Smoothe Sets gibt es eigentlich mehr als genug im Netz. Darüber hinaus unterscheiden sie sich kaum voneinander und sind meist von Anfang bis Ende mit popigen und melodischen Tracks durchzogen, die einen sozusagen Weichspühlen ohne dabei einen sichtlichen Eindruck zu hinterlassen.
Wenn man dann aber auf ein Set stösst, das sowohl tiefe, als auch Melodie in sich hat und dabei eine spannende Geschichte erzählt, erfährt man etwas, dass tatsächlich die Chance hat in Erinnerung zu bleiben.
Die Aufnahme von Atish erfüllt tatsächlich alle Kriterien, die ich an solch ein Set stelle. Es ist spannend vermischt, wechselt zwischen den Stimmungen hin und her und besitzt trotz seines immer wieder aufkommenden Pop Appeals tatsächlich auch die gehörige Tiefe, um sich treiben zu lassen.

Stil: Deephouse

Link: Atish [SC]




Tracklist:

Timelapse - Heaven
Midas 104 - Impuls
Nick Curly - Mayas
Soukie & Windish - Hero (Canson Remix)
Jonasclean - Hu (Rhodes Mix)
Dole & Kom - Phara Oh
Midas 104 - Eos
Patrick Zigon - Ich See (Pablo Bolivar Rework)
Big Al - Fever (Deep Active Sound Remix)
Kevin Yost - A Little Too Much
Santiago Deep - Bonsoca (Mollono.Bass Remix)
Gardens Of God - Voices From The Past
Spirit Catcher, 72 Soul - Black Pitch feat. 72 Soul
Borka & The Gang - Fly (schNee Remix)
Few Nolder - Clouds (Boso Reversion)
Jonas Woehl - The Place Pt. 2 feat. Locoto
Marshall Jefferson, Noosa Heads - Mushrooms - Justin Martin Mix
David Kassi - Everybody
Renato Ratier - Miss Stereo (Ian Pooley Remix)
Gabriel Ananda - Tale Of The Oblivious Llama
BarBQ - Myself (Marc Poppcke Remix)
Edgar Peng - Barbecue Bob

Nach einer etwas längeren Verschnaufpause wird es nun endlich wieder Zeit für einen Alltime Klassiker, der wahrscheinlich vielen nicht mehr so präsent sein dürfte.
Auch wenn das Set noch nicht einmal 2 Jahr alt ist, verdient es ohne Bedenken das Gütesiegel Mixtape Klassiker. Denn neben dem tollen Arrangement der Tracks, besticht das Set durch eine Vielzahl von teils unbekannten Tracks und hauseigenen Edits, die sprichwörtlich wie an einer Perlenkette angereiht wurden.
Die Aufnahme entfacht von Anfang an eine ganz besondere Stimmung, die bis zum Ende präsent bleibt und einen direkt in den Bann zieht. Vorrausgesetzt, man steht auf zurückhaltende, hypnothische und melodiöse Momente, denen man sich vollkommen rezeptiv ausliefern kann. Wenn wir ehrlich sind, eine schwierige Angelegenheit in der heutigen Zeit...

Für mich absolut eine dieser Aufnahmen, die ich mir immer wieder anhören könnte, ohne dabei Langweilig zu werden.

Leider ist das Set nicht als Audiodatei erhältlich, doch das hier vorfindbare Video dürfte darüber sicherlich hinwegtrösten. Anbei habe ich für euch noch die Tracklist zusammengestellt.

Stil: Deephouse

Link: Robag Wruhme [SC]




Tracklist:


01. DJ Koze - Nices Wölkchen feat. Apparat (Robag Wruhme Remix TEST)
02. International Pony vs. Losoul - Track Of The Night (Robag Wruhme EDIT)
03. Mount Kimbie - Made To Stray (DJ Koze Remix)
04. Paul Kalkbrenner - Sky and Sand (Robag Wruhme & James O. Belcher RMX TEST)
05. Moderat - Bad Kingdom (Robag Wruhme 4/4 EDIT)
06. Martyn - Bad Chicago
07. Gold Panda - Casyam_59#02 (Robag Wruhme EDIT)
08. Rhye - Open (Jeff Samuel Faded Remix)
09. Marvin Dash (Robag Wruhme EDIT)
10. Die Vögel - Mesmerize
11. Burial - Stolen Dog (Robag Wruhme EDIT)
12. Rising Sun - Nostalgia (Version D)
13. Vondelpark - California Analog Dream (Robag's Habay Latoff NB)
14. Kalabrese - Independent Dancer (Robag Wruhme RMX TEST)

Satori ist so etwas wie unsere Neuentdeckung des letzten Jahres. Nicht umsonst berichteten wir schon mehrmals von ihm.
Für alle die nichts mit ihm anfangen können: Sein Sound ordnet sich überwiegend zwischen Ambient und Deephouse ein. Andere nennen es wohl Bummeltechno.

Einen großen Wert legt er dabei stets auf die mystisch anmutigen orientalischen Instrumental- und Gesangsparts. Ein Markenzeichen seiner Musik.
Im März 2015 veröffentlichte er nun endlich sein Album "In Between Worlds", welches sich nahtlos in seine bisherigen Veröffentlichungen einreit.
Gleichsam verhält es sich mit seiner experimentellen Live-Aufnahme von dem 3000 Grad Festival, welches er im Januar 2015 in der Ritter Butzke einspielte. Neben einigen schon bekannten Tracks, präsentierte er den Gästen ein spannendes Misch-Masch aus unbekanntem Rohmaterial, welches er vor Ort direkt arrangierte und mit einigen Samples anderer Künstler modifizierte. Dabei wechselt er geschickt die Stimmungen und das Tempo, so dass es stets interessant bleibt.

Die 75 minütige Aufnahme kann ohne bedenken jedem Nicolas Jaar, NU oder auch Acid Pauli Fan ans Herz gelegt werden.Wer dagegen ein techiges Set erwartet, sollte hiervon die Finger lassen.

(Anm. d. R. : Die Aufnahme ist leider nicht zum Download freigegeben)

Stil: Electronica, Deephouse

Link: Satori [SC]




Tracklist:
Satori – Inez
Satori – No name (unreleased)
Satori – The Greatest Against The World (Bassline Nico Jaar)
Satori that watches to much Board Walk Empire and really digg that 20 music_ Liveset Jam
Satori Edit of Mercedes Sosa Antiguo dueño de las flechas
Satori liveset interlude
Satori – After Midnight
Kalima & Satori – Tuti
Satori liveset interlude
Satori – no name (unreleased)
Satori – Knockings Doors
Satori Bad Looking Trouble
Satori – When You Wake
Satori remix of Tinariwen - Aldhechen Manin
Satori Liveset Interlude
Satori – Imanis Dress
Satori Times Of The Season liveset edit
Satori – No Name
Satori – Wasted
Satori – Ehsan
Satori –Wasted outro

Samples:
Tinariwen
Ray Barreto
Alla. Le magicien oudiste (thx to Diede)
Mercedes Sosa
Ali Farka Toure
Toumani Diabate
J.J. Cale
Rampue (bassline)
Nico Jaar bar 25 edit (bassline)
El Mundo (Drumloop)

Statt wie gewohnt eine neue Ausgabe unseres Podcasts, gibt es heute an dieser Stelle ein Mixtape in eigener Sache.
Der Grund, dass wir den Podcast ausfallen lassen, ist besteht aus alltäglichem Zeitmangel und dem gewissen Grad an natürlichem Choas, dem man so in der Musik und besonders in Sachen Techno unterliegt.
Deswegen gibts zu Ostern dieses selbstgemachte Mixtape, welches seit kurzem online ist.

"Reconditus Momentum" heißt das digitale Stück, was aus dem Lateinischen frei übersetzt in etwa "tiefgehender Moment" bedeutet und jene Momente in denen  Körper, Geist und Musik zu einem verschmelzen gewidmet ist.
"Slow down" Sound bestehend aus minimalem Deep House, progressivem Tech House, etwas Minimal und etwas Pop.

Das Cover ist im Übrigen kein alter Berghain Flyer, wie vielleicht manch einer vermuten mag, sondern stellt den  Griechischen Gott Dionysos dar, der als Gott der Freude, des Wahnsinns und der Ekstase wohl so seinen Spaß an der Techno-Szene hätte.

