno-Club darstellt. Ebenso offen bleibt da die Frage, wie steht es um andere beliebte Berliner Clubs, wie das Sisyphos, Watergate, Rummelsburg, Tresor oder Kit Kat Club, da der Artikel eine Gesamtübersicht schuldig bleibt. Außerdem stellt dieser Bericht für mich höchstens einen eingeschränkten Blick dar und ist keinesfalls eine wirklich genaue Übersicht. Da die angegebenen Zahlen keine Aussage über das Ausmaß bestimmter Straftaten zulassen, so kann zum Beispiel ein angezeigter Taschendiebstahl auch ein verpeilt verlorenes Portmonee mit Ausweispapieren sein, wovon einfach nur angenommen wurde, es sei gestohlen worden. Die Polizei muss eben jede Anzeige erst einmal aufnehmen. Natürlich sollte man aber auch bedenken, dass eben jene aufgeführten Clubs dennoch einiges für das Wohlbefinden ihrer Gäste zu tun haben, ganz besonders die Clubs in denen es zu Vergewaltigungen gekommen ist. Ich kann an dieser Stelle nur sagen, dass man beim Besuch der Clubs daran denken sollte, dass Gewalt oder jemandem Schaden zuzufügen auf einer Party nichts zu suchen hat und jeder seinen Teil dazu beiträgt wie er mit seinen Mitmenschen umgeht. Aber genauso sollte jeder daran denken, wer so etwas beobachtet ist gefordert und sollte auf keinen Fall einfach wegschauen, weil es ihn schließlich nicht persönlich betrifft. Im einfachsten Fall kann nämlich jeder sich direkt an die Türsteher wenden und Bescheid geben, denn die sind genau aus diesem Grund vor Ort und auch die bemühtesten Türsteher können leider nicht überall zur gleichen Zeit sein.


Die vorliegenden Informationen stammen aus einem Artikel der B.Z., den Link zum Original-Artikel gibt es hier: In diesen Berliner Clubs passieren die meisten Straftaten

Wenn man sich aktuell so auf dem Markt nach neuen Releases umschaut, ergeht es wahrscheinlich einigen so wie mir und man bekommt schnell das Gefühl, dass sich der Großteil der Labels aktuell mit neuen Veröffentlichungen nahezu überschlägt. 
Für die Jagd nach frischem Musikmaterial möchte ich in diesem Artikel auf den folgenden Tonträger von Kompakt aufmerksam machen.

Der aus Israel stammende Yotam Avni veröffentlicht am 29.Mai 2020 sein Debüt Album auf Kölner Imprint. Erhältlich ist „Was Here“ dann als Digital, CD und Doppel LP.  
Der Tonträger erscheint mit 11 Tracks und Features von dOP & Greg Paulus, sowie Georg Levin.

So betrachtet hat sich Yotam Avni aus Tel Aviv viel Zeit gelassen um sein Debüt Album zu veröffentlichen. 2012 erschien bereits sein erstes Release namens „That’s What The World Needs“ auf Seasons Limited. Das Debüt auf dem Label Kompakt feierte er bereits vergangenes Jahr mit der Speicher 109.

Inspiration für den Sound des Albums waren vor allem Elemente des klassischen Techno und Jazz. Als musikalisches Vorbild steht hier gut hörbar insbesondere Detroit Techno, mit Namen wie Carl Craig und Kenny Larkin.
“I wanted to try something more around Detroit Techno meets ECM,” heißt ein definierendes Zitat von Yotam Avni im Presse Material von Kompakt. 

Tatsächlich zeigt der Künstler auf seinem Release aber eine noch viel größere Bandbreite und bietet Klänge bestehend aus tiefen Sound Konstrukten, viel Rhythmus, sphärischer Untermalung, Harmonie und Fläche, verspielte Melodien und hypnotischen Riffs. Die Tracks entfalten sich von entschleunigten elektronischen Instrumental-Stücken, swingenden Beats, elektronischem Tech mit einer Prise Pop, perkussiven House Rhythmen bis hin zu progressiv treibend, stets gut gepflastert mit warmen Synthie Bässen.