Dionysos (griechisch Διόνυσος, latinisiert Dionysus) ist in der griechischen Götterwelt ein Gott des Weines, der Freude, der Trauben, der Fruchtbarkeit, des Wahnsinns und der Ekstase. Er wurde von den Griechen und Römern wegen des Lärmes, den sein Gefolge veranstaltete, auch noch Bromios (Lärmer), Bakchos oder Bacchus (Rufer) genannt. Er wurde oft mit Iakchos gleichgesetzt und ist der jüngste der großen griechischen Götter. In der Literatur und Poesie wird er auch oft als Lyäus (griechisch: λυαῖος), der Sorgenbrecher, bezeichnet. (Quelle: Wikipedia)



Stefan Lange – Momentum Reconditus | Mixtape






Tracklist:
1.    Theo Kottis - Human Chemistry (Original Mix) – Moda Black
2.    Kruse & Nuernberg, Brolin - Lost N Free feat. Brolin (Sasse & ED ED Remix) - Lost N Free  EP - Off Recordings
3.    SummerMarian - Volcano (Original Mix)  - Suffused Music
4.    Marc Poppcke – Summer Breeze (Los Suruba Remix) – Crossfrontier Audio
5.    Sam Pauli - Implications {Jonas Saalbach edition} Chapter 24 Records
6.    Kevin Castro & Mastiv - Deco (Animal and me Remix)  - Form Music
7.    Hidromental - Emerald_(Statickman_Remix) Emerald & Doreen Records
8.    Index - Clouded Vision (David Garcet Remix) - Clouded Vision - Tanzbar Musik
9.    SummerMarian - Adventure (Original Mix) - Suffused Music
10.    Franco Bianco - En Lo Profundo (Kotelett & Zadak RMX) - Darek Recordings  
11.    Scott Kemp - Sirma (Sascha Dive Remix) - Decay Records      
12.    ED ED - Lois Lane (Original Mix) -  Off Recordings
13.    Lars Wickinger - Orphan Black (Original Mix) - So What Music  
14.    Stephane Lefrancois & Jameson Gilvarry - Laika (Dantiez Saundersons Deep Journeys Remix) - Secret Music    

Radio zum Hinhören, so kann man Radio Cómeme vom gleichnamigen Label Cómeme bezeichnen. Denn die ausgefallene Radioshow ist wie gemacht für Leute, die auf der Suche nach dem etwas anderen Sound sind. Übertragen wird dabei regelmäßig aus den unterschiedlichsten Ecken des Planeten und aus Städten wie Santiago de Chile, London, Buenos Aires, Berlin, Medellín, Madrid, Köln, Valparaíso oder auch Glasgow.

Was Radio Cómeme nun aber so außergewöhnlich im Vergleich zu den anderen, die noch in den Untiefen des WorldWideWebs herumlungern macht, ist ein extrem hohes Maß an Qualität, elektronische Musik ohne Genregrenzen, eine unbeugsame Kontinuität, mit der hier die Sache durchgezogen wird und eine tolle Auswahl der besten Vertreter von eben auch nahezu jeder Spielwiese der elektronischen Musik.
Auf Radio Cómeme bekommt man genau die Tracks geliefert, die vielleicht mitunter ein wenig abgespaced sind und häufig sonst nirgendwo anders zu hören sind, so dass man eben auch bei fast jeder Sendung wie von allein hängen bleibt. Dazu kommt, dass man bei Cómeme scheinbar so gut wie jeden musikalischen Exoten den die elektronische Musik so hergibt ausfindig machen kann. Außergewöhnlich Musik, so fernab von jeglichen Mainstream Sounds, wie es Jazz von Britney Spears ist.
Wer eher einen bodenständigen Musikgeschmack bevorzugt und gerne „das was so geht“ hört, dem ist diese Radioshow allerdings nicht zu empfehlen. Denn das ist so ziemlich das einzige was der Hörer hier nicht bekommt. Wer aber auf der Suche nach abgefahrenen, ausgefallenen Sounds und kreativen Künstlern ist, und vielleicht außerdem noch versteht, dass eine Radioshow nicht viel mit den Gepflogenheiten eines Podcasts zu tun haben muss, der wird an Radio Cómeme viel Gefallen finden.


www.radiocomeme.com


Auf den urkainischen Künstler Man At Work bin ich erst vor kurzem auf Soundcloud aufmerksam geworden. Mittlerweile verbringe ich nicht mehr viel Zeit auf dem Portal. Das hat verschiedene Gründe. Hauptgrund ist die kaum noch durchschaubare Dichte an neuer Musik, die sich darüber hinaus kaum voneinander unterscheidet. Ständig die gleichen Tracks zu hören, sorgt nicht nur für Langweile, sondern ruft in mir auch ein Gefühl der Ablehnung aus.
Umso erfreulicher, dass ich durch Zufall auf den noch vollkommen unbekannten Künstler Man at Work aufmerksam geworden bin.

Sein Stil ist schwer beschreibbar, denn er bewegt sich irgendwo zwischen verträumter Hypnose und treibender Lässigkeit. Eigentlich nichts wirklich neues, wäre da nicht das große Aber. Denn sein Mixtape ist bestückt mit durch und durch unbekannten Tracks, die darüber hinaus harmonisch ineinander fließen und eine fast schon cineastische Aura erschaffen. Ein Merkmal, welches man bei vielen Künstlern leider vergeblich sucht. Dass er sich selbst gar nicht als DJ ansieht, merkt man dabei kaum. Natürlich ist nicht jeder Übergang zu 100% gelungen, doch darüber kann man getrost hinwegsehen, wie ich finde.

Während sein Set anfangs eher zurückhaltend daherkommt, entwickelt er nach und nach immer mehr Tiefe, ohne dabei aber seinen verträumten Touch zu verlieren.
Nach eigenen Angaben hat er das Mixtape auf seiner Dachterrasse in Mumbai/Indien aufgenommen, wo er momentan lebt. Ich finde das spürt man auch beim Hören.

Nun wünsche ich euch aber viel Spaß beim Hören.


Stil: Deephouse / Techno

Link: Man At Work [SC]


       

Tracklist: N.A.

Eigentlich habe ich schon lange eine Gelegenheit gesucht ein paar Zeilen zu dem hier vorgestellten Video laut zu äußern. Also warum denn nicht am Sonntag darüber bloggen. Denn nicht nur die glasklare Erzählweise der bebilderten Liebesgeschichte in diesem Video überzeugt, selten konnte deutschsprachiger Pop in den vergangenen Jahren musikalisch so gut darstellen wie sich das Gefühlt von Liebe anfühlt. Paula machen das Gefühl damit tatsächlich fast schon auf eine Art greifbar. Nur wenig elektronischer Pop wirkt in dieser Form mit seiner Naivität dann auch noch so ehrlich als hätte man selbst diese rosarote Brille auf und selten fühlt sich so etwas so gut an.
Man sollte was nun komm allerdings auch nicht falsch verstehen, denn vorweg gesagt, Paula finde ich super. Doch nach dem im Jahr 2000 veröffentlichten Song „Als es passierte“, hatte bisher kein Song mehr geschafft das Niveau wieder zu erreichen und mich in der Form zu berühren, wie es eben jener damals tat. 1987 mit seiner dramatischen Geschichte einer Jugendliebe, war nun der erste Track und bisher auch der einzige Track, der mich wieder auf diese Art und Weise erreichen konnte. Hat der Song eben auch jene grandiosen Stärken im Einklang die ich an der Berliner Elektro-Pop Band Paula so sehr mag. Intelligenter, charmanter Wortwitz, eine herzerweichende Stimme, eine ehrliche Story, die Naivität, verspielte Melodien, sägezahnartige Basslines und fröhlich pulsierenden Pop Rhythmen. Lässt man sich in dieses Meer aus elektronischer Popmusik fallen, finde ich übertrifft der  „1987“, welcher im Februar des vergangenen Jahres veröffentlicht wurde, den großen Wurf der Band tatsächlich noch ein Stück und sollte deshalb zu guten Gelegenheiten auch immer wieder rausgekramt werden.




War in Berlin bisher der Kauf und Besitz von Cannabis zwar strafbar, so wurden aber dennoch kleine Mengen von bis zu 10 bzw. 15 Gramm zum eigenen Konsum toleriert. Diese Toleranz wird nun ab Dienstag den 31.März für das Problemkind unter Berlins Parks, den Görlitzer Park und auch für Schulen komplett aufgehoben.

Mit in Kraft treten der „Lex Görli“ bedeutet das, dass jeglicher Besitz, Erwerb und Konsum von Cannabis dort nun strafrechtlich verfolgt werden soll. Beschlossen wurde die Aushebelung der Toleranzgrenze und Verschärfung der Anwendung des Betäubungsmittelgesetzes von Justizsenator Thomas Heilmann, Innensenator Frank Henkel und Gesundheitssenator Mario Czaja ( alle CDU) und wird vorerst nur als Ausnahme im Görlitzer Park gelten, kann aber jederzeit auf andere Grünanlagen ausgeweitet werden, wenn Polizeipräsident und Generalstaatsanwalt Handlungsbedarf aufgrund ähnlicher Vorfälle wahrnehmen.

Der Drogenhandel im Görlitzer Park müsse „so unattraktiv wie möglich“ gemacht werden. „Gleichzeitig wollen wir den Ermittlern die Arbeit erleichtern, indem sich Dealer dort nicht mehr so einfach auf den Eigenbedarf berufen können“, äußert sich Innensenator Henkel. Justizsenator Heilmann spricht von einer „Lex Görli“. „Wir wollen die Käufer nicht mehr im Park dulden und so auch die Drogenhändler vertreiben“, sagt Heilmann weiter.
Während Kritiker ihre Bedenken äußern, dass sich damit der Handel lediglich in die umliegenden Straßen verlagern wird.  „Das ist für die Anwohner aber noch schlimmer. Handel und Konsum auf der Straße und in den Hauseingängen werden die Konflikte verschärfen“ äußerte sich die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Abgeordnetenhaus, Antje Kapek besorgt.

Auch die Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg Monika Herrmann ist sehr skeptisch dem gegenüber. „Die CDU sollte keine Sonderzonen einrichten sondern über eine andere Drogenpolitik nachdenken“, forderte sie deshalb und befürwortet das Model kontrollierte Abgabe von Haschisch und Marihuana in einem „Coffeeshop“ am Görlitzer Park.

Warum die Herren Senatoren der CDU nun mit der „Lex Görli“ ausgerechnet den friedlichsten Gesetzesbrechern Berlins das Handwerk legen wollen und in wie fern es das eigentliche Problem im Görlitzer Park lösen soll ist objektiv betrachtet schwer zu erkennen und kommt eigentlich fast einer Schulhofmentalität gleich, in dem man sich einfach an den vermeintlich schwächeren vergreift, da man nicht im Stande scheint Herr der Lage zu werden.
Zugeben hat der Handel im Görlitzer Park Ausmaße erreicht, die selbst die Lästigkeit der NABU-Promoter auf dem Alexanderplatz übertreffen. Sich deshalb an denen zu rechnen, die höchstwahrscheinlich ihr Cannabis noch nicht einmal im Görlitzer Park erworben haben könnte man in diesem Falle allerdings schon fast als realitätsfern bezeichnen und wirft die Frage auf ob sich die Herren mit der Entscheidungsgewalt, außerhalb von theoretischen Planungen und gelesenen Berichten, selbst einmal Bild von der Lage vor Ort verschafft haben.

Lässt sich abschließend eigentlich nur sagen arme Gesellschaftskiffer, die zwar erwiesener Maßen zu den friedlichsten Personenkreisen gehören und dennoch ab sofort im Görli als hochkriminell behandelt werden, aber ebenso muss man sagen, arme Polizei, die in diesem Fall wieder einmal zu Unrecht in ihrer Funktion als Exekutive Gewalt Berlins der Prellbock für die praxisfern und situationsfremd wirkenden Papierstrategien einiger weniger "Nicht-Kreuzberger" herhalten muss.

Wie hart die Polizei letztendlich diese Neuregelung umsetzen wird und kann, dass wird sich allerdings erst nach in Kraft treten zeigen.

Für den 01.April ab 18:00 ist jedenfalls bereits eine „Kiff-Inn“ Aktion gegen die Verfügung der „Lex Görli“ auf Facebook angekündigt worden, auf der bereits über 3.300 Menschen Interesse signalisiert hatten. Allerdings ist die Veranstaltung auf Facebook inzwischen aus derzeit nicht bekannten Gründen nicht mehr „verfügbar“, ob sich davon nun die Protestler bei solch einer erheblichen Zahl abhalten lassen werden sei mal an dieser Stelle dahin gestellt. 


„Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an“ lautet eines der Zitate von Ernst Theodor Amadeus Hoffmann (1776 - 1822), deutscher Erzähler, Märchendichter, Komponist, Zeichner und Maler der Spätromantik. Für Adam Stacks sind diese Worte nicht nur Lebensweisheit sondern auch eine Lebensphilosophie, denn besonders elektronische Musik gehört zu jenen Musikrichtungen, die Hoffmanns Aussage deutlich unterstreichen.
Wie kaum eine andere Musikrichtung benötigt elektronische Musik die Sprache nicht als Träger von Informationen oder zum Transport von Emotionen und spricht weltweit die gleiche Sprache.

Befasst man sich nun einmal etwas intensiver mit Adam Stacks, der mir durch seine innovativ funktionellen Produktionen in der vergangenen Zeit aufgefallen ist, so stellt man fest, dass es kein Wunder ist, dass er sich ausgerechnet jemand multitaltentierten wie E.T.A. Hoffmann zum Vorbild nimmt. Denn hier trifft man auf einen sympathischen Vollblut Musiker mit Interessen in den unterschiedlichsten Bereichen, jemand für den elektronische Musik Passion ist und bei dem weniger das Bedürfnis nach Geltung, als die Musik und Selbstverwirklichung an sich im Vordergrund stehen. Was wahrscheinlich auch einer der Gründe für die Gründung des eigenen Labels Beans & Bacon war.
Neben den Veröffentlichungen auf dem eigenen Imprint hat Adams Stacks bisher unter anderen auch auf KaterMukke, Groove On Records, WetYourSelf, King Street Sound und Karera veröffentlicht.

Sein Mix für die Ausgabe 037 des schönen Leben Podcast ist ein wunderschönes Sammelsurium von außergewöhnlichen Tech-House Tracks, deren Sound irgendwo zwischen sphärischer Elektronik, treibender Hypnose und neo-klassizistischen, progressiven Pop schwebt. Selten, dass mich eine Track-Auswahl so punktgenau trifft, außergewöhnlich und absolut schön.

Das schöne Leben Podcast #037  
Adam Stacks

Artist: Adam Stacks
Label/Crew: Beans & Bacon
Sound: House, Techno, Disco

Age: 31
Job: Event/Tontechniker, Komponist, DJ
City: Mannheim

Alltime Favorit: Omar – Feeling You (Henrik Schwarz Remix)


download

Tobi aka 959er dürfte mittlerweile auch über die bayerischen Grenzen bekannt sein. Nicht nur, dass er mit seiner Grenzfrequenzcrew stetig in das Münchener Nachtleben Einfluss nimmt, so hat er in letzter Zeit bei dem Berliner Label SOWASVON auch seine Produktionsfähigkeiten unter Beweis gestellt.
Kein Wunder dass er nun auch in dem Berliner Nachtleben zu finden ist.

Sein neuster Podcast, der einen Eindruck seines Gigs in der Ritter Butzke gibt, stellt zudem eindrucksvoll unter Beweis, was wir an ihm schon so lange schätzen: Ein starker techiger Groove gepaart mit der fast schon unverschämten Vermischung verschiedener Stile zu einem homogen Ganzen.

Viele bezeichnen seine Musik als Bummeltechno. Nichts gegen den Begriff, aber ich halte ehrlich gesagt nicht viel von Kategorisierungen. Tobi nach eigenen Aussagen auch nicht. Schließlich geht es hier um mehr, als nur die reine Definition in Wort und Schrift. Es geht vielmehr um Musik, die so vielschichtig ist, dass eine starre Bezeichnung ihr definitiv nicht gerecht werden kann. Denn neben organisch langsamen Klängen, wechselt er geschickt zwischen progressiven und techigen Stilen hin und her. Manchmal findet man sogar Anleihen zu Trance, Minimal und Acid. Dazu ist alles in einem sehr groovigen Gewand verpackt.

Diese Mischung ist zwar äußerst ungewöhnlich, aber keineswegs gewöhnungsbedürftig. Sie weckt im Grunde große Vorfreude darauf, in Zukunft noch mehr solcher Werke zu hören.

Stil: Techhouse

Links: 959er [SC]
           959er {FB]





Tracklist: N.A.

In Ausgabe 036 an diesen Freitag stammt Erik Christiansen aus England.
Der in Liverpool geborene DJ und Produzent ist unter anderem Betreiber des Labels NastyFunk Records. Sein Musikgeschmack besitzt dabei eine breite Spannweite von Techno und House Musik.


Das schöne Leben Podcast #036 
Erik Christiansen


Artist : Erik Christiansen
Label - NastyFunk Records
Sound : Deep / Tech / Acid / House
Job : Record Label Boss / Producer / DJ
All Time Favourite Artist - Depends on the genre, possibly Cajmere

BIO:

Liverpool born producer/DJ Erik Christiansen needs little introduction. As owner of respected label, NastyFunk Records, Erik’s passion for music transcends genres, including house, techno or anything between.
His productions have included the uber-popular, Cosmic Girl on Playperview Records, which dominated the DJ sales Charts for months and gained airplay on UK BBC Radio 1, hip-house classic, Now Is The Time and acid house hit, Blotter (Where’s My Snare).
His remix resume is just as impressive with Erik stamping his distinguished sound worldwide on labels like Resonance Records (BR), PopArt (BR) and Frequenza (IT); as well as vinyl labels like Powder & Louder (Berlin) and memorable edits for renowned artists like Kreature and Rafael Cerato amongst others.

Since early 2013, amongst a number of DJ Residencies, Erik has toured Asia, America, Africa, countless cities in Europe and all over the UK, with international DJ sets as headliner or playing alongside artists such as Kolombo, WaFF, Miguel Puente and Amine Edge & DANCE, which has really helped his individual style flourish.
His recent remixes on NFR, Let Me Freak, and Where Do Ya Wanna Be, gained great support from his peers and press, becoming secret weapons for the last months.
Forthcoming remixes, an album and a few originals on some significant labels are soon to drop, whilst NastyFunk Records has fantastic release schedule in the pipeline.

Erik’s music is also played and supported all over, including by;
Solomun, Maceo Plex, Lee Foss, DJ T., Dyed Soundorom, Luciano, Andrea Oliva, Amine Edge, Kolombo +++

Links

https://www.facebook.com/djerikchristiansen
https://soundcloud.com/erik-christiansen
https://www.facebook.com/NastyFunkRecords
https://soundcloud.com/nastyfunk-records
https://twitter.com/NastyFunkMusic



Die schweizer Künstlerin SAM und ich kennen uns schon seit einiger Zeit. Musikalisch haben wir viele Gemeinsamkeiten. Es verbindet uns nämlich der Fable für melancholische und sehr tiefe elektronische Musik. Manche würden diese sogar als düster oder gar technoid bezeichnen.
In der Vergangenheit nahmen wir schon einmal einen Mix zusammen auf. Allerdings liegt dies bereits zwei Jahre zurück. Genug Zeit also, damit jeder von uns neue Inspirationen sammeln konnte, um sie in einem neuen Projekt zusammenfließen zu lassen.