Fazit: Yotam Avni – Was Here auf Kompakt mach sich, dank seinem Sound und guter Kompilierung, sowohl als Album zum einfach durchweg laufen lassen genauso gut wie in der Plattentasche.   5/5

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Yotam Avni – Was Here (Kompakt 419)
Tracklist
A1/01 Intro
A2/02 Beyond The Dance
A3/03 It Was What It Was (Album Version)
B1/04 Free Darius Now
B2/05 Nature Of Dreams
C1/06 Just Another Day (Feat. dOP & Greg Paulus)
C2/07 Thoughts
C3/08 Vortex
D1/09 Know Hope
D2/10 9th Of May
D3/11 Island Hopper (Feat. Georg Levin)

release date: 29 MAY, 2020
artist: YOTAM AVNI
title: WAS HERE
format: 2xLP+DL / CD / DIGITAL
cat. no: 2xLP+DL: KOMPAKT 419
CD: KOMPAKT CD 157
DIGITAL: KOMPAKT CD 157 D

Links:


Wie wäre es mit etwas Musik gegen die Montagstimmung?
Für alle die sich musikalisch noch einmal gut gelaunt in das Sonntagsgefühl versetzen wollen möchte ich heute Caleesi & Sarah Kreis vorstellen, denn die Sets der beiden Berlinerinnen eignen sich genau für solch eine Stimmung hervorragend.

Sarah Kreis fand 2012 in Heidelberg ihren Weg ans Mischpult und später dann auch in die Hauptstadt. Caleesi ist ebenfalls aus Berlin, musikalisch beeinflusst durch Künstler wie Lauryn Hill, Gui Boratto und Nicolas Jaar, und mit besonderem Hang zu Downtempo Sounds. Caleesi und Sarah Kreis sind Teil des Labels Circles& Stones. (Das aktuelle Release des Labels findet ihr hier: Link)

Die Sets der Berlinerinnen habe ich besonders in letzter Zeit sehr oft gehört, so oft, dass meine Freundin und ich ihnen inzwischen den liebevollen Kosenamen die Kreis Caleeschies gegeben haben. Ich hoffe die beiden nehmen es mir nicht übel, denn musikalisch ziehe ich den imaginären Hut. Da sie in meinen Augen viel von dem haben, was ein wirklich gutes DJ-Team ausmacht.

Zum einen wäre da der wirklich ausgezeichnete Musikgeschmack, welcher sich abwechslungsreich und mit roten Faden durch ihre Sets zieht und ihren Mixen eine gewisse Lebendigkeit verpasst. Zudem haben sie ein sehr gutes Gespür für Harmonie und musikalisch ist es auch immer so, dass ihrem Sound ein warmes Wohlgefühl anhaftet. Kombiniert wird das ganze bei den beiden mit einer ausgezeichneten Technik, mit der sie ihre Mixe gestalten. 

Was die beiden dazu noch überaus sympathisch für mich macht ist die Freude, die Caleesi und Sarah Kreis in ihren Mixen an den Tag legen. Man sieht ihnen den Spaß an der Musik förmlich an und ob gewollt oder nicht überträgt sich dieser Spaß auch auf die Tanzfläche.

Wer sich Caleesi und Sarah Kreis selbst gerne einmal hier zulande live um die Ohren hauen möchte hat am 15.03. im Kater Blau die Möglichkeit dazu. Weitere Termine der beiden sind am 06.06. im Mensch Meier, am 19.07. nochmals im Kater Blau und am 26.07. auf dem Nation of Gondwana Festival. Weitere Termine der beiden sind unter anderem auf der Soundcloud-Seite von Caleesi & Sarah Kreis zu finden.