Diesbezüglich haben wir versucht ein Set zu gestalten, dass sich vor allem durch seinen Aufbau und der innewohnenden dunklen Stimmung ausdrückt, die sich zwischen Spannung und Entspannung bewegt. Wir waren uns schnell darüber einig, dass wir keineswegs einen Mix gestalten wollten, der zu sehr ambient wirkt, aber auch nicht zu clubbig daherkommt. Im Endeffekt wurde es eine Gratwanderung zwischen den beiden musikalischen Extremen. Eine Art Musik, die Lust auf die Zeit nach der Peaktime macht.
Darüber hinaus haben wir gänzlich darauf verzichtet bekannte bzw. aktuell angesagte Tracks einzubauen. Stattdessen fokusierten wir uns gänzlich auf unbekannte oder vergessene Tracks, die zudem mit unreleasten Stücken von nahen Bekannten und Freunden angereichert wurden. Dies soll für zusätzliche Spannung und Lust beim Hören sorgen sollen.

Aber hört selber.

Stil: Deep / Techno

Links: arkadiusz. [SC]     /    arkadiusz. [FB]
           SAM [SC]            /     SAM [FB]





Tracklist: N.A.

Die Vogelperspektive ist nicht nur ein wunderbares Wortspiel in Hinsicht aud elektronische Musik, es ist auch eine treffende Bezeichnung für den Sound, den die beiden Bremer namens Maike und Sebastian als Output leisten. Deep und sphärisch groovend gleitet man zwischen minimalem Deep House, progressiven Tech House und Micro Disco dahin. Die Vogelperspektive ist erwachsener Sound "for higher people".
Ihr musikalisch hochkarätiger Mix für den Podcast vom schönen Leben schwingt wunderbar und macht schnell süchtig nach mehr von diesem Sound.


Das schöne Leben Podcast #035 
Die Vogelperspektive

Act: Die Vogelperspektive
Label/ Crew: Brise Records / Zuckerwerk
Sound: Almost every kind of House

Member: Maike & Sebastian
Age:  M: 37 & S: 35
Job: M: Art Therapist / S: Supervisor in psychiatry crisis intervention
City: Bremen

All Time Favorite: Maike : Lux Dementia – Afrilounge/  Sebastian: Sei (Steve Bug Remix)


Release: Die Vogelperspektive – Back From Plastic EP
https://soundcloud.com/vogelperspektive/sets/die-vogelperspektive-back-from
Facebook: https://www.facebook.com/DieVogelperspektive
Soundcloud: https://soundcloud.com/vogelperspektive

„Die Vogelperspektive means ‘bird’s eye view’. It’s an apt title for this girl/boy creative alliance as they have a widescreen view on music: they take a view from afar so they can fit more into their minds, and as such their music and sets reflect that fact, taking in golden nuggets from across the whole electronic spectrum and relaying them at places across Germany and at festivals like 2012’s Fusion.

They might have grown up in the cool realm of Northern Germany during the 70s and 80s, but “Die Vogelperspektive” have not rushed things. Instead they have soaked up influences from as many different musical styles as possible and have slowly but surely constructed their own comfortable sonic nest from the many different strains of sound that have excited them. Four to the floor is their staple, but within those confines elements from all genres and subgenres have informed their musical make up, and it’s for that reason that these feathery friends are so hard to define but so easy to love.

One thing that characterises everything they do, though, is a warm friendliness, a sexy soul and infectious groove that is as likely to come from an unknown classic of extraordinary beauty as it is a modern day gem full of surprise. Their slogan, Vor Disco sind alle gleich! Means all are equal in the eyes of disco and that couldn’t more true, as you will find out for yourself when new releases see the light of day this summer.

You could say, then, that “Die Vogelperspektive” don’t follow the hoi polloi by flying south as part of the flock, but instead choose the north as their wintering grounds, forever meaning they have their own unique perspective on the music world.“



Acid Paulis Aufnahmen sind immer etwas besonderes. Sie sind anders, denn sie folgen keinem bekannten Muster und sind durchzogen mit gewagten Stilausflügen. Dennoch sind sie im großen und ganzen immer schlüssig und überaus groovig, wie er bei der mexikanischen Boiler Room Ausgabe aus Tulum/Quintana Roo wieder einmal unter Beweis stellt.

Neben der Höraufnahme findet ihr auch die Videoaufnahme des Events, die ich euch besonders ans Herz legen möchte.
Das Set ist übrigens via der Boiler Room Seite zum freien Download verfügbar.



Stil: Experimental, Techno

Links: Acid Pauli [Web]
           DJ-Set Download [via Boiler Room]







Tracklist:
01.Urpillay - Lum
02.Traffic (Chica Paula's Super Emo Mix) - ???
03.Sun - Elmar Strathe
04.Techeran - Lemos
05.Motus - Ultrasone
06.iLook - Brothers of Zion
07.Lujon - Henry Mancini
08.Legends of Delay - Acid Pauli
09.Tapajos River - Uakti & Glass
10.Ripple Effect - BLANCAh
11. Steady Note - Daniel Bortz
12.Analogon - Bambook
13.Karma Game (Steve Bug Retouch) - Pentatones
14. Instant Nudment (Laolu RMX) - KrisPaglia
15.Lenoix - Marcus Worgull
16.Right This Moment - Reverse Osmosis
17.Tone 20 - Butch
18.Singing Game (Acid Pauli?s Singing Sequencer Remix) - DJ Sabo
19.Spring - Melon
20.Etudes Instrumentales: b) Flute Mexicaine - Pierre Schaeffer
21.Chant pour apaisar le tigre - ???
22.Nana - Acid Pauli & Nana
23.VI - Musumeci
24.Hit Run - ???
25.Hit Run - ???
26.Pintar el Sol - Alicia Solans, Miriam Garcia
27.La Cama de Piedra - Cuco Sanchez
28.Gorilita Gorilon - Judith Reyes
29.Die Endliche Liebe - Mathilde Hutfeld
30.Abbebe - Acid Pauli
31.Abyss - Dahu & MPathy
32.One Step INside (D.B.DeepstahlRMX) - The Notwist
33.Beso Mortal - Amparo Ochoa


Letztes Jahr noch als Gast anwesend, verfolgte ich dieses Jahr das Festival aus der Ferne, welches sich selbstverständlich wieder einmal mit einem Megalineup schmückt.
Mehr als 200 Künstler sorgten an 10 langen Tagen und Nächten für elektronische Musik zum abwinken. Eigentlich ist alles was Rang und Namen hat dort vertreten, so dass ich mir eine Aufzählung gänzlich spare.
Anstatt dessen habe ich eine kleine Auswahl besonderer Mixe erstellt, die ich euch nun besonders ans Herz legen möchte. Vom Warmup bis hin zur Afterhour ist eigentlich alles vertreten.

Die Reihenfolge ist übrigens nicht bewusst gewählt.


Den Beginn macht für mich natürlich der Berliner 'The Drifter', welcher bei dem Label Maeve zu Hause ist. Sein Set strotzt nur so voll perkussiver Elemente und treibenden Beats, die wie geschaffen dafür sind, die Nacht zum Tag zu machen. Vor allem in Mexiko am Strand.


Links: The Drifter [SC]






Ein weiterer Ohrenschmaus ist für mich &Me's Aufnahme, der nicht nur mit dem atypischen keinemusikschen Klangspektrum aufwartet, sondern auch überraschende Elemente in sich trägt, die stets die Spannung oben halten lassen. Nach eigenen Angaben war die Aufnahme aber alles andere als einfach, schließlich sorgte die dortige karibische schwüle Luft für einige technische Aussetzer bei den CD-Mixern, so dass er manchmal auf sogenannte Notfallloops ausweichen musste. Desto trotz lohnt sich das Set ausnahmslos.

Links: &Me [SC]





In der Liste darf natürlich nicht Till von Sein fehlen, der ebenfalls bei Keinemusik beheimatet ist. Wieso, weil das Set mit aller Leichtigkeit in die tiefste Zelle des Körpers vordingt. Er selbst bezeichnet es als "proper Warmup". Wie treffend. Es ist wie eine Symbiose aus Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit, die zu einem spannenden Ganzen zusammenfließen.

Links: Till von Sein [SC]






Der Schweizer Adriatique sorgte mit seinem treibenden Set sicherlich für so einige durchnässte Kleidung. Ich muss zugeben, dass ich den Künstler in seinen Anfängen nicht gerne gehört habe, da alles für mich zu kommerziell daherkam.
In letzter Zeit scheint er aber seine Identität gefunden zu haben, die sich irgendwo zwischen Minimal und tiefer Dunkelheit bewegt. Ejner spannenden Symbiose die sich in seinen Produktionen, als auch in seinen Sets stets wiederspiegelt. Nicht anders verhält es sich in seiner knapp zweistündigen Aufnahme, die mich immer wieder begeistert und auch nach mehrmaligem Hören interessant bleibt.

Links: Adriatique [SC]



(leider wurde das set offline gestellt :/ )

Der Ulmer DJ Manolo P war schon vor einiger Zeit Gast in unserem Magazin. Nicht nur, dass er so etwas wie der erste Wegbegleiter von dem Das schönen Leben Magazin ist, nein er zeichnet mit seinen DJ-Sets auch stets ein Lächeln auf unsere Gesichter.


Sein Sound hebt sich in der Regel immer von dem faden Alltagsdurchschnitt ab. Wer nach aktuellen Beatporthits sucht, wird kaum welche finden. Er ist deep, treibend, perkussiv, vermischt alte Klassiker mit Neuen und baut fließende Spannungsbögen ein, die mit vielen Details aufwarten. Dass er Musik lebt und liebt spürt man sofort.
Seine neuste Aufnahme ist nicht aus Zufall entstanden, wie der Künstler mitteilt, sondern aus einem traurigen Anlass. Nämlich dem Verlust einer vertrauten Person. Entgegen der Vermutung ist das Set aber alles andere als melancholisch. Es strotzt nur so vor Kraft und Euphorie. Es kommt einem beim Hören fast so vor, als ob er das Leben nach der Trauer einläutet. Und wie.

Definitiv ein Set, das auch noch nach mehrmaligem Hören begeistert und auf jede Festplatte muss.

Stil: Deephouse, Techhouse, Acid

Link: Manolo P [SC]




Tracklist: N.A.

In einer Zeit, die von rasanter Entwicklung und ständigen Veränderungen geprägt ist, fällt es immer schwerer neues zu entdecken bzw. dieses auch als besonders interessant wahrzunehmen. In der elektronischen Musiklandschaft verhält es sich nicht anders. Ganz im Gegenteil. Vielleicht sogar noch etwas schneller. Was heute In ist, kann morgen schon wieder ganz anders sein. Umso erfreulicher wenn man dann doch wieder einmal den sogenannten hellen Stern am Horizont erblickt, der sich von den anderen abhebt.

Das noch relativ junge Berliner Label 'SOWASVON' sorgte in der letzten Zeit für etwas frischen Wind in der deutschen Labelkultur. Anstatt sich fertigen, also für den gewöhnlichen Gebrauch funktionierenden Mustern zu bedienen, entschied sich das Label den unbequemeren Weg zu gehen und auf eher unkonventionelle Produktionen zu setzen. Unkonventionell, weil viele Stücke anders klingen, sich nicht richtig kategorisieren lassen und doch irgendwie vom Muster her vertraut vorkommen. Im Grunde ist alles erlaubt was Spaß macht. Melodie trifft auf tiefe Bässe, Acid auf Gesang, Minimal auf House. Bei dem einem Künstler mehr, bei dem anderen weniger. Das mag sich jetzt recht wild durchmischt anhören, so als gäbe es keinen richtigen Plan, doch ganz so einfach ist es dann doch nicht. Bei genauerem Anhören fällt nämlich ein Kriterium immer wieder auf, welche sich tatsächlich durch alle Produktionen zieht. Die einmalige Andersartigkeit jedes Tracks und die Liebe zum Detail.

Genauso verhält es sich mit ihrer neu veröffentlichten Werkschau, der insgesamt siebten Labelveröffentlichung. Die Compilation beinhaltet insgesamt elf Lieder und vermittelt einen sehr guten Eindruck von der Vielseitigkeit des Labels. Einen echten Favoriten habe ich ehrlich gesagt nicht. Dafür gefallen mir einfach zu viele Stücke gut. Von gemütlichem Downtempo bis hin zu technoartigen Acidstücken ist wirklich alles dabei, was das Herz höher schlagen lässt. Daher überlasse ich euch eine Wertung.


Um etwas mehr über das Label erfahren zu können, habe ich Tobi aka 959er einige Fragen gestellt.

Was steckt hinter dem Label SOWASVON?

Das Label wurde vor anderthalb Jahren als Künstler Kollektiv gegründet. Am Anfang waren wir noch 6 Leute die das Zepter übernommen haben. Zusammen haben wir das Konzept für die erste Compilation entwickelt. Mit der Zeit hat sich dann ein Plattenlabel aus dem Kollektiv gebildet, dessen Leitung Thomas Neumann, Annders und Steven Maff übernommen haben. In den letzten anderthalb Jahren sind eine menge neuer Artists zum Label dazu gekommen, meist Freunde, um die Idee des Kollektives aufrecht zu erhalten. Für die Zukunft werden natürlich unsere bisherigen Künstler immer wieder in Releases eingebunden, aber es wird auch ein paar neue Gesichter in der Riege geben.

Wie seid ihr das erste Mal in Kontakt gekommen? (959er)

Der Erstkontakt kam damals über Steven Maff zustande, der schon seit längerem in meinem weiten Freundeskreis ist. Wir hatten uns aber bis zum Sommer 2012 noch nie darüber unterhalten was bei ihm und mir musikalisch so los ist. Nachdem wir dann feststellen mussten, dass wir diesbezüglich genau die selbe Richtung eingeschlagen haben, hat sich unsere Freundschaft noch weiter vertieft und ich lernte auch die anderen aus der Sowasvon-Riege kennen und lieben. Mittlerweile gibt es wohl kaum einen Monat in dem ich nicht mit mindestens einem der Bande telefoniere oder wir uns über unsere aktuellen Produktionen austauschen.

Was reizt dich an dem Label? (959er)

Ich finde es einfach wichtig so viel wie möglich selbst zu machen oder zumindest noch ein gutes Stück weit in Abläufe eingebunden zu werden. Das ist bei Sowasvon der Fall und ich bin froh hier neben mir kompetente Freunde stehen zu haben, die mit vollem Einsatz ihre Zeit der Musik und dem Label widmen. Es ist für mich auch sehr wichtig, hier von den anderen zu lernen oder anders ausgedrückt gemeinsam zu lernen, Kontakte zu teilen und auch mal mit dem einen oder anderen gemeinsam aufzulegen, im Studio Zeit zu verbringen oder einfach nur einen Trinken zu gehen. Das Verständnis und auch das Vertrauen untereinander ist einfach da und ich denke das ist unglaublich wichtig, wenn wir uns als Label durchsetzen wollen.


Gibt es bereits weitere kommende Veröffentlichungen?

Die nächste Katalognummer SWSVN008 steht schon in den Startlöchern und wird zum Frühling erscheinen. Freuen könnt ihr euch auf eine EP von Ralf Boehler aus Wien, der gerade seinen ersten Track auf unserer „Blue Moon“ Compilation rausgebracht hat. Außerdem bekommt unsere Sowasvon Kassette bald ein neues Gesicht und Design.



Stil:     Deephouse, Acid, Bummeltechno

Links: SOWASVON [SC]
            SOWASVON {FB]
         
           Compilation [Beatport] - digital





LABEL: SOWASVON
CAT #: SWSVN007
FORMAT: Digital
RELEASE DATE: 2015-03-16
DISTRIBUTION: Paradise

Heute gibt es mal wieder ein paar Neuigkeiten in eigener Sache auf diesem Kanal. Denn seit dem 17.02. ist mein Debüt auf Recline Music erhältlich.  Dance Machine EP nennt sich die erste Veröffentlichung auf dem Englisch/ Italienischen Deep und Tech House Label. Zu erwerben wird die EP vorerst exklusiv nur auf Beatport sein.

Im Release enthalten sind drei Original Tracks. Titeltrack "Dance Machine" eröffnet die EP als verspielt, sphärische Deep House/ House Nummer mit einer klitzekleinen Portion Pop. Gefolgt von "I Am Okay", einem waschechten Tech House Sample-Cover-Track oder auch elektronische Balade. Last but not least schlägt "EgoPitcher" als letzter Track mit unermüdlich schunkelnden Bass Moog Subs als quirliche Tanzflächennummer zu Buche.

Den Support im Vorfeld gab es unter anderem von Miguel Campbell,  Robbie Akbal, Paco Osuna, Alexi Delano, BETOKO, Robert Owens, Caesar Live N Loud, Lee Foss, Stacy Pullen, Steve Lawler, Marco Carola, Mirco Violi, FOG, Como Las Grecas, DOCEPULGADAS, JC Pinto, Kirby, FISH GO DEEP , IBIZA SONICA, INHALE.ORG.UK, Musicmaster SRF Virus, NICCO, RADIO RECORD_RU, Richie Hawtin, Shane Watcha, Soundtraffic, THIS IS WHY WE DANCE

Release: Dance Machine EP

Artists Stefan Lange
Release Date 2015-02-17
Labels Recline Music
Catalog RCLD062

Tracklist:
01. Stefan Lange - Dance Machine (Original Mix)
02. Stefan Lange - I Am Okay (Original Mix)
03. Stefan Lange - Ego Pitcher (Original Mix)




Link: https://pro.beatport.com/release/dance-machine-ep/1448699

Wir starten die Woche beim schönen Leben, wenn auch etwas verspätet, aber dafür musikalisch wertvoll. Denn seit Samstag ist die neueste Ausgabe unseres Podcasts auf den Clouds zu finden.

In Ausgabe 034 präsentieren wir euch Bill Meyer von Beans & Bacon, sein aktuelles Release erscheint am 03.März auf jenem Imprint und legt mit den beiden Tracks Lost In S und Machine Basic zweit wuchtige Nummern hin, die eigentlich in jede gut sortierte Tech-House Sammlung gehören.

Bill Meyers Sound ist treibend, elektronisch, sphärisch, beweglich und deep. Neben stiltreuem Sound zeichnet ihm aber vor allem sein guter Geschmack in einer wirklich abwechslungsreichen, guten Tracklist aus und garantiert von Anfang bis Ende und auch über die Wiederholung hinweg stimmungsgeladene Reise elektronischer Musik.


Das schöne Leben Podcast #034 
Bill Meyer
 
Artist: Bill Meyer
Label/Crew: Beans & Bacon
Sound: Techno

Age: 32
Job: IT-Specialist
City: Mannheim

Alltime Favorit: DJ Rolando - Knights of the Jaguar

Facebook: https://www.facebook.com/billmeyer82





Mit Ausgabe 33 vom das schöne Leben Podcast startet unser Podcast nun endlich in die nächste Runde und für 2015 haben wir auch bereits so einige musikalische Leckerbissen im Programm.
Den Start und somit erster Künstler 2015 liefert der Berliner Sowade, der unter anderem zu OFF-Recordings gehört.
Entdeckt haben wir ihn hauptsächlich wegen seiner Mixsets und dem tollen Sound aus synthetischen, progressiven Deep und Tech House.
Für das schöne Leben hat Sowade einen besonders emotionalen Mix zusammengestellt.

Das Schöne Leben Podcast #033
Sowade

Artist: Sowade
Label/Crew: OFF Recordings / NTRS
Sound: Tech-House, Techno, Deep
Age: 23
Job: Student
Living: Berlin
Alltime Favourit: Daso - Meine


Der Kölner Yannick aka 'Weisser Rabe' ist für aufmerksame Soundclouder kein Unbekannter mehr. In der Regel pendelt sein Sound zwischen popiger Melodie und zurückhaltenden Bassdrums. Im Grunde nichts außergewöhnliches, wäre da nicht das aber...

In den letzten Aufnahmen lies er aber eine neue Gangart durchblitzen, die sich durch eher deepe und hypnothische Tracks ausdrückt. Ein Stil der mir persönlich viel besser gefällt, denn diese Art von Musik verkörpert Seele und Geist. Sie bewegt in einem etwas. Sie lässt einen in Gedanken davonschweben und löst bei einsetzender Bassdrum stets extatische Gefühle aus, die mitreißt.
Ich bin froh, dass Yannick diese neue Seite an sich entdeckt hat und möchte euch an dieser nun teilhaben lassen.

Das Set ist stets technisch anspruchsvoll gemixt und besticht durch eine harmonische Tracksauswahl, sowie den flüssigen Übergängen, die den Effekt der Hypnose noch mehr verstärken. Auch oder weil es eben von der BPM-Zahl eher zurückhaltender ist, zieht es einen tief in den Bann. Er forciert wirklich zu keinster Zeit das Tempo, was hier auch nicht nötig ist. Der Klangstil erledigt hier alles von alleine. Schließlich geht es um die Erkundung der eigenen Gefühle und dies erreicht er mit aller Leichtigekeit. Ein Tape wie geschaffen für die nächste Afterhour oder den Morgen danach.

Entgegen des Namens 'Momento' hoffe ich doch sehr, dass diese Aufnahme keine Momentaufnahme darstellt und er diesen neu eingeschlagenen Weg weitergeht und uns in Zukunft noch mehr faszinierende Mixe dieser Art liefert.

Stil: Deephouse / Techno

Links: Weisser Rabe [SC]
            Weisser Rabe [FB]
            Beatverliebt





Tracklist:

01 - Nikolas Noam - We Will Be Alright (Luis Leon Bipolar Rework)
02 - Mz Sunday Luv, Jonas Saalbach - Threat of Doom (Saytek Remix)
03 - Sebastian Porter - Die Fabelhafte Welt Der Anomalie (Original Mix)
04 - Norken, Deer - Remember That Feeling (Original Mix)
05 - Stephan Hinz - When the Cheese Is Gone (East End Dubs Remix)
06 - Lust N Love - Don't Care (Mira & Christopher Schwarzwalder Remix)
07 - Luca Lento - Poema (Mendo Remix)
08 - Rene Bourgeois - Everyone Face in One Direction (Andreas Henneberg Remix)
09 - Andreas Henneberg - Leblon (Original Mix)
10 - Ciro Leone - Old Tales (David Labeij Remix)
11 - Iorie - My Mate M (Siopis From The Ashes Remix)

Die legendäre Düsseldorfer Band Kraftwerk gilt weltweit als der Wegbereiter für künstlich erzeugte Musik und wurde letztendlich dafür auch bereits von höchster Instanz dem „Museum Of Modern Art“ geehrt.
Die BBC veröffentlichte nun am 30. Januar 2015 eine knapp 60 Minuten lange Dokumentation über die bereits 4 Dekaden andauernde Geschichte der Band. Zu sehen sind unter anderen viele neue Interviews über die Band, reichlich unbekannte Filmaufnahmen aus dem Archivmaterial, inklusive einem Livemitschnitt der legendären „Computerworld-Tour“ von 1981, sowie Ausschnitte des letzten jemals geführten Interview mit Ralf Hütter.
Des Weiteren enthält die BBC4 Dokumentation von Simon Witter weitere seltene Filmaufnahmen, wie zum Beispiel einen Live-Auftritt der Band mit „The Robots“ aus dem französischen Fernsehen und vielen weiteren unbekannten Tour Mitschnitten.

Zu sehen ist die Dokumentation in HD, zwar vorerst nur in englischer Sprache, aber sobald eine deutsche Übersetzung vorliegt, werden wir euch mit einem Update auf dem Laufenden halten.


Der am 05. März in Queens geborene John Frusciante gilt bei vielen Fans als legendärer Gitarrenspieler mit sehr bewegtem Lebenslauf. Bekannt wurde er von 1988 an als Gitarrist der Red Hot Chili Peppers, die er nach nur vier Jahren aufgrund von Depressionen und seiner schweren Heroin-Sucht bereits 1992 wieder verließ. Nach drastischen Jahren, die geprägt waren durch seine Abhängigkeit und dem Kampf dagegen, kehrte er schließlich 1998 wieder zur Band zurück, bis er sie 2008 erneut verließ um sich auf seine Solo-Projekte und der wachsenden Hingabe zur elektronischen Musik zu widmen.
Seinen Hang zu elektronischer Musik, wie Acid House und experimentellen Klängen lebt er bereits seit einigen Jahren mit wachsender Fan-Gemeinde unter dem Pseudonym Trickfinger aus.
Für den 06. April 2015 wurde nun die Veröffentlichung seines Debütalbums angekündigt. Erscheinen wird die LP auf dem Label Acid Test und insgesamt 8 Tracks enthalten. Frusciante selbst beschreibt den Stil des Albums als „experimentellen Acid House“ und ist begeistert von der neuen Art der Selbstverwirklichung  „Ich hatte das Interesse am traditionellen Songwriting verloren“, schreibt Frusciante, „und war begeistert, neue Methoden des Musikmachens zu entdecken. Ich umgab mich mit Maschinen, programmiert erst eine und dann eine andere und genoss diesen faszinierenden Prozess vom Anfang bis zum Ende.“

Eine Vorschau auf den Sound des hauptsächlich mit analogen Geräten produzierten Albums bietet der erste Track des Albums „After Below“, den gibt es nämlich bereits vorab zu hören.

Tracklist:
After Below
Before Above
Rainover
Sain
Exlam
85h
4:30
Phurip


Seth Schwarz ist mit seinem Sound derzeit einer der auffälligsten Acts bei 3000 Grad/ Acker Records. Egal ob mit seinen Produktionen oder den Livearrangements gelingt es ihm wie kaum jemand anderen seinen Hörer dank Geige, den traumhaft gefühlvollen, verspielten Melodien und progressiv, melancholisch, heroischen Basslines den Hörer auf seinem Sound davon zu tragen und ihn förmlich mit seiner Musik zu verzaubern.
Ein hervorragendes Beispiel für das außergewöhnliche Talent von Seth Schwarz und den Zauber den er versprüht ist dieser wundervolle Mitschnitt seines Auftritts in Mailand, der genau diesen beinahe einzigartigen Sound bietet.

SETH SCHWARZ @ Milan // Macao - Hidden Mirror
Genre: Deep House, Progressiv House


Als ein Drittel der Kanadischen Combo My Favorite Robot hat James Teej in der vergangenen Zeit auf solch klangvollen Imprints wie Life & Death, No.19, Hypercolour und natürlich auch My Favorite Robot Records veröffentlicht. Für das kommende Release vom Solo-Projekt unter eigenem Namen kehrt der Kanadier zurück zu Galaktika Records aus Barcelona.
„The Moonstalker“ wird am 16. März erscheinen und die drei Original Tracks Moonstalker, Inside und Light & Love enthalten. Abgerundet wird die pralle EP durch die ebenso enthaltenen Remixe von Simon Garcia, Sahin Meyer und Garnica.
Gerade die Original Tracks überzeugen mit Tech House und Popattitüde, großartig wie James Teej wieder einmal zeigt welch begnadeter Künstler in ihm steckt. Einzigartiger Sound mit Charakter und tiefer Seele schwingen die Tracks dahin. Dabei zeigt sich der Titelgeber wie ein Höhepunkt sein sollte, bemerkenswert subtil verzaubert die Melodie in die man sich fallen lassen könnte, ohne dabei je ins Kitschige abzurutschen, denn Melodie Pendente Rhythmus leistet ganze Arbeit mit und versetzt quer, frech und elektronisch in die 4/4 Hypnose.
Den besten Remix für „The Moonstalker“ liefert Sahin Meyer mit seinem progressiven Downbeat und knüpft, nur etwas perkussiv verspielter an den Tech House, Popattitüde Sound der Originale an.
Fazit: 4/5, lieber jetzt schon vormerken, denn diese EP sollte man sich unbedingt zulegen.

Artist: James Teej
Title: Moonstalker EP
Label: Galaktika Records
Release: 16th March 2015
Cat No: GLK054
Format: Digital

1. Moonstalker (Original Mix)
2. Inside (Original Mix)
3. Light & Love (Original Mix)
4. Inside (Simon Garcia Remix)
5. Inside (Sahin Meyer Remix)
6. Inside (Garnica Remix)

Es ist mittlerweile schon viele Jahre her, dass ich die letzte Rex The Dog Platte in der Hand hatte. Damals veröffentlicht von Kompakt, waren die Releases zu ihrer Zeit fast schon legendär. Jetzt im Jahr 2015 wird man sich in Köln sicherlich sehr freuen, denn Jake Williams und der Hund namens Rex haben ihren Weg zurück zu Kompakt gefunden. Grund der Wiedervereinigung ist die am 02.März erscheinende EP mit Namen „Sick“. Doch erstmal wird das Ganze mit diesem Exklusivmix von Rex The Dog aus House, Tech House und Acid House gefeiert.
Das Kompakt Reunion Mixtape ist ein ebenso sehr spezielles und wie auch außergewöhnliches DJ-Set, vollgestopft mit abgefahrenen Tracks, überraschenden Wendungen, tricky Melodien, verspulten Rhythmen und noch so einigem an kreativen Konsens, welcher mit Hilfe von Modular Synthesizer, Turntable und Sampler entstand.

Rex The Dog - Kompakt Reunion Mixtape
Genre: Acid House, Tech House, House


Aphex Twin hatte es bereits vor Erscheinen seines letzten Albums „Computer Controller Acoustic Instruments Pt.2 EP“ voraus orakelt, er habe noch eine Menge an weiterem Material fertig.
Das Album ist inzwischen erschienen und nun wird mit wehenden Fahnen zur Aphex Twin Free Download Attacke geblasen. Insgesamt kann man sich über seinen geheimnisvollen Soundcloud-Account user48736353001 die stolze Anzahl von 110 Stücken kostenlos herunterladen.
Die Tracks des Ambiente-Ausnahmekünstlers bewegen sich dabei von Skizzen und Soundexperimenten, über Peel-Sessions bis hin zu Remixen bekannterer Stücke oder Track Outtakes. Für Freunde des Aphex Twin Sounds auf jeden Fall ein Muss, für alle anderen gilt egal ob Fan oder nicht bei 110 Tracks ist garantiert für jeden etwas vom Altmeister des Frickel-Ambient dabei.







Seit einem Meeting beim letztjährigen Amsterdam Dance Event haben Beatport und dig dis! beschlossen ihre Zusammenarbeit zu intensivieren und eine gemeinsame Compilation-Reihe zu entwickeln.
Beatport Curator Seriespresents Electronic Journey heißt das Ergebnis.
Am 26.Januar wurde nun Volume 2 veröffentlicht.
Beschäftigte sich die erste Ausgabe noch mit Deep House hat man bei Beatport und dig dis! den Trend der Zeit klar erkannt und widmet Ausgabe zwei der Compilation dem Thema Tech House. Genauer gesagt widmet man sich mit 20 Tracks dem typisch italienischen Tech House mit seinen Vertretern wie Tale Of Us, Riva Starr, NiCe7, Pirupa, Stefano Noferini, Italoboyz, Davide Squillace, Santos oder Hollen.
Vom schönen Leben gibt es für die Compilation das Prädikat Empfehlung.

Beatport Curator Series Presents: Electronic Journey #2 - Italian Tech-House
Erscheinungsdatum    2015-01-26
Labels    dig dis! Series
Katalog #    DJS103

1.Italoboyz - Afrodite A Original Mix
2.Ruben Mandolini - Abduction Original Mix
3.Paul C, Paolo Martini - Waterdrops Original Mix
4.Nick Olivetti - U-Tune Original Mix
5.Philip Bader, Davide Squillace - Free the Visa Original Mix
6.Pirupa - Fireworks Original Mix
7.Santos - Street FileOriginal Mix
8.Luca Agnelli, Marco Faraone - La Feria Original Mix
9.Mauro Picotto, Riccardo Ferri, Julien Chaptal - BespokeJulien Chaptal Remix
10.Hollen - Belly Dull Original Mix
11.Riva Starr - Nobody's Fool (Feat. Rssll)Club Mix
12.Sound Diffusion, Uto Karem - Girls Like Hi Hats Uto Karem's Boys Like Bass Remix
13.Stefano Noferini - Wrong Again Original Mix
14.Phunk Investigation - Scary Beats Original Mix
15.Federico Scavo, Dema, Paride Saraceni - Crazy Tool Paride Saraceni & Dema Remix
16.Veerus, Maxie Devine - Pompolin Club Mix
17.Manuel De La Mare, Luigi Rocca - Terra Original Mix
18.NiCe7, Freakme - Could Not Stop ItNiCe7 Remix
19.Wayne Tennant, Michael Gracioppo, Tale Of Us, Vaal - Creep Tale Of Us & Vaal Remix
20.Ramon Tapia, Pizeta, Stavroz - Remedios Ramon Tapia & Stavroz Remix


beatport.com/release/beatport-curator-series-presents-electronic-journey-number-2-italian-tech-house/1452956

Gewinne einen von 5 Downloads der kompletten Compilation.
Schreibt uns bis 08.02. eine Mail mit dem Betreff “Beatport Curator Series Presents: Electronic Journey #2 - Italian Tech-House“ an gewinne@dasschoeneleben.com

Unter allen Einsendungen verlosen wir bis zum 08.02.2014 fünf Downloads der kompletten Compilation.


Wer am Freitagabend noch nichts vorhaben sollte, dem legen wir an dieser Stelle einen Besuch im Prince Charles nahe. Denn da gastiert die Drumpoet Community und dass bedeutet klasse House Sound mit viel Attitüde und Persönlichkeit.
Freuen darf man sich auf John Daly live, Washerman und Labelboss Alex Dallas.

Drumpoet Community Exposé at Prince Charles

Freitag 30 Jan 2015, 23:00 - 08:00
Prince Charles, Prinzenstrasse 85; Friedrichshain-Kreuzberg;

John Daly (live)
Washerman
Alex Dallas

Facebook: www.facebook.com/events/1569441263292016
Resident Advisor: www.residentadvisor.net/event.aspx?643384

Für einen Platz auf der Gästeliste schreibt uns Mail bis Freitagnachmittag mit dem Betreff: "Drumpoet Community Exposé at Prince Charles" an gewinne@dasschoeneleben.com. Die Gewinner werden von uns am Freitagabend benachrichtigt.


Neue Woche, neue Musik. Wir haben uns wieder einmal einen Überblick über die Neu-Veröffentlichungen der vergangen Wochen aus den Bereichen Nu Disco bis Tech House, Techno verschafft und 10 der Tracks zusammen getragen, in die man auf jeden Fall einmal reinhören sollte.
Die Empfehlungen für Januar liefern uns unter anderem die Label Viva Music, Waldliebe Familien, Brise Records und 3000Grad.

  • DJ Le Roi - My Mind (Original Mix) Viva Music
  • Kiano & Below Bangkok - Erin Thompson (Original Mix) Elektrik Dreams Music
  • Pepe Mateos - You Say (CHEMICAL PLAY Remix) HIDE + SEEK RECORDINGS
  • Huakim Eloyuwon - Dark Moon (Original Mix) WALDLIEBE FAMILIEN Records
  • Room 303 - Make You Cry (Terence Kissner Remix) Sleazy Deep
  • Die Vogelperspektive - All A Shame (Original Mix) Brise Records
  • Timboletti - Barfuss Bravo (Original Mix) 3000Grad
  • Danny Van Wauwe - Insomnia (Mylan Remix) Ayeko Records
  • Dual Channel - Wrong is Right (Original Mix) Miniload Records
  • Tboy & Ashley Wild - Trip Wired (Balcazar & Sordo Remix) You Are We


Seinem Sound hat Daniel ganz klar dem Techno verschrieben, vor kurzem gründete er sein eigenes Label „Neuhain“. Auch seinen Gigs in Ländern wie den USA, England und weiteren Teilen Europas eilt mittlerweile sein Ruf voraus, denn längst steht Daniel Boon für einen unvergleichlichen und kraftvollen Sound, der seines gleichen sucht.  Wir haben uns mit Daniel getroffen und über Techno, die Label-Gründung, Ziele und Zukunft gesprochen.




1.) Vor einiger Zeit hast du dein ganz eigenes Label Neuhain an den Start gebracht. Wie kam es zu dem Namen? Bestehen Bezüge zu Friedrichshain und Neukölln oder welche Bewandtnis steckt dahinter und warum noch ein Label, was hat dich zur Gründung veranlasst?

Ja der Name gründet sich aus Neukölln, wo Ich aufgewachsen bin und Friedrichshain, wo Ich jetzt schon seit über 10 Jahren lebe und arbeite. Ich wollte etwas haben, was nur mir ganz allein gehört, wo Ich entscheiden kann was veröffentlicht wird, Style mässig ist Neuhain auch eher auf Techno ausgerichtet, auch wenn es vereinzelt mal nach Techhouse klingt.


2.) Wenn man sich deine Auswahl der Künstler für Neuhain so anschaut wird schnell klar, dass es hier vor allem um Techno geht. Wie wichtig ist dir Techno selbst und wie sehr lebst du das Statement der Techno-Subkultur, bzw. in wie weit ist es dir heutzutage noch möglich dieses zu leben? Immerhin kennst du Techno noch aus Zeiten des alten Tresors.

Für mich ist das sehr wichtig, Klar lebe Ich das nicht mehr so wie Ich noch jünger war, aber da ging es auch mehr darum jedes Wochenende feiern zu gehen. Heute ist es mehr ein Job geworden, aber Trotzdem ein Job den Ich gerne mache. Privat weggehen ist eher selten geworden nur noch zum Spielen. Ich bin aber trotzdem noch vor jedem Gig aufgeregt, egal wie groß der Club ist.

 
3.)Was glaubst du, warum fasziniert dich nun schon seit so vielen Jahren diese harte, treibende elektronische Musik? Was sind für dich die positiven Dinge die Techno in dein Leben bringt?

Um ehrlich zu sein, hab Ich vor einiger Zeit mal gesagt, Ich möchte nicht mehr so hart auflegen, weil ich zu alt dafür bin. Jetzt sage Ich genau dasselbe über die softere Richtung, aber für mich ist Techno jetzt mehr denn je mein Style. Ich würde sagen Ich selber bin Erwachsener geworden, Ich war die ganze Zeit auf der Suche nach meinem Sound und den habe Ich endlich gefunden.


4.) Für das Label Neuhain haben sich mit Thomas Schumacher, DJ Rush und Broombeck ein paar echte Kracher als Artist gefunden. Wie sehr spielt der Bekanntheitsfaktor bei Neuhain eine Rolle und nach welchen Kriterien wählst du die Künstler aus?

Für die ersten Releases wollte Ich schon Künstler als Remixer haben, die bekannter sind, um einfach etwas mehr im Fokus zu sein. aber später soll das nicht im Vordergrund stehen, natürlich freue Ich mich, wenn bekannte Künstler bei mir Release, aber dabei geht es mir dann eher um die Musik. Ich wollte schon immer die Look And See von DJ RUSH Remisen und da ich jetzt auch in der selben Bookingagentur bin wie er, habe Ich ihn einfach mal gefragt und er meinte kein Problem, Ich könnte sogar das Original rausbringen, was es bis dato noch nicht Digital gibt. Das ist natürlich eine große Ehre für mich.


5.) Du hast bestimmt in der Vergangenheit bereits viel darüber gesprochen und das Magdalena hatte bis zu seiner Vertreibung vom Spreeufer eine durchwachsene Geschichte. Wie sehr hat es dich damals persönlich getroffen und wie hat sich das geäußert? Resignation, Wut oder Trauer, was war es bei dir wenn du an die Media-Spree-Geschichte denkst.

Die Mediaspree hat mich persönlich noch nie wirklich interessiert, das hat auch überhaupt nichts mit der Schließung der Magdalena zu tun gehabt. Für mich war es schon ganz schön hart, Ich  hab ja nicht nur 2 Jahre da verbracht, sondern damals auch schon meine erste Ostfunk Party da veranstaltet und somit über 10 Jahre in der Location verbracht und dann der Gedanke, da nie wieder spielen zu dürfen, ging schon tief. Aber zum Glück haben wir schnell eine neue Location gefunden, die wir auch langfristig bespielen können und die wir aktuell gerade ausbauen.
In der Zeit der Schließung muss Ich ehrlich sagen, dass Ich endlich mal Zeit hatte um mich selbst als Künstler zu kümmern und das hat auch alles sehr gut gefruchtet, neue Bookingagentur und etliche Releases auf guten Labels.



6.)Wo sich eine Tür verschließt, da öffnet sich häufig eine andere, so öffnet das Magdalena demnächst  anderenorts seine Türen. Kannst du schon etwas erzählen? Wo geht’s hin, wie wird es aussehen, worauf dürfen sich Gäste einstellen und wie wird das Soundkonzept aussehen?

Der Standort wird wieder in Friedrichshain sein, mit großem Außengelände und etwas größeren Indoor-Floors. Das Soundkonzept wird auch ganz neu umgesetzt, wir werden mit einer ganz neu Konzipierten Anlage arbeiten, aber Ich möchte noch  nicht verraten mit welchem Hersteller, das soll eine Überraschung werden.


7.) Kannst du schon Künstler oder Veranstaltungsreihen benennen, die in der Zukunft dort zu finden sein werden?

Veranstaltungsreihen noch nicht wirklich, wir haben uns noch nicht endgültig entschieden, wie viele Fremdveranstalter es geben wird. Auf jeden Fall werde Ich Ostfunk Partys machen.
Für 2015 haben schon Künstler wie DJ RUSH, Sam Paganini, Johannes Heil, Thomas Schumacher, Broombeck, Drumcomplex, Anthony Rother, Drauf & Dran zugesagt, um nur einige zu nennen.



8.) Nun bist du Label-, sowie Clubbetreiber, ebenso Künstler und hast sicherlich auch ein Privatleben. Wie schaffst du es das alles so zu managen, dass alles unter einen Hut passt?

Man braucht ein gutes Team hinter sich, was einen viel Arbeit abnimmt, und das habe Ich.
 

9.) Was ist für dich dabei Job und was ist für dich Passion?

Eigentlich ist für mich alles Passion. Natürlich gibt es ab und zu Gigs, wo man sich fragt, was mach Ich hier eigentlich, aber trotzdem macht es am Ende Spaß.


10.) Dein letztes Release auf Neuhain war Falling Skies, ein verheißungsvoller Titel. Worauf kann man sich bei dem nächsten Release von dem legendären DJ Rush freuen?

Auf drei tolle Remixe. Einmal von mir alleine, dann hab Ich noch einen mit Marco Remus gemacht und zum Schluss Marco noch mit einem befreundeten Künstler. Das Release erscheint Anfang Februar.



Links:
facebook.com/DanielBoon.official
soundcloud.com/danielboon
residentadvisor.net/dj/danielboon
www.danielboon.net





„Von Vögeln und Menschen“ heißt es diesen Samstag im Ritter Butzke, denn der Neuköllner Klunkerkranich geht in die Winterpause und das wollen die Jungs und Mädels nochmal ordentlich feiern. Damit der Kranich am Samstag auch gebührend abheben kann, gibt es Konfetti und mit Liveact Patrick Chardronnet einen echten Kracher. Das zweite Liveact des Abends ist Daso und an den Turntables werden unter anderem Robosonic, Marcel Freigeist, Jan Mir und Fog Puma zu finden sein.

Klunkerkranich Pres. Von Vögeln und Menschen at Ritter Butzke

Samstag 24 Januar 2015, 23:59 - 12:00
Ritter Butzke, Ritterstrasse 24; Kreuzberg; 10969 Berlin;

Patrick Chardronnet (live)
Daso (live)
Robosonic
Marcel Freigeist
Jan Mir
Fog Puma
Zigan Aldi
Bonze & Kroesus
Andre Gardeja
Spatz Habibi
Chez Mieke
Nelken
uvm.

Facebook: www.facebook.com/events/297717043769292
Resident Advisor: www.residentadvisor.net/event.aspx?666771

Wer sich für Samstag noch Gästelistenplätze sichern will, der kann uns bis Samstagmittag eine Mail mit dem Betreff „Klunkerkranich Pres. Von Vögeln und Menschen“ an gewinne@dasschoeneleben.com. Die Gewinner werden dementsprechend Samstagabend von uns benachrichtigt. Verlost werden wie immer 2x2 Gästelistenplätze.


Aus Sympathie zum Minmon Podcast reingehört, wegen der Tracks hängen geblieben und letztendlich vom Mix gefangen. So oder so ähnlich bin ich an diesen wunderbar progressiv, melodiösen Tech House Mix mit schöner Auswahl von Tracks geraten. Gemixt von Sowade vom Label Off Recordings und ein echter Geheimtipp für Freunde melancholisch, progressiver Klänge.

MINMON Podcast #21 by Sowade
Genre: Progressiv House, Deep